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Mikrostrom Anwendung Info – B-E-St von JeeCee Microcurrent Treatment

Mikrostrom/Microcurrent Anwendung ist eine bestimmte Methode, die sehr niedrige Stromstärken im Milliampere (=ein Millionstel eines Ampere) Bereich zu Hilfe nimmt, um mit dem körpereigenen Stromfluss auf Zellenebene den Körper bei seiner Funktionsweise zu unterstützen.

In diesem ersten Artikel erfährst du mehr über die Funktionsweise von Mikrostrom mit dem B-E-St® Mikrostromgerät von JeeCee® und auch darüber, welche positiven Auswirkungen dies auf deinen Organismus haben kann.

Ferner gibt es einen kleinen Exkurs in die Biologie, das Thema Wasser, Elektrolyte, Mitochondrien und mehr, um alles möglichst in einen größeren Gesamtzusammenhang einordnen zu können.

Mikrostrom – Polarität & die Spannung des Lebens 

Polarität (von grch. polos = Drehpunkt, Achse)[1] erzeugt die Spannung des Lebens, d.h. den „Puls“ unserer Existenz.

Spannung ist ein anderes Wort für Zusammenhalt. Was keine Spannung mehr hat, zerfällt“.[2]

Alles Leben in unserem Diesseits/Leben baut auf Polarität auf. Du kannst dir dies ganz einfach als eine Art Batterie vorstellen (siehe Bild).

Diese Batterie besitzt einen Plus- sowie einen Minuspol. Dabei sind die Begriffsdefinitionen „plus“ und „minus“ keineswegs wertend gemeint, sondern kennzeichnen nur einen Ort „relativer Fülle“ (= Pluspol) und einen Ort „relativer Leere“ (= Minuspol).

Beides sind augenscheinliche Gegensätze, die aber existieren müssen, damit ein Strom (= Lebensenergie) fließen kann! Es würde auch keiner auf die Idee kommen den Minuspol seiner Autobatterie auszubauen, weil er „negativ“ und damit „schlecht“ ist!

Batterie SPannung des Lebens

Dein Körper ist eine Batterie oder: Die laufende Wassersäule 

Das Bild einer Batterie lässt sich auch auf unseren physischen Körper übertragen. Dieser ist im Grunde eine laufende Batterie bzw. Wassersäule.

Genau wie eine Batterie besitzt auch unser Organismus eine elektrische Spannung, die dafür sorgt, dass wir leben. Denn ohne Stromfluss im Körper gäbe es keine Nervenaktivität und damit keine Hirnfunktion, keinen Herzschlag, keine Aktivität von Organen, Muskeln usw.

Damit der „Puls des Lebens“ und damit Strom fließen kann, benötigt also auch der Mensch einen Plus- und einen Minuspol. Natürlich ist dies eine einfach Darstellung, denn der Körper hat natürlich nicht am Kopf einen großen Plus- und an den Füßen einen großen Minuspol.

Vielmehr gibt es an der Hautoberfläche Bereiche, die eine positive Ladung besitzen und diejenigen, die eine negative Ladung besitzen. Zur einfacheren Darstellung und zum Verständis soll uns aber trotzdem das Bild einer Batterie dienen (siehe Darstellung).[3]

BAtterie

Körperwasser als Leiter – Elektrizität als Nahrung 

Damit ein Strom fließen kann, bedarf es aber eines Leiters. Wie du sicher weißt, besteht unser Organismus fast vollständig aus Wasser. Das Bild oben zeigt dir in einer einfachen Darstellung den unterschiedlichen Wassergehalt im Körper und seine Strukturen.

Der Wassergehalt in Prozent beträgt: 

  • Etwa 75% im Gesamtorganismus (bei Neugeborenen sogar bis 90)
  • ca. 85% im Blut
  • um 80% im Gehirn
  • Dreiviertel deiner Skelettmuskeln bestehen aus Wasser
  • Bis zu 99% aller Zellen bestehen aus Wasser

Dies alleine sollte schon ausreichen, um die Bedeutung von Wasser für die Aufrechterhaltung unserer Körperfunktionen zu veranschaulichen.

Mehr über das „richtige“ Wasser für einen gesunden Organismus erfährst du in meinen Artikeln:

Hexagonales Wasser – Die Urkraft aus Wasserstoff und Sauerstoff

Aquadea® Smarald® – Mehr Vitalität durch Cleveres Duschen?

Gou Gong® – Die TDP China Lampe, ein „Dreifachwunder“?

Earthing/Grounding – Wie Erden dich zurück zur Natur führen kann

Aquadea® Lifepower Duschen/Kristall Duschen – Mehr Vitalität für deinen Organismus

Doch Wasser alleine leitet nicht! Es sind die im Wasser gelösten Stoffe, die dafür sorgen, dass der Körperstrom fließen kann. Es sind die sogenannten Elektrolyte!

Mikrostrom und Elektrolyte 

Elektro/lyt  komm von (grch.) elektron (Bernstein), (lat.: electrum; -lyt = (grch.) lyein: lösen, losmachen, auflösen, vernichten.[4] Also ist ein Elektrolyt „das elektrisch Gelöste“.

Eine andere Bezeichnung für Elektrolyte ist Vitalstoffe (von lat. vivere = leben) und Mikronährstoffe. Demnach sind alle Elektrolyte Mikronährstoffe/Vitalstoffe. Aber nicht alle Mikronährstoffe/Vitalstoffe sind Elektrolyte! Denn Vitamine gehören z.B. auch zu den Mikronährstoffen, sind per Definition aber keine Elektrolyte!

Der Vollständigkeit und Abgrenzung halber seien noch kurz die Makronährstoffe erwähnt. Diese bilden die Gruppe aus: Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen (Proteine).

Elektrolyte spielen eine entscheidende Rolle für den Stromfluss im Körper, im Großen wie auch im Kleinen und damit auf zellularer Ebene!

Die in Körperflüssigkeite gelösten Elektrolyte befinden sich also außerhalb und innerhalb deiner Zellen, wo sie wichtige Aufgaben erfüllen, wie z.B. den Transport von Stoffen, Stoffwechselaufbau- und Abbauprozesse usw.

Stelle dir das Milieu außerhalb und innerhalb deiner Zelle wie eine Ansammlung vieler kleiner Plus- und Minuspole vor (siehe Bild).Energy of the cell

Die Zellmembran (hier engl. als „Plasma Membrane“ bezeichnet) trennt dabei das Äußere (=englisch „Outside“) der Zelle (= extrazellulärer Raum) von dem Inneren (= engl. „Inside“) deiner Zellen (= intrazellulärer Raum) oder auch Cytoplasma genannt).

Details für einen tieferen Einblick: Das Cytoplasma sind die Zellorganellen (exklusive dem Zellkern) und das Cytosol ist das „Zellwasser“. Dabei handelt es sich aber um keine wässrige Lösung, sondern eher um eine gelartige Struktur, vergleichbar mit der Konsistenz des Inneren eines Hühnereis.[5]

Man kann sich ganz einfach vorstellen, dass das Innere der Zellen mehr Minuspole hat (und damit insgesamt negativ geladen ist (ca. -70mV/ -80mV). Das Äußere der Zellen enthält hingegen mehr Pluspole und ist damit positiv geladen.

In der Fachsprache bezeichnet man geladenen Teilchen (Ionen). Elektronen sind negativ geladen und Protonen sind positiv geladen.

Vitalstoffe sind also positiv oder negativ geladene Teilchen (Ionen) verschiedener chemischer Elemente: z.B. Kochsalz/Haushaltssalz (= Natriumchlorid) aus dem positiv geladenen Natriumion (Na+) und dem negativ geladenen Chloridion (Cl).

Neben Natrium ist den meisten auch das Elektrolyt Kalium (K+; Pottasche) bekannt. Natrium und Kalium sind dann (neben weiteren Elektrolyten) z.B. an einem lebensnotwenigen, permanent ablaufenden Vorgang namens Natrium-Kalium Pumpe beteiligt. (siehe Bild)Na & KA Pumpe

Bei diesem Vorgang werden also z.B. Elektrolyte vom äußeren der Zelle ins Innere „hinein- und wieder herausgepumpt“, um wichtige Aufgaben zu erfüllen und die positiven (außen) und negativen (innen) Spannungsunterschiede aufrechtzuerhalten.

Ein weiteres Beispiel für die fast schon außerordentliche Bedeutung von Elektrolyten und dem Stromfluss in deinem Körper wäre z.B. der Transport von Informationen bzw. das Weiterleiten von Reizen durch Nervenzellen. Dank der Elektrolyte bzw. elektrischen Spannungen läuft dieser Vorgang auch elektrisch (und teilweise chemisch) ab.

Neuron

Details für einen tieferen Einblick:  Das grüne zwiebelartige Gebilde im oberen Bild zeigt eine Nervenzelle (hier: ein sogenanntes Neuron) mit den afferenten Nervenfasern (hier: Dendriten, von grch. dendros = Baum), die efferenten Nervenfaser (hier: Axon) umgeben und segmentweise abgeschnürte (durch Schnürringe) Myelinscheiden.

Afferenz (lat.) = hintragen, also das Hinleiten von (meist elektrischen) Impulsen hin zu einer verarbeitenden Struktur (hier Neuron). Efferenz (lat.) heraustragen = das Wegleiten von Informationen, hin zu anderen Strukturen wie z.B. bei Muskelaktivität. Der Körper erhält Informationen aus seiner Umwelt, die er mittels seiner Sensoren/Rezeptoren aufnimmt (z.B. dem Auge). Diese werden dann elektrochemisch über Nervenbahnen und mittels Neutrotransmittern zum Gehirn weitergeleitet, dort interpretiert und verarbeitet und dann mittels motorischer Nerven z.B. an die Skelettmuskulatur weitergeleitet wo ggf. eine Kontraktion erfolgt. [6]

Mikrostrom und Mitochondrien – die Elektrizitätskraftwerke deiner Zellen 

Bevor sich – bildlich gesehen – der Kreis schließt, ein Strom fließt und man den Gesamtzusammenhang von Wasser, Elektrolyten und Mikrostrom versteht, werfen wir noch einen etwas detaillierteren Blick auf das innere unserer Zellen.

Dieser kleine Exkurs in die Grundlagen der Biologie ist nötig, um anschließend die Vorteile der Mikrostrom-Behandlung besser einordnen zu können.

Wie bereits erwähnt, kann man den Aufbau unserer Zellen (Cyten/Zyten (grch) kytos = die Höhlung, Raum, etwas was etwas anderes in sich fasst, hier: Zelle)[7] in ein Äußeres (extrazellulärer Raum) und in ein Inneres (intrazellulärer Raum) trennen.

Die Trennung wird durch eine sich ständig in Bewegung befindende, halbdurchlässige (=semi/permeablen) Zellmembran ermöglicht.

Die Teilchen, die sich in der Zelle befinden (Zellorganellen), werden als sog. Cytoplasma/Zytoplasma (grch. kytos = Zelle und -plasma (grch) = Gebildetes, Geformtes Gebilde, Bildung, Figur, Bildwerk)[8] bezeichnet.

Im Zellinneren liegt auch der Zellkern (der sozusagen das „Gehirn“ der Zelle darstellt und unsere DNS/DNA enthält). Per Definition gehört er aber nicht zum Cytoplasma.

Die sich in der Zelle befindende „Lösung“ wird als Cytosol/Zytosol (grch. kytos = Zelle und -sol (lat) solvere = lösen, auflösen)[9] bezeichnet. Also ist das Cytosol: „Das in der Zelle Gelöste“. Diese Lösung ist aber – entgegen vorherrschender Meinung – nicht wässrig, sondern wohl eher gelartig! [10]

Neben vielen anderen – ebenfalls sehr wichtigen Zellorganellen – beschränken wir uns in diesem Artikel nur noch auf die Funktion der Mitochondrien (siehe orangefarbene Strukturen im Bild).

Mitochondrium:Zelle

Mito/chondrien (grch. mitos = der Faden und chondros = Korn, Knorpel, also „das Fadenkörperchen“)[11][12] sind sozusagen die „Elektrizitätskraftwerke“ unserer Zellen. Darüber hinaus findet hier die „Zellatmung“ statt. Die Anzahl an Mitochondrien kann je nach Zellart und Aufgabe variieren.

Eine Zelle ist – nach heutigem Stand – wohl die kleinste funktionierende Einheit im Körper. Damit Stoffwechselvorgänge auf Zellebe ablaufen können, bedarf es also auch einer Atmung der Zelle.

Einfach erklärt brauchen alle unsere lebenserhaltenden Vorgänge im Körper ausreichend Energie. Diese Energiefreisetzung wird letztlich von diesen Mitochondrien bzw. von Enzymen ermöglicht. Allen voran ist Adenosintriphosphat (ATP) zu nennen.

Dieses wird – ganze einfach erklärt – immer wieder (in Adenosindiphosphat, Phospaht und Energie) aufgespalten und wieder aufgebaut. An dieser Stelle soll das genügen, um die ungeheure Wichtigkeit von Mitochondrien und deren Einfluss auf alle Funktionen des Körpers darzustellen.

Die Quintessenz dieses gesamten – wenn auch sehr kurzen – Exkurses in die Biologie soll dir zeigen, dass für einen gesunden Organismus Strom fließen muss. Dieser Strom kann aber nur dann fließen, wenn der Körper mit ausreichend Mineralien ausgestattet ist.

Neben ausreichend Mineralien sollte auch das „richtige“ Wasser getrunken werden, damit die Plus- und Minuspole im Körper sich an den richtigen Stellen befinden. Nur so kann dann die Zelle gesunden und all Ihre Aufgaben auf natürliche Art und Weise nachkommen.

Was könnte B-E-St® Mikrostrom für dich alles tun 

B-E-ST, steht für „Bio-Energy-Stimulation“ und ist die Idee von Jacques Caluwé Senior. Dieses Konzept nutzt das B-E-St-Gerät, um Mikrostrom zu erzeugen.

Das Gerät (siehe Bilder) erzeugt einen Strom im Mikroampere (mA) Bereich (≤ 800 mA), der dem körpereigenen Stromfluss ähnelt und eine zellregulierende Wirkung besitzt.

Zur Einordnung:

Die Grundeinheit in der die Stärke von Strom gemessen wird, ist Ampere (A).[13] So hat der Ladungsstrom eines Handys z.B. 1A. Eine Milliampere ist ein Tausendstel eines Milliampere (mA).

Ein Mikroampere (10 hoch -6 A) ist also ein Millionstel eines Amperes! Also millionenfach weniger Spannung!

Selbst eine so geringe Spannung ist für den Körper von Nutzen, denn eine zu hohe Spannung wäre schädlich für den Organismus.

Eine sehr detaillierte Übersicht über den heilenden Einfluss von Körperstrom ist in dem Buch von Dr. med. Robert O. BeckerThe Body Electric“ zu finden. In diesem beschreibt Becker die Ergebnisse seiner jahrzehntelangen erfolgreichen Forschungs- und Anwendungsergebnisse mit diesem Mikrostrom.

Ausgangspunkt seiner Forschungen waren die regenerierenden Eigenschaften von Salamandern, die Becker intensiv erforschte. Die Ergebnisse dieser Forschung übertrug er mit Erfolg auf den Menschen.

Um es ganz einfach zu sagen, kombiniert das B-E-St Mikrostromgerät Jahrtausende alte Denkansätze aus Asien (Der Chi-Fluss = Elektrischer Fluss des Körpers) bzw. Fernost mit westlicher, moderner High-Tech. Es überträgt die Erkenntnise dieses Prozesses auf den menschlichen Organismus.

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Das Gerät und die Anwendungsmöglichkeiten basieren auf über 40 Jahren praktischer Anwendung und Erfahrungen von Jaques Caluwé Sr und Kollegen weltweit.

Das nachfolgende Bild zeigt dir eine beispielhafte Anwendung des B-E-St® Mikrostrom Gerätes mittels sogenannter Klebeelektroden. Diese werden einfach am Körper auf der Haut befestigt und halten von alleine.

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Die Mikrostrombehandlung penetriert zu keiner Zeit die Haut! Diese bleibt absolut heil, und es ist während der gesamten Dauer auch kein Stromfluss zu spüren, da der Stromfluss im Mikroampere-Bereich liegt!

Somit grenzt sich die Mikrostrombehandlung deutlich von anderen, mit einem viel stärkeren Strom arbeitenden Verfahren wie bspw. der Reizstromtherapie oder Elektrostimulationstraining (EMS-Training) ab!!!

Neben den Klebeelektroden kann optional oder zusätzlich auch mit manuellen Elektroden gearbeitet werden. Die oben beschriebene Eigenschaften gelten aber auch entsprechend bei den Handelektronen (siehe Bild).

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Noch einmal zur Hervorhebung: eine Behandlung mit dem B-E-St® Mikrostromgerät ist absolut schmerzfrei; es kommt zu keiner Betäubung von Nerven oder sonstigem Gewebe.

Der angewendete Strom kommt zwar von außerhalb des Körpers, dient diesem aber nur zu einer „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Stelle es dir so vor: jedes Organ, jede Struktur, jede Zelle besitzt ihre eigene Telefonnummer. Das B-E-St® Mikrostromgerät von JeeCee® ist dein „Körpertelefon“ mittels dessen du quasi jede Zelle direkt „anrufen“ kannst, um dort Optimierungen hervorzurufen und um die Zelle bei ihrer natürlichen Arbeit zu unterstützen.

Mikrostrom und das Nervensystem 

Um dir noch einmal zu veranschaulichen, welche Bedeutung das Nervensystem für deinen gesamten Organismus hat, findest du im folgenden eine Grafik mit einigen Beispielen für Organtätigkeiten.

Das Bild zeigt dir die Aufteilung in den Sympathikus (blau) und den Parasympathikus (rot).  Der Sympathikus aktiviert dein „Überlebenssystem“. Es wird dann z.B. entweder der bekannte „Fight or Flight“/Kampf- oder Fluchtreflex (=sympathikoton) oder der „Heil-Entspannungsreflex“ (=parasympathikoton) aktiviert bzw. innerviert.

Sympatikus:Parasympatikus

Beides sind auch wieder Polaritäten, also zunächst scheinbare Gegensätze, wie sie uns im Rahmen der Betrachtungsweise des Körperstroms immer wieder begegnen.

Heutzutage sind die allermeisten Menschen aber in einem konstanten sympathikotonen Zustand, d.h. sie leiden unter permanentem, ja oft unter einem chronischen Stresszustand.

Dies bedeutet, dass sie kontinuierlich auch Stresshormone wie Cortisol, Adrenalin oder Noradrenalin ausschütten, die den Körper im wahrsten Sinne des Wortes „Ausbrennen“.

Man fühlt sich schlapp, erschöpft, das Immunsystem arbeitet nicht richtig, und man wird schnell krank und ist weder körperlich noch geistig  voll leistungsfähig.

Auch hier bietet die Mikrostrombehandlung bspw. einen Ansatzpunkt, indem z.B. der Parasympathikus aktiviert werden kann, um dann eigenständig als „Entspanner“ des Körpers tätig zu werden und, um seinen Aufgaben besser nachzugehen. Dann kann etwa auch das Immunsystem optimiert werden, aufgenommene Nahrung besser verdaut werden usw.

Mikrostrom und Studien? 

Die Forschung rund um Strom und potentiellen Vorteilen auf den menschlichen Organismus ist dabei keine neue Sache! Aufzeichnungen zeigen Experimente, die sich bis ins 18. Jahrhundert oder sogar noch früher datieren lassen!

Die „moderne“ Forschung griff dieses Thema dann ebenfalls bereits um 1850 wieder auf, verschwand dann aber bis etwa Anfang des 20. Jahrhunderts wieder.

Ich selber kenne die Mikrostrombehandlung schon fast 30 Jahre lang, noch von meinem Großvater, Dr. med. Artur Wagner. Dieser nutzte damals ein Gerät zur Mikrostrom-Behandlung und das bereits seit 1956! (siehe Bild).

Gymnostat

Mitchel gewann im Jahr 1978 sogar einen Nobelpreis für seine Arbeit im Bereich der Mikrostromanwendung.

Im Jahr 1982 zeigte Cheng, dass bei einer Mikrostromstärke von weniger als 500 Mikroampere die ATP-Synthese der Zellen um 500-800 % anstieg, die Proteinbiosynthese um 70% erhöht wurde und der Membrantransport (siehe oben) sich um 40% verbesserte.

Die Nobelpreisgewinner Neher und Sackman beschrieben 1991 dann wie diese Art von Mikrostrom das „Verhalten“ von Körperzellen beinflusst.  In diesem Zusammenhang legten Boyer und Walker 1997 dar, wie Mikrostrom die ATP-Synthese beeinflusst.

Einige Vorteile des Mikrostroms auf einen Blick: 

  • Steigerung der ATP Synthese um 500-800 %
  • Proteinsynthese + 70%
  • Membrantransport + 40%
  • 40 Jahre Erfahrung
  • die richtige „Frequenz“ für jede behandelte Körperstruktur
  • schnellere Erholung/Regeneration  von Muskel-, Sehnen- und Bandstrukturen
  • schnellere Regeneration nach sportlicher Belastung
  • Reduzierung von entzündlichen (inflammatorischen) Prozessen im Körper
  • bessere Beweglichkeit/Mobilität
  • besserer Schlaf
  • schnellere Wundheilung, Zell- und Knochenregeneration
  • Stärkung des Immunsystems und der Lymphozyten
  • Stressreduktion und Vitalisierung
  • anwendbar für neurologische Indikationen wie Parkinson
  • Verbesserung bei Beschwerden wie z.B. Arthrose, Arthritis, Osteoporose
  • Und vieles mehr …J

Fazit/Conclusio 

Da ein einziger Blogartikel nicht ausreicht, um die positiven Eigenschaften des B-E-St® Mikrostroms darzustellen, sollen die vorliegenden Informationen zunächst als Aufklärung und als Impuls dienen, um einen ersten Eindruck in die Potenziale zu gewinnen.

Ich werde in zukünftigen Artikeln über meine Erfahrungen mit Mikrostrom weiter berichten und alle Ergebnisse mit euch teilen. Es bleibt also spannend!

Wer tiefer in die Materie Wasser, Strom und den elektrischen Organismus kennenlernen will, dem empfehle ich mein neues Seminar „Wasser und der Elektrische Körper“ (= vorläufiger Arbeitstitel, Stand 12.1.18), das 2018 im BSPT in Kulmbach stattfinden wird. (Bei Interesse Mail an: info@bernd-stoesslein.de)

Wenn du dich für eine Mikrostrombehandlung interessierst, dann nutze ebenfalls bitte die angegebene E-Mail, um mit mir einen Termin zu vereinbaren.

Fortsetzung folgt…


Literatur zum Thema:

[1] Vgl. Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, Bescher et al. 1991.

[2] Vgl. Mohr 2013.

[3] Vgl. Becker, 1998.

[4] Vgl. Vgl. Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, Bescher et al. 1991.

[5] Vgl. Pollack, Cells, Gels and the Engines of Life, 2001.

[6] Vgl. Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, Bescher et al. 1991.

[7] Vgl. ebda. , S. 118.

[8] Vgl. ebda., S. 170.

[9] Vgl. ebda., S. 204.

[10] Vgl. Pollack, Cels, Gels and the Engines of Life, 2001.

[11] Vgl. Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, Bescher et al. 1991, S. 137

[12] Vgl. ebda., S. 57.

[13] Vgl. Ernst Schmidt: Stand unserer Kenntnis der grundlegenden Einheiten und Konstanten der Physik und Technik. In: Naturwissenschaften. Band 34, Nr. 3, 1947, S. 93.

Anmerkung: Aus rechtlichen Gründen will/muss ich darauf hinweisen, dass auch dieser Blogartikel keine ärztliche Behandlung, Diagnose, Heilaussagen oder Handlungsempfehlung darstellt. Er gibt lediglich meine eigenen Erfahrungen/Ansichten wieder und dient ausdrücklich nur zu Informationszwecken! Bevor Sie sich für eine Mikrostrom Anwendung entscheiden, konsultieren Sie einen Arzt Ihres Vertrauens. 

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Hackenschmidt-Kniebeugen/Hack Squats Barbarian Line

Hackenschmidt-Kniebeugen/Hack Squats (auch „Hack Squats“ genannt), ist eine Übung für den Unterkörper, die eine hervorragende Alternative zu „klassischen“ Langhantel-Kniebeugen darstellt und weitere Vorteile gegenüber Beinpressen bietet, bei denen der Trainierende eine sitzende Position einnimmt. Diese Übung wird an einer gleichnamigen Maschine ausgeführt.

In diesem Artikel erfährst du, warum Hackenschmidt-Kniebeugen nicht nur als Alternative, sondern auch als Variante zu „klassischen“ Langhantel-Kniebeugen genutzt werden könnenDu erfährst auch wie man „Hack Squats“ an einer speziellen Hackenschmidt- Maschine oder Langhantel ausführt  und welche Geschichte hinter dieser Übung steckt.

Hackenschmidt-Kniebeugen Maschine von Barbarian Line 

Der vorliegende Artikel beschäftigt sich im Allgemeinen mit Hackenschmidt-Kniebeugen als Alternative zu „klassischen“ Langhantel-Kniebeugen/ „Olympischen Kniebeugen“ (auf  Englisch auch „back squats“ genannt).

Deshalb gehe ich an dieser Stelle auch auf eine gerätegestützte Variante ein, auch wenn vermutlich nicht jeder Zugang zu einer solchen Maschine hat.

Dieser Erfahrungsbericht basiert auf der im BSPT genutzten „Barbarian Beinpresse/Hackenschmidt“ Maschine. Erhältlich im MegaFitness-Shop.

Hackenschmidt 2

Startpunkt Hackenschmidt-Kniebeugen: Schlitten leicht nach oben-/zurückgedrückt, um die Arretierung zu lösen (Schienen rechts und links nach innen klappen), danach den Kopf am Polster ablegen.

Hackenschmidt Kniebeugen und der Vorteile des nicht Sitzens 

Eine der größten Vorteile der beschriebenen Maschine ist sicherlich die Position, in der man die Übung „Hack Squats“ (Hackenschmidt-Kniebeugen) ausführt und zwar in einer Schräglage – aber mit gestreckten Beinen!

Dies unterscheidet die Maschine schon einmal grundlegend von den meisten Beinpressen, bei denen man sich – winkelunspezifisch – in einer sitzenden Position befindet.

Sitzende Beinpressen sind natürlich nicht grundsätzlich etwas „Schlechtes“, aber wer ins Fitnessstudio geht, um z.B. an einer Optimierung seiner Körperhaltung zu arbeiten, der sollte – soweit möglich – Übungen im Sitzen reduzieren.

Zudem findet keine ventrale (bauchseitige) Kompression statt, z.B., weil der Bauch und die Oberschenkel nicht im Weg sind, wie es bei sitzenden Beinpressen oft der Fall sein kann.

Mehr darüber erfährst du in meinem Artikel: Warum du im Fitnessstudio nicht sitzen solltest.

Die Alternative zu „klassischen“ Kniebeugen 

Wenn jemand – aus welchen Gründen auch immer – „klassische“ Kniebeugen nicht mit einer korrekten Technik und über den vollen bzw. natürlichen Bewegungsumfang seiner Gelenke ausführen kann, für den sind Hackenschmidt-Kniebeugen eine Alternative.

Das Ausführen von Kniebeugen an dieser Maschine erlaubt dir ein bequemes/einfaches Be- und Entladen mit Trainingsgewichten, einen geführten Bewegungsablauf, weniger Belastung im Nackenbereich (aufgrund einer größeren Auflagefläche des Gewichts) und eine variable Fußposition.

Die hauptsächlich an der Ausführung der „klassischen“ Langhantel Kniebeuge beteiligten Muskeln werden ebenfalls in der Hackenschmidt-Maschinen-Version trainiert, jedoch entfallen einige „Hindernisse“ wie z.B. das Herausheben der Langhantel aus einem Hantelständer/Rack oder das für viele oftmals (noch) unangenehme Greifen einer Langhantel (Häufige Ursache ist hier mangelnde Flexibilität gerade im Schultergelenk) sowie die Komponente der Koordination.

Durch den geführten Bewegungsradius sinkt zudem das Verletzungsrisiko wohl auf ein Minimum. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, den „Gewichtsschlitten“ bequem einzuriegeln und zu entriegeln (siehe Video/Bilder).

Darüber hinaus existiert auch eine variabel einstellbare Sicherheitsablage, die den Schlitten quasi in einer beliebig wählbaren Position stoppen lässt, was für noch mehr Sicherheit sorgt.

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Maximale Sicherheit bei Hackenschmidt-Kniebeugen, durch einen „Safety Pin“, zusätzlich zu den Arretierungsschienen links und rechts.

Startposition Hackenschmidt-Kniebeugen (bereits nach Entriegelung des Schlitens), Kopf am Polster.

Endposition Hackenschmidt-Kniebeugen, kompletter Fuß am Boden bzw. auf der Platte (Fersen bleiben am Boden!).

Zudem kann auch bei den Hackenschmidt-Kniebeugen richtig tief „ass to the grass“ gebeugt werden. Somit stehen sie den „klassischen“ Langhantel-Beugen in Sachen Bewegungsradius schon mal in Nichts nach.

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Tiefe Beuge mit der Hackenschmidt Maschine über den vollen Bewegungsradius der beteiligten Gelenke, die Gummiunterlage ist optional.

Des Weiteren wird der Rücken automatisch gerade gehalten, weil sich dieser zusammen mit dem Kopf am Polster befindet.

Auch die Knie können vor/über die Fußspitzen geschoben werden. Dies ist abhängig von der Fußposition auf der Platter und dem eingestellten Winkel.

Die Hände können an den dafür vorgesehenen Griffen gegriffen werden oder – falls einem die Flexibilität dies (noch) nicht ermöglich – z.B. auch einfach nach vorne ausgestreckt werden.

Wer (noch) nicht tief beugen kann, der wird auch von Hackenschmidt Beugen profitieren, weil so ein feindosiertes Ablassen möglich ist, z.B. nach dem Prinzip des Kaizen, Schritt für Schritt, in konstante Progression.

Hackenschmidt-Langhantel Kniebeugen 

Wer sein eigenes (Home) Gym besitzt, dem empfehle ich in eine Hackenschmidt-Maschine von Barbarian Line zu investieren, da diese ebenfalls als 45° Beinpresse und zum Wadenheben genutzt werden kann. Diese bietet gleich drei Geräte in einem!

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Barbarian Line Hackenschmidt Maschine, umgebaut zur 45° Beinpresse, Lukas Gierlich, Bayernliga Junior Torwart der SpVgg Bayern Hof, im BSPT.

Wer keinen Zugang zu einer Hackenschmidt-Maschine hat, weil sein Fitnessstudio dieses Gerät einfach nicht besitzt, der hat dennoch die Möglichkeit auf eine alternative Übung mit der Langhantel auszuweichen.

Angeblich erhielt diese Übung Ihren Namen übrigens vom gleichnamigen Georg Hackenschmidt (1878-1968) alias „The Russian Lion“, einem Ringer und Gewichtheber, der wohl als Erster diese Übung ausführte.

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Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Georg_Hackenschmidt_ca._1905.jpg

It will, possibly, interest my readers to learn some details of my life and of the process of my physical development.“ (Hackenschmidt, The Way to Live)

Wer mehr über das interessante Leben Georg Hackenschmidts und damit auch über Krafttraining, Ernährung und „Lifestile“ von Krattrainingsatheleten aus einer längst vergangenen Ära erfahren möchte, dem empfehle ich sein Buch „The Way to Live“.

Hackenschmidt-Kniebeugen mit Langhantel – Ausführung 

Zur Ausführung empfehle ich eine Langhantel, eine Abglagemöglichkeit und einen Kniebeugenkeil.

  1. Platziere die Langhantel in einer geeigneten Ablage (z.B. Kniebeugenständer/Rack).
  2. Stelle dich vor die Stange, sodass diese hinter dir liegt und sich direkt unterhalb deines Gesäßes befindet.
  3. Gehe etwas in die Hocke und greife die Langhantel in einem Obergriff (Handaußenseiten zeigen weg von der Hantel), die ganze Hand umschließt die Stange.
  4. Gehe einen Schritt zurück, bis deine Fersen auf dem Kniebeugenkeil stehen. Der Oberkörper ist gerade,,dein Blick nach vorne gerichtet und und, Brust raus.
  5. Gehe, so tief wie es ohne Beschwerden (schon) möglich ