grüner Tee Plantage

Wie dir L-Theanin dabei hilft besser zu entspannen und zu regenerieren

Wer ein hohes Arbeitspensum an den Tag legt, der braucht auch entsprechende Ruhe, um tagtäglich sein volles Potential entfalten zu können. Ob im Beruf oder beim Training. Wir streben nach Progression. Doch eine Entwicklung/Entfaltung ist nur möglich, wenn du deinem Körper und deinem Geist qualitativen und quantitativen Schlaf ermöglichst.

„Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, nicht durch den Stillstand deiner Tätigkeit.“

 (Friedrich von Schiller, deutscher Dichter, 1759 – 1805)

 

L-Theanin – einzigartige Aminosäure aus dem Tee

Die nicht proteinogene Aminosäure L-Theanin oder Theanin ist eine Aminosäure die am häufigsten in Blättern des schwarzen und grünen Tees (Camellia sinensis), aber auch in einer Art Pilz vorkommt.

Zu den positiven Auswirkungen eines Theanin Konsums gehören u.a. [1]:

  • Entspannung
  • Steigert die Gehirnleistung
  • Stimmungsaufheller
  • Schlafqualität
  • Wirkt sich positive bei Krebserkrankungen aus
  • Wirkt sich positiv bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus
  • Unterstützt die Gewichtsreduktion
  • Hilft bei „einfachen“ Erkältungen

Allgemein kann man auch davon ausgehen, dass Theanin also tatsächlich eine (positive) Wirkung im Körper auslöst und auch eine Überdosierung keinen Schaden anrichten kann. [2]

L-Theanin wirkt positiv auf dein Zentrales Nervensystem (ZNS), indem es die Ausschüttung der sogenannten Neurotransmitter GABA und Serotonin verursacht. Mehr über Neurotransmitter erfährst du hier.

Dies sorgt für eine Reduktion körperlicher und geistiger Stressreaktionen.

Tierstudien (an Ratten) konnten ebenfalls zeigen, dass L-Theanin dabei hilft Schlafstörungen zu beseitigen, die durch Koffeinkonsum hervorgerufen wurden. [3]

Die Besonderheit von Theanin liegt darin begründet, als dass es zwar einen entspannenden Effekt auf das ZNS ausübt aber keine sedierende (einschläfernde) Wirkung besitzt!

Darüber hinaus stimuliert es das Gehirn sogenannte „Alpha-Wellen“ zu produzieren. Somit eignet sich Theanin hervorragend zur Bekämpfung von chronischen Spannungszustände (z.B. in der Muskulatur), Stress oder Angstzuständen, ohne dabei einschläfernd zu wirken!

Theanin – Kraft ist nichts, ohne Kontrolle

Auch mentale Kraft bzw. Leistungsfähigkeit ist nichts, wenn man sie nicht kontrollieren kann. Äquivalent zu einem Auto, welches seine Motorleistung nicht auf die Straße überragen kann und nur die Reifen durchdrehen lässt.

Ähnlich verhält es sich mit deinem Gehirn…

Gehirnwellen – Schwankungsmuster
Gehirnwellen Sekundentakt Stimmung/Bewusstseinszustand
Delta 0-4 Tiefschlaf (Stufe 3 und 4)
Theta 4-8 Schläfrig/Leichter Schlaf  (Stufe 1 und 2)
Alpha 8-13 Entspannt/wachsam/alarmiert
Beta 13-40 Gestresst/ängstlich/Konzentrationsschwierigkeiten

Tabelle 1: Brain Wave Oscillation Patterns/Gehirnwellen Schwankungsmuster, Quelle: The Cortisol Connection, S.210.

Shawn Talbott – Autor des Buches „The Cortisol Connection“ – vergleicht die Unterschiede der einzelnen Gehirnwellen mit den Gängen eines Autos.

Eine passende Analogie wie ich finde, bei der die langsamsten Gehirnwellen (Delta & Theta) den „Leerlauf“ bzw. den „ersten Gang“ repräsentieren.

Die Alpha Wellen würden dann den oder die Gänge kennzeichnen, in denen das Auto seine volle Kraft nach und nach entfaltet und auch auf die Straße übertragen kann. Also bei einem sechs Gang Getriebe z.B. die Gänge drei bis sechs.

Die Beta Wellen wären dann eine Art „Hyper-Gang“, bei dem zu viel Energie freigesetzt wird und die Räder des Autos durchdrehen, da der „Grip“ fehlt die Kraft auf die Straße zu übertragen. [4]

Dabei hilft dir Theanin aber nicht nur dabei dich besser zu konzentrieren, sondern auch zu entspannen.

Es fungiert also als ein Art Adaptogen. Es Balanciert deinen „Neurotransmitter-Haushalt“, indem es dir hilft dich zu konzentrieren, wenn du es musst, oder dabei dich –wenn du zur Ruhe kommst – auch wirklich entspannen zu können.

Persönliche Erfahrung mit L-Theanin

Ich persönliche habe Theanin getestet, um zu sehen ob es tatsächlich einen positiven Effekt auf das Cortisol Management besitzt und somit zu einer Stressreduktion beitragen kann.

