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Ketose Ernährung – Mit viel Fett zum Erfolg? Teil I

Was ist Ketose?

Von Ketose spricht man, wenn der Körper sich in einem Zustand befindet, um Energie bereitzustellen, wenn Zucker (Glukose) nicht oder nur in sehr geringem Maße zur Verfügung steht.

Den Zustand der Ketose zu erreichen ist ein normaler Stoffwechselvorgang, der uns Menschen am Leben erhält, wenn wir länger nichts zu essen haben. Eine sehr fettreiche und dafür kohlenhydratarme Ernährungsweise unterstützt diesen Vorgang ohne das nagende Gefühl des Hungerns.

Wie deine Zellen „atmen“

Wenn du etwas isst, dann dient dies – aus biologischer/biochemischer Sicht – in erster Linie dazu, deinen Körper mit Energie zu versorgen. Dies geschieht durch die sogenannte „Zellatmung”, einem Stoffwechselvorgang bei dem Adenosin Triphosphat (kurz ATP) entsteht.

ATP ist quasi der Energielieferant auf Zellenebene und wird hauptsächlich in den „Kraftwerken“ deiner Zellen „hergestellt“. Diese Kraftwerke heißen Mitochondrien.

Um Energie zu erzeugen, kann der Körper zwei Hauptenergielieferanten nutzen: Kohlenhydrate (Zucker) und Fette.

Zündstoff Zucker

In der Regel sind Kohlenhydrate (also Zucker) die Hauptenergielieferanten im Körper. In diesem Zusammenhang spielt auch dein Blutzucker eine Rolle (dazu gleich mehr). Auch wenn die Energie in Form von Zucker/Kohlenhydraten wichtig ist, ist dessen Aufnahmemenge in deinem Körper begrenzt.

So kann dein Körper täglich nur etwa 1000-1600 kcal in Form von Kohlenhydraten/Zucker aufnehmen. Diese werden dann vorwiegend in deinem Gehirn, der Leber und den Muskelzellen gespeichert (in den sogenannten Glykogenspeichern; Glykogen = Zuckerspeicher). Wieviel Glykogen im Körper aufgenommen werden kann, ist maßgeblich von der Muskelmasse abhängig. Je mehr Muskelmasse, desto größer das Speichervolumen.

Wenn man bedenkt, dass ein durchschnittlicher, erwachsener Mensch ohne sportliche Betätigung und ohne nennenswerte Anstrengung um die 2000 kcal pro Tag verbraucht, wäre es eine ziemlich enge Geschichte, wenn du dich nur auf deine Glykogenspeicher verlassen müsstet, um deinen Körper mit Energie zu versorgen.

Feines Fett

Der zweite Hauptenergielieferant deines Körpers sind Fette bzw. Ketone/Ketonkörper die bei dessen Verstoffwechslung entstehen. Im Gegensatz zu Kohlenhydraten (Zucker) sind die Fettspeicher deines Körper quasi unendlich.

Theoretisch kann dein Fettreservoir auch aufgebraucht werden, je nachdem, wie lange du ohne Essen auskommst. Menschen können aber – wie du sicher weist – in absoluten Notsituationen monatelang ohne Nahrung überleben.

Wenn dein Körper den Schalter umlegt

Stehen dir nur noch wenige Kohlenhydrate (Zucker) zur Energiegewinnung zur Verfügung, werden deine Körperzellen auf Ketonkörper zurückgreifen. Dein Körper/deine Köperzellen haben also die Wahl, ihre „Kraftwerke“ (Mitochondiren) entweder mit Kohlenhydraten oder mit Fetten zu „befeuern“.

Selbst dein Gehirn, welches auf die Zufuhr von Zucker angewiesen ist, kann seinen „Energieschalter“ auf Fettverbrennung umlegen.

Ketonkörper stellen sogar einen Brennstoff besonderer Qualität dar, denn wenn dein Körper Fett in seinen „Kraftwerkern“ verbrennt, entsteht weniger sogenannter „oxidativer Stress“ bzw. sogenannte „freie Radikale“.

