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7 gesundheitsgefährdende Dinge, die die meisten Menschen nicht über Plastik wissen Nr. 4 hat selbst mich überrascht!

1. Probleme durch Plastik

Wenn wir umgangssprachlich von einfach von „Plastik“ sprechen, dann ist damit der Begriff für verschiedene Kunststoffe gemeint, d.h. einem Material, das nicht natürlich vorkommt und nur aus Erdöl hergestellt werden kann. 

„Die Menge an Kunststoff, die wir seit Beginn des Plastikzeitalters produziert haben, reicht

bereits aus, um unseren gesamten Erdball sechs Mal mit Plastikfolien einzupacken.“

(Zitat aus „Plastic Planet“)

2. Schrift gleich Gift – Was steht drauf und was ist drin?

Wenn man sich mit dem Thema Plastik auseinandersetzt, so stößt man immer wieder auf eine Vielzahl unterschiedlicher Abkürzungen, von denen man meist keinen Schimmer hat.

Um etwas Licht ins Dunkle zu bringen, findest du hier eine (sicher nicht vollständige) Auflistung der gängigsten Plastikarten und ein paar Beispiele aus deinem Alltag.

Was bringt dir diese Auflistung? Du brauchst dir sicher nicht die einzelnen Abkürzungen zu merken, denn bei Bedarf, kannst du dieses hier nachlesen.

Aber du bekommst eine Übersicht darüber, was in deinem Alltag letztlich alles aus Plastik besteht. Dinge mit denen du womöglich auch tagtäglich Hautkontakt hast oder – noch schlimmer- durch die Nahrung/Atmung aufnimmst. Damit wird möglicherweise auch dein Hormonhaushalt beeinflusst.

  • Polycarbonat (PC) (z.B. hitzbeständige Trinkgefäße wie Babyflaschen, mikrowellengeeignetes Geschirr) *
  • PET (z.B. Getränkeflaschen, Verpackungen für Lebensmittel und Kosmetikartikel)
  • Polyurethan (PU): (z.B. Textilfaser Elastan, Matratzen, Autositze, Sitzmöbel, Küchenschwämme, Dämmstoffe)
  • Polyethylen (PE) (z.B. Getränkekästen, Fässer, Schüsseln, oder „Plastiktüten“, Folien)
  • Polyvinylchlorid (PVC) (z.B. Abflussrohre, Fensterrahmen)
  • Weich-PVC (z.B.: Bodenbeläge, Dichtungen, Schläuche, Kunstleder, Tapeten, Bekleidung, Babyartikel, Kinderspielzeuge)
  • Polypropylen (PP) (z.B. Lebensmittelverpackungen, medizinische Geräte, Sitzbezüge
  • Polystyrol (PS) (z.B. Styropor, Isolierung elektrischer Kabel, Gehäuse, Schalter, Verpackungen, Verpackungsfolien, Joghurtbecher)
  • Polyethylenterephthalat (C-PET) (z.B. Teile von Haushalts- und Küchengeräten, Computer, Sicherheitsgurte)

Aus Polycarbonat wird Bisphenol A freigesetzt. Dieser „Weichmacher“ hat einen Sonderstatus, da er eine extrem hormonell wirksame Substanz ist. Siehe hierzu den Nachfolgenden Punkt …

3. Bisphenol A (BPA)

Der Stoff Bisphenol A, meist nur unter seiner Abkürzung „BPA“ bekannt, hat eine ähnliche Wirkung wie das weibliche Sexualhormon Östrogen.

Er wird zur Herstellung von z.B. Polycarbonat oder auch Epoxiden verwandt. Diese Chemikalie(n) wird bzw. werdend dann von deinem Körper aufgenommen, wenn du z.B. Getränke aus (extrem weichen/dünnen) Plastikflaschen trinkst oder viel Produkte konsumierst, die in Plastik verpack waren und die BPA enthalten.

Insbesondere Bisphenol A wird –laut Studien & Untersuchungen – vermehrt in Zusammenhang mit gravierenden Gesundheitsschäden/Krankheiten/hormonellen Störungen gebracht. Hierzu zählen unter anderem:

  • Krebs
  • Unfruchtbarkeit
  • Fettleibigkeit
  • Allergien
  • Herzkrankheiten
  • „Verweiblichung“ beim Mann (Östrogenüberschuss)
  • Sexual- und Gehirnstörungen
  • Enzymblockaden
  • Begünstigung anderer schwerer Krankheiten

BPA-freie Alternativen sind Plastikflaschen, wie z.B. die von NALGENE.  Diese kannst du zum Sport verwenden. Grundsätzlich solltest du aber lieber auf Glasflaschen umsteigen bzw. diesen den Vorzug geben.

Weitere Alternativen für ein sauberes Wasser, sind hochwertige elektrische Wasserionisierer. Erfahre in meinem Video mehr darüber, wie du mit einem Ionisierer schön, straff und Fit wirst.

 4. Die Plastik Insel aus Müll

Im Nordpazifik ist mittlerweile eine komplette „Insel“ bzw. ein „Teppich“ aus weltweiten Plastikabfällen entstanden. Je nach Quellenangaben schwankt die Größe und diese geht bis hin zu einer Größe Zentraleuropas![1]

Der Film Plastic Planet von Werner Boote erklärt, dass laut Schätzungen in diesem Gebiet mittlerweile sechs Kilogramm Plastik auf ein Kilogramm Plankton kommen. [2]

Natürlich kommt es bei Meerestieren dann sehr häufig zu Verwechslungen  zwischen den feinen Plastikteilen und ihrer natürlichen Nahrung.