Ausgangspunkt war ein häufig zuckendes bzw. „nervöses“ linkes Augenlied, was ich als Symptom eines zu hohen Stresslevels interpretierte. Denn – meiner Meinung nach – werden Muskeln nicht einfach an- oder einfach ausgeschaltet, wie ein Lichtschalter. Es musste also an einer Dysbalance meines Hormonhaushaltes liegen.

Durch den Einsatz von 500mg L-Theanin/Tag (ca. 30 min vor dem Schlafen gehen) konnte ich das „nervöse Augenlied“ beseitigen. Dies war meine persönliche Testphase, um zu sehen ob Theanin tatsächlich positive Auswirkungen auf den Körper besitzt.

Da ich grundsätzlich nur etwas guten Gewissens weiterempfehle, das ich auch selbst getestet habe, nutze ich L-Theanin nun auch im Rahmen meines Metamoprhose-Programms und mit meinen Personal Training Kunden, im BSPT-Studio.

Ich habe positive Erfahrungen mit folgendem Produkt gemacht:

Dieses enthält auch keine weiteren Zusatzstoffe, außer reinem L-Theanin. Mit 500mg ist es ausreichend dosiert, da Theanin schon ab einer täglichen Gabe von 50-200mg wirken soll.[5]

Theanin aus Tee?

Wie bereits erwähnt lässt sich Theanin in den Blättern nicht nur aus grünem Tee finden. So stellt sich die Frage ob du Theanin nun in Form von Nahrungsergänzungen konsumieren könntest oder lieber der ursprünglichen Form – aus Tee – den Vorzug gibst.

Natürlich ist es möglich THeanin auch durch den Konsum von mehreren Tassen Tee pro Tag zu decken.

Dabei ist jedoch zu achten, dass es Tee ist der dann geerntet wurde, als die Blätter der Pflanze (Camellia sinesis) auch gerade reich an Theanin waren.

Denn während der Produktion sogenannter „sekundären Pflanzenstoffen“ (Polyphenole) wandelt die Teepflanze – je nach Jahreszeit – Theanin in sogenannte Catechine (ebenfalls sekundäre Pflanzenstoffe aber mit vorwiegend antioxidativer Wirkung) um.

Dies ist nichts Schlechtes, wenn man grünen Tee z.B. trinkt, wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften.  Wenn man allerdings grünen Tee trinkt, um in erster Linie einen gewünschten Theanin Konsum zu decken müsste man wissen, ob die Blätter der Pflanze dann geerntet wurde, als sie auch noch reich an Theanin war.

Ein weiteres „Problem“ ist das in grünem Tee enthaltene Koffein. Wer eine Aufnahme desselbigen vermeiden möchte, könnte theoretisch auf entkoffeinierten grünen Tee als Alternative zurückgreifen.

Praktisch ist dies aber wohl keine gute Lösung da ein Großteil von Theanin beim „Entkoffeinierungsprozess“ verloren geht.[6]

Somit stellt – meiner Meinung nach – eine Aufnahme in Form von Nahrungsergänzungsmitteln die einfachste und wohl effizienteste Möglichkeit dar, um von den positiven Eigenschaften von Theanin zu profitieren.

BSPT- Buchempfehlung

Wenn du mehr über das Thema Theanin oder allgemein über Stressmanagement lernen und verstehen willst, wie und was das Hormon Cortisol damit zu tun hat, empfehle ich dir das Buch „The Cortisol Connection“, von Shawn Talbott, PH.D.

Fazit

Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass L-Theanin sich allgemein für ein „Stressmanagement“ eignet.

Es scheint einen positiven Effekt auf Cortisol und oder die Adrenalinausschüttung zu haben und wirkt auf den Körper wohl als eine Art Adaptogen. Es optimiert so anscheinend die körpereigene „Balance“ hinsichtlich Spannungs- und Entspannungszuständen.

Theanin grenzt sich in sofern von anderen Nahrungsergänzungsmitteln zum Stressmanagement ab, als dass es zwar beruhigend wirken kann, aber nicht als Form eines Sedativums (Beruhigungsmittel), dass dich schläfrig oder müde macht.

Wie sind deine Erfahrungen mit L-Theanin?

Schreibe einen Kommentar oder

eine E-Mail mit deiner Frage an:

info@bernd-stoesslein.de

 Literatur zum Thema

[1] Vgl. Türközü D1, Şanlier N.,(2105), L-Theanin, Unique Aminoacid of Tea, and Its Metabolism, Health Effects, Safety.

[2] Vgl. Türközü D1, Şanlier N.,(2105), L-Theanin, Unique Aminoacid of Tea, and Its Metabolism, Health Effects, Safety.

[3] Vgl. Jang, J., et al. L-Theanine Partially Counteracts Caffein-Induced Sleep Disturbances in Rats. Pharmacology Biochemistry and Behaviour. 2012. 101 (2); S.217-221.

[4] Vgl. Talbot (2007), S. 197.

[5]  Vgl. Vgl. Talbot (2007), S. 19

[6] Vgl. Vgl. Vgl. Talbot (2007), S. 198.

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