Außerdem steht dem „Kraftwerk“ mehr Energie zur Verfügung. Denn 1 g Kohlenhydrate liefert ca. 4 kcal während 1 g Fett gute 9 kcal an Energie zur Verfügung stellt!

Wie funktioniert Ketose?

Zunächst einmal muss dein Blutzucker und dein Insulin niedrig genug sein, damit dein Körper überhaupt einen Sinn darin sieht, die Energie die in deinen Fettzellen gespeichert ist (in Form von Triglyceriden) zur Energiegewinnung heranzuziehen.

Ist dies gegeben, dann wird dein Körper seine Kraftwerke in den Zellen mit Fett befeuern, durch einen relativ komplexen Vorgang (Beta-Oxidation) und unter Zuhilfenahme einer Substanz (hormon sensitive lipase) welche ich an dieser Stelle aufgrund der Komplexität nicht näher ausführen möchte.

Steigt die Anzahl der Ketonkörper in deinem Blutkreislauf, beginnen dein Hirn, deine Muskeln und dein Herz ihre Energie aus dieser Energieform zu beziehen.

 Dies bietet dir viele Vorteile, darunter zum Beispiel:

  • Senkungen des Blutzuckerspeigels (insbesondere bei Diabetes relevant)
  • positive Auswirkung bei Epilepsie
  • Linderung von Alzheimer und Parkinson
  • Körperfettreduktion
  • weniger Gelenkschmerzen
  • usw.

Alles Käse – Der Ketose Mythos mit Dem Zucker

Sind Kohlenhydrate in deiner Ernährung unerlässlich? Hartnäckig halt sich der Mythos, dass falls du deinem Körper bzw. deinem Gehirn keinen Zucker (in Form von Kohlenhydraten) zuführst, du irgendwann umkippst und dich von dieser Welt verabschiedest …

Nun, es stimmt zwar, dass dein Gehirn Zucker (Glukose) benötigt und auch deine roten Blutkörperchen, ABER dein Körper kann Ketonkörper auch in Glukose umwandeln, um deine grauen Zellen mit dem nötigen Zuckerbrennstoff zu versorgen!

Kurz und knapp: Es ist wahr, dass dein Gehirn Zucker braucht. Aber es STIMMT NICHT, dass du deswegen unbedingt auch Zucker (Kohlenhydrate) zu dir nehmen musst!

From Ketosis with Love – Wie du den Zustand der Ketose erreichst

Entgegen vieler Meinungen die im Internet kursieren, ist es nicht möglich, den Zustand der Ketose bereits nach 72 Stunden ohne Kohlenhydrate zu erreichen!

Dein Körper muss sich erst daran gewöhnen, dass ihm plötzlich der „Kohlenhydrat-Hahn“ zugedreht wurde und eine Notwendigkeit darin sehen, an seine – aus seiner Sicht – sehr wertvollen Fettspeicher heranzugehen.

Um den Zustand der Ketose zu erreichen, sind mehrere Wochen nötig. Je nach Individuum wohl mindestens vier oder mehr.

In dieser Zeit sollten auf keinen Fall mehr als 60 g Kohlenhydrate pro Tag konsumiert werden.

Besser noch weniger als 30 g, und wer ganz empfindlich auf den Verzehr von Kohlenhydraten reagiert (und diese schnell ansetzt), der sollte in der Umstellungsphase auf dem Weg in die Ketose lieber komplett auf Kohlenhydrate verzichten (was praktisch nicht 100 % möglich ist, da alles zumindest Spuren von KH enthält).

Ein gutes allgemeinverständliches Buch zu diesem Thema ist „The Art and Science of Low Carbohydrate Living: An Expert Guide to Making the Life-Saving Benefits of Carbohydrate Restriction Sustainable and Enjoyable“. Wer mehr in die Richtung Bodybuilding tendiert bzw. die Ketose auch gezielt für den Muskelaufbau in Erwägung zieht, dem empfehle ich zusätzlich „Die Anabole Diät: Ketogene Ernährung für Bodybuilder“.

Alles Käse – Der Ketose Mythos mit der Ketoazidose

Im Zusammenhang mit Ketose hört man öfters Personen mit gefährlichem Halbwissen sagen, Ketose wäre etwas ganz „Schlimmes“. Diese Personen bringen hier zwei verschiedene Dinge grundlegend durcheinander.

Denn während der Zustand der ernährungsbedingten Ketose völlig ungefährlich ist, gibt es tatsächlich auch die sogenannte Ketoazidose.

Eine normale Ketose tritt auf natürliche Art und Weise ein, wenn du sechs bis acht Stunden nichts gegessen hast (in abgeschwächter Form, denn wie oben beschrieben, braucht die Umstellung mehrere Wochen).

Ketoazidose hingegen entsteht (ganz vereinfacht), wenn sich zu wenig Insulin im Körper befindet. So kann diese z.B. bei Typ I Diabetikern entstehen, die sich nicht ausreichend Insulin spritzen.

Bei einer ketogenen Ernährungsform, wie bspw. der Atkins Diät oder der Anabolen Diät  besteht also keine Gefahr einer Ketoazidose. (Bei letzterer handelt es scih nicht um eine klassische „Diät“, sondern eine Ernährungsform).

Fazit

Dieser kurze Exkurs in die Welt der Ketone gibt dir einen ersten Einblick ins Thema Ernährung durch Fett und Protein.

Fett macht nicht zwangläufig fett, sondern kann (richtig angewendet) sogar dabei helfen, dich fitter und gesünder zu machen.

Die alte Mär, Fett wäre ungesund und würde zu Arterienverkalkung, Herzinfarkten und anderen Gesundheitsproblemen führen, stammt ohnehin von der Getreidelobby, die lieber ihr „gesundes“ Müsli bei dir auf dem Frühstück sieht als zum Beispiel Eier mit Speck.

Fett ist wichtig für deinen Körper, da er daraus Cholesterin bildet, was chemisch gesehen die direkte Vorstufe von Testosteron ist.

Wenn du dich also extrem fettarm ernährst, dann besteht meiner Meinung nach eher die Wahrscheinlichkeit „verkalkte“ Aterien zu bekommen, da dein Körper dann versucht selbst Cholesterin herzustellen, das er für verschiedene hormonelle Prozesse benötigt.

Führst du allerdings regelmäßig Fette mit der Nahrung zu, dann wird dein Körper weniger Fett speichern.

Was du allerdings unbedingt vermeiden solltest, sind Transfette!

Hast du schon Erfahrungen gemacht mit einer fettreichen Ernährung?

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Süßigkeitenauswahl

Warum Du einfach immer wieder naschen musst

Du bist ein Zuckerjunkie und kannst es einfach nicht lassen zu naschen? Ein Nachtisch geht immer? Erfahre was Dich süchtig nach Süßem macht und warum Zucker Deinem Verstand und Deinem Körper schadet!

Wie Zucker Dir das Hirn versüßt

Warum isst Du eigentlich gerne Süßes und warum hat man immer noch Platz für einen Nachtisch, obwohl es einem fast schon die Hosenknöpfe wie Kesselnieten unter Hochdruck vom Bund absprengt?

Dazu begeben wir uns kurz auf das hochinteressante Feld der Neurowissenschaft und der Menschenforschung.

Denn unter deren Gesichtspunkt ist Essen nämlich eine natürliche „Belohnung“. Oder anders erklärt: Essen muss schmecken, damit Du damit positive Eigenschaften verknüpfst.

Denn der Grund dafür, dass Du heute existierst ist, dass Deine Vorfahren Dinge gegessen haben, die es ihnen ermöglichte zu überleben und, um sich fortzupflanzen.

Also müssen Dinge wie die Fortpflanzung und die Nahrungsaufnahme in Deinem Gehirn Freude auslösen, um Dich dazu zu bewegen, diese „Verhaltensmuster“ zu verstärken und zu wiederholen.

Aus diesen, nennen wir sie mal prähistorischen Verhaltensmustern bildete sich dann im Laufe der Zeit das sogenannte „mesolimbische System“ aus. Also Dein „positives Belohnungszentrum“.

Dein positives Belohnungszentrum ist also an der Entstehung Deiner Emotion „Freude“ beteiligt, indem es dort direkt/indirekt den Neurotransmitter Dopamin ausschüttet.

Immer wenn Du etwas tust, dass Dir Spaß und Freude bereitet, „verwendet“ die sogenannte „ventrale tegmentale Zone“ (VTZ) Deines Mittelhirnes, als Teil des limbischen Systems, seine Neuronen, um gebündelt den Neurotransmitter Dopamin auszuschütten.[1]

Dein mesolimbisches System wird dabei übrigens nicht nur durch Süßigkeiten stimuliert, sondern auch durch Drogen, wie Alkohol, Nikotin oder Opiate! Dein Hirn kann nämlich nicht zwischen diesen potenziellen Suchtquellen unterscheiden! Dazu gleich mehr…

Der Neurotransmitter Dopamin wird verwendet, um einem bestimmten Teil Deines Gehirns ein Signal zu übermitteln. Er „sendet“ an Deinen sogenannten Nucleus accumbens.

Aber keine Angst, Du must kein Neurowissenschaftler sein, um diesen Prozess zu verstehen!

Du brauchst Dir nur zu merken, das Dein Nucleus accumbens, eine Kernstruktur in Deinem unteren Vorderhirn ist. Diese ist mit Deinem präfrontalen Cortex verbunden, einem Teil Deines Frontallappens der Großhirnrinde (an der Stirnseite des Gehirns).

Die Verbindung zwischen Deinem nucleus accumbens und Deinem präfrontalen Cortex bestimmt dann z. B. darüber, ob Du Dich für oder gegen ein weiteres Stück Torte entscheidest! Der präfrontale Cortex aktiviert dabei übrigens auch Hormone die Dir solche Sachen „sagen“ wie:

„Mmh. Dieser Kuchen schmeck richtig gut. Das speichere ich jetzt mal als positives Erlebnis ab“.

So viel an dieser Stelle, als kurzer Exkurs in die Wirrungen Deines Gehirns. Wenn Du mehr darüber erfahren willst dann google einfach die entsprechenden Begriffe, um Dich mit der Materie vertrauter zu machen.

Oder ließ dazu auch: Sport macht Schlau, von Friedrick Beck

 

Warum Du gerne süß schmeckst

Sicher hast Du auch schon feststellen müssen, dass nicht alle Lebensmittel (wenn man Süßigkeiten überhaupt so bezeichnen kann – wo doch „Füllstoff mit Suchtpotential“ meiner Meinung nach eine bessere Bezeichnung wäre) die selbe Reaktion auslösen.

Deswegen ziehen die meisten Menschen Süßigkeiten bitter schmeckenden Lebensmitteln oder sauren Sachen vor. Der Grund dafür liegt in Deinen Genen!

Denn in der Steinzeit gab es keinen Supermarkt und keine Nährwerttabellen auf Mammuts oder Beeren, Sträuchern oder Früchten!

Also musste Dir der Geschmack Auskunft darüber geben, ob etwas genießbar, giftig oder schon verdorben ist.

So hat Dir Dein mesolimbisches System gesagt:

„Hey das schmeckt süß, also ist es eine gesunde Kohlenhydratquelle. Immer rein damit“.

Doch nun bist Du kein Höhlenmensch mehr und wenn Du nicht als kauziger Bergeremit in einer finsteren Höhle haust, dann Lebst Du wie die meisten von uns in einer Industrienation und wirst permanent vom Staatsfeind Nummer eins, dem Zucker bedroht!

Denn der Zuckerkonsum nimmt weltweit kontinuierlich zu. Während vor etwa 10 Jahren jeder (Amerikaner) täglich zusätzlich „nur“ ca. 22 TL Zucker konsumierte, sind es heute (bei den Briten) bereits schon 238 TL, an zusätzlichem Zucker. Pro Tag! [2] [3]

In einer Welt, die von Fertigprodukten und Süßigkeiten überschwemmt wird, ist es mittlerweile quasi unmöglich abgepackte Lebensmittel zu finden, die nicht mindestens eine Art von Zucker enthalten. Ob nun zur Haltbarmachung, als Geschmacksverstärker oder beides. [4]

Viele dieser Zucker Zusatzstoffe bleiben einem als Konsument dabei nicht selten verborgen und erfordern schon ein geübtes Auge, um sie zu entlarven.[5]

So besteht die Gefahr eines erhöhten Zuckerkonsums also nicht nur primär durch zu viel Nascherei, sondern sekundär durch trojanische „Lebensmittel Pferde“. Produkte von denen Du es nie gedacht hättest, die aber trotzdem künstlich hinzugefügte Zuckerarten enthalten!

Das Gefährliche dabei ist, wie bereits erwähnt, dass die neuronalen Mechanismen die dabei in Gang gesetzt werden, zu einem ähnlichen Suchtpotenzial führen können wie bspw. bei Nikotin, Kokain oder Heroin. Nämlich indem das Belohnungszentrum stimuliert und Konsumenten abhängig gemacht werden. [6]

Damit eine Sucht entstehen kann braucht es aber auch ein „suchtanfälliges“ Gehirn. Was bedeutet, dass nicht jeder bei gelegentlichem Naschen sofort auch abhängig von Zucker wird. Die potentielle Gefahr besteht aber!

Bei einer Sucht besteht eine Diskrepanz zwischen Neurotransmittern im Gehirn. Insbesondere eine Imbalance zwischen Serotonin und Dopamin. So kann Suchtverhalten insbesondere dann entstehen, wenn der Serotoninspiegel zu niedrig und der Dopamin Spiegel gleichzeitig zu hoch ist oder aber auch wenn beide Neurotransmitter dem Körper nicht in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen!

Die süße Sucht sucht viele heim

Der Suchtfaktor, als Folge eines kontinuierlichen übermäßigem Zuckerkonsums ist dabei nicht das einzige Problem. Denn neben dem Entstehen einer psychischen Abhängigkeit hinterlässt die ganze Nascherei eine Vielzahl an weiteren negativen Nebenwirkungen!

Hier sind 10 sehr häufig auftretende Probleme eines krankhaften Zuckerkonsums:

  • Verursacht Übergewicht und Adipositas
  • Fördert Herzerkrankungen
  • Begünstigt die Entstehung von Diabetes Typ II
  • Begünstigt das Wachstum von Krebszellen
  • Potenzieller Auslöser von Depressionen
  • Potenzieller Auslöser von Hyperaktivität
  • Potenzieller Auslöser von Angstzuständen
  • Schwächt das Immunsystem
  • Zerstört die Darmflora
  • Potenzieller Auslöser von unreiner Haut (Akne)

Der Entzug vom Zucker

Zeige mir Fakten zur Zuckersucht wirst Du Dir womöglich denken. Zucker soll genau so süchtig machen wie Drogen? Gibt es dann nicht auch Entzugserscheinungen?

In der Tat wurde lange abgestritten, dass so etwas wie eine „Zuckersucht“ wirklich existiert. Mittlerweile gibt es aber wissenschaftliche Tierstudien, die ein Suchtpotenzial von Zucker zumindest an Ratten nachweisen konnten.

So ergibt eine Studie von Carlo Colantuoni von der Princeton University, dass „Testratten“ an heftigen Entzugserscheinungen zu leiden hatten, als man ihnen ihren so lieb gewonnenen Zucker verweigerte.[7]

Zu den Entzugserscheinungen zählten u.a.:

  • Zähneklappern
  • Zittern
  • Angstzustände
  • Pfotentremor (Muskelzucken)
  • Permanentes Kopfzucken

Als ihnen wieder Zucker gewährt wurde, fraßen sie davon mehr als je zuvor.

Weitere Beweise für Entzugserscheinungen von Zucker (ebenfalls in Tierversuchen mit Ratten getestet) wurden durch den sogenannten „erzwungenen Schwimmtest“ geliefert.

In diesem wurden Ratten in Wasser gesetzt, das so tief war, dass sie zum Schwimmen gezwungen waren. Die jenigen Ratten, die auf Entzug von Zucker waren wiesen dabei ein passives Verhalten auf, indem sie sich nur treiben ließen, während die „gesunden“ Ratten, die keinem Zuckerkonsum ausgesetzt waren, ihrem natürlichen Instinkt folgten und versuchten sich in Sicherheit zu bringen und an Land zu schwimmen. [8]

Natürlich kann man hier wieder den Einwand geltend machen, dass es sich „nur“ um Tierstudien handelt. Die Frage bleibt meiner Meinung nach aber, ob unser Gehirn sich denn wirklich so viel anders verhält, wenn es mit exzessivem Zuckerkonsum konfrontiert wird!

Auch wenn man von den Ergebnissen aus Tierstudien keine direkten Ursache-Wirkuns-Beziehungen beim Menschen ableiten kann, so liefern solche Untersuchungsergebnisse doch aber immerhin eine erste Einsicht in neurochemische Abläufe, im Bezug auf Zuckersucht und Symptome von Entzugserscheinungen.

Fazit

Exzessiver Zuckerkonsum schadet definitiv Deinem Hirn und Deinem gesamten Organismus.

Grundsätzlich vertrete ich die Auffassung von Paracelsus, der Gift über die Dosis definierte.

So verhält es sich meiner Meinung nach auch bei Zucker, doch hier besteht die große Gefahr in den versteckten Zuckern.

So konsumieren wir so oft eben unwissentlich Zucker, auch wenn es sich dabei nicht unbedingt um Süßigkeiten handelt! Am Ende kann dann das böse „Erwachen“ kommen, obwohl man doch „gar nicht so viel genascht hat“!

Vorsicht auch bei übermäßigem Fruchtkonsum. Denn der oftmals vermeintlich gesunde Fruchtzucker (Fruktose) hält nicht das, was man sich von der landläufigen Meinung oft verspricht!

Mehr darüber erfährst Du in den Artikeln Warum Fruktose nicht gut ist und Warum diese 3 Lebensmittel in Deinem Magen „explodieren“.

Welche fatalen Auswirkungen Zucker und allgemein eine falsche Ernährung insbesondere für Kinde rund Jugendliche hat, erfährst Du in meinem Buch „KLEINE FETTMONSTER“.

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 Literatur zum Thema:

 

[1]  Thews: Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen; 6.Auflage

[2] Dietary sugars intake and cardiovascular health: a scientific statement from the American Heart Association, Circulation. 2009 Sep 15;120(11):1011-20. doi: 10.1161/CIRCULATIONAHA.109.192627. Epub 2009 Aug 24, Zugriff v. 24.2.15 (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19704096)

[3] Sweet poison: why sugar is ruining our health, The Telegraph, Zugriff v. 24.2.15, (http://www.telegraph.co.uk/foodanddrink/healthyeating/9987825/Sweet-poison-why-sugar-is-ruining-our-health.html)

[4] Vgl. Added Sugar in the Diet, Harvard T.H. Chan. The Nutrition Source, Zugriff, v. 24.2.15. (http://www.hsph.harvard.edu/nutritionsource/carbohydrates/added-sugar-in-the-diet/)

[5]Vgl. The Amount of hidden sugarin your dietmight shock you, in Academic conversation, journalistic flair, Zugriff v. 24.2.15 (https://theconversation.com/the-amount-of-hidden-sugar-in-your-diet-might-shock-you-21867).

[6] Vgl. The Neurobiologie of Drug Addiction, 7: Summary: addictive drugs activate the reward system via increasing dopamine neurotransmission, in National institute of Drug Abuse, Zugriff v. 24.2.15, (http://www.drugabuse.gov/publications/teaching-packets/neurobiology-drug-addiction/section-iv-action-cocaine/7-summary-addictive-drugs-activate-reward).

[7] Vgl. Evidence that intermittent, excessive sugar intake causes endogenous opioid dependences, in Obes Res. 2002 Jun;10(6):478-88., Colantuoni C1, Rada P, McCarthy J, Patten C, Avena NM, Chadeayne A, Hoebel BG., Zugriff v. 24.2.15, (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12055324).

[8] Vgl. Neurosci Biobehav Rev. 2008;32(1):20-39. Epub 2007 May 18. Evidence for sugar addiction: behavioral and neurochemical effects of intermittent, excessive sugar intake. Avena NM1, Rada P, Hoebel BG, Zugriff v. 24.2. 15, (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17617461).

BUchtipp

KLEINE FETTMONSTER auf RADIO PLASSENBURG, 101,6 UKW !

Mein Buch im Buchtipp auf Radio Plassenburg 🙂

[calendar_date style=“1″ month=“Juli“ calendar_bar_color=“#ff0000″ day=“16″ full_date=“Mittwoch, 16. Juli“ time_1=“10:40 Uhr“ time_2=“17:40 Uhr“]

 

Hier geht’s zum Interview!

BUchtipp

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Artikel-zugeschnitten-Teil-1

Stößleins Anleitung zum Fettsein

[headline style=“3″ font_size=“30″ font_font=“Oswald“ font_style=“bold“ align=“center“]

Artikel aus der Bayerischen Rundschau vom 14.7.2014

[/headline]

Hier gibt’s den Artikel aus der Bayerischen Rundschau! Vielen Dank an das Team der Rundschau und die Autorin Uschi Prawitz!

 

Viel Spaß beim Lesen!

Artikel zugeschnitten Teil 1

RundschauTeil 2

 

Natürlich auch Online, auf  inFranken.de 

[hyperlink style=“1″ href=“https://www.infranken.de/regional/kulmbach/Kulmbach-ernaehrung-Kinder-Buch-Bernd-Stoesslein-liefert-Anleitung-zum-Fettsein;art312,755435″ align=“center“]Stößlein liefert „Anleitung zum Fettsein“[/hyperlink]

infranken.de

 Rezensionen:

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Hallo Bernd,

es war ein sehr unterhaltsamer und humorvoller Abend.

Ich fand deine Lesung aufrichtig, ehrlich, lustig und einfach gut.
Dein Buch habe ich natürlich gekauft, aber ganz fertig bin ich noch nicht.
Ab und zu, muss ich mich ja auch bewegen.

Ich esse nicht so gern Wurst und Fleisch, lieber Naturjoghurt mit Obst, Gemüse, Salate,

Käse und dunkle Brötchen.

Vielleicht hast du einen Vorschlag für ein anderes Frühstück?

Man merkt, dass das Buch mit guter Laune und Lebenslust geschrieben wurde.
Im Freibad beim Lesen bin ich öfters in Lachen ausgebrochen.
z.B. “ Auf der Schussfahrt ins Verderben braucht man nicht zu bremsen“

Ein super gelungenes, ansprechendes Buchcover.
Eben Kulmbacherisch – und die Farbe Blau passt immer.

Es war sehr unterhaltsam zwischen deinen Vater (hinter mir)und der netten Frau neben mir.
Ich hatte den richtigen Sitzplatz und viel Spaß dabei.

Irgendwie hatten wir alle den gleichen Humor.

Danke für den schönen Abend.

Viele Grüße

 

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