Zum einen sterben sehr viele der Meeresbewohner an den Folgen dieses Plastikkonsums und zum anderen isst du das von denen Fischen & Meeresfrüchten aufgenommene Plastik dann indirekt auch wiederum mit.

Jedem, der mehr über Plastik und insbesondere die gesundheitlichen Probleme, die bei dessen Verzehr entstehten, wissen möchte empfehle ich den Film „Plastic Planet“.

5. Chemikalien in Plastik töten die weibliche Libido

Phthalate, die in diversen Plastikprodukten enthalten sind, sollen die weibliche Libido senken. [3]

Phtalate lassen sich dabei ebenfalls in sehr vielen Alltagsgegenständen finden. Vom Duschvorhang über PVC Fußböden und Auto-Armaturenbis wieder hin zum Essen!

Zwar macht natürlich die Dosis das Gift, aber wenn derartige Stoffe nun mal einen Effekt auf deinen Hormonhaushalt haben, dann gilt auch hier: möglichst einschränken oder nach Alternativen suchen.

6. Du kannst der Plastikindustrie nicht trauen

Die Kunststoffindustrie macht 800 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr. Allein in Europa verdienen mehr als eine Million Menschen ihr tägliches Brot in der Plastikindustrie. Jeder Industriezweig ist heute auf Kunststoff angewiesen.“ (zitiert aus „Plastic Planet“)

Dementsprechend groß ist auch die Plastik-Lobby! Wahrscheinlich darf auch die Plastik-Industrie nicht lügen, indem sie Dinge verspricht, die nicht stimmen. Vielleicht dürfen sie auch nicht lügen…[4]

Aber es gibt einen kleinen, aber feinen entscheidenden Unterschied zwischen Lügen und nicht die Wahrheit erzählen.

So wissen wir z.B. nicht wirklich, ob die Plastiktüte, die wir kaufen, nun wirklich vollständig abbaubar ist oder unserer Erde die nächsten 1000 Jahre noch zur Last fallen wird.

7. Chemikalien in Plastik lassen Genitalien schrumpfen

Ein weiteres Phthalat, das sogenannte Di- isononyl (DiNP), steht laut einer Studie in Verbindung, männliche Genitalien schrumpfen zu lassen. [5]

Das Perfide an der ganzen Sache ist, dass DiNP eigentlich als Ersatz für ein ähnliches Gift verwendet werden sollte, welches ebenfalls die Entwicklung männlicher Geschlechtsorgane bremst.

Der Einfluss des DiNPs  ist aber schon vor der Geburt im Mutterleib verhanden und nicht nur im erwachsenen Alter!

Fazit:

Die Plastikindustrie lebt  – wie wohl so viele andere Industriezweige auch –  von unserer allgemeinen Unwissenheit. Denn wohl kaum einer von uns kennt alle Inhaltsstoffe der Produkte, die wir kaufen.

Woher sollen wir also z.B. wissen, ob die Plastiktüten, die wir kaufen, nun wirklich abgebaut werden können oder nicht?!

Natürlich liegt es letzten Endes nur bei uns Konsumenten, uns darüber zu informieren, was in den Produkten enthalten ist, die wir auf unsere Haut schmieren und in unsere Körper stopfen.

Wenn wir also etwas kaufen, von dem wir nicht wissen, was es ist, und es kaum aussprechen können und schon gar nicht wissen, wie es unseren Körper und Geist beeinflusst, warum zum Teufel kaufen wir es dann?!

Gibt es Alternativen? Vielleicht sind Hanfkunststoffe ja ein sinnvoller Ansatz? Bereits Henry Ford fertige in den 40er Jahren z.B. einen Auto-Prototypen, der  teilweise aus Hanf bestand! Dieser war 10-mal leichter als die herkömmlichen Konstruktionen UND um ein vielfaches stabiler.

Warum hat es sich jedoch nicht durchgesetzt? Drei mal darfst du raten. Auch hier lässt der Lobbyismus dgrüßen 😉

Mehr über einen weiteren Giftstoff, Fluorid, und wie du ihn umgehen kannst, erfährst du in meiner Artikelserie: Die Zirbeldrüse – Warum Sie Ihr Hirn entkalken sollten.

Hast du durch diesen Artikel etwas über die Gefahren von Plastik gelernt? Dann teile Ihn mit deinen Freunden und hilf auch Ihnen sich über die Gesundheitsprobleme durch Plastikkonsum zu informieren.

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Literatur zum Thema:

[1] Vgl. Die Welt – 8.12.06, Zugriff vom 15.08.2016 (http://www.welt.de/wissenschaft/article701251/Riesige-Flaeche-Plastikmuell-schwimmt-im-Pazifik.html)

[2] Vgl. Plastik Planet

[3] Vgl. Barrett, E. et al. Environmental phthalate exposure is associated with low interest in sexual activity in premenopausal women. Fertility and Sterility.

[4] Vgl. Federal Trade Commission. FTC Staff Warns Plastic Waste Bag Marketers That Their “Oxodegradable” Claims May Be Deceptive.

[5] Vgl. Bornehag, C. et al. Prenatal Phthalate Exposures and Anogenital Distance in Swedish Boys. Environmental Health Perspectives.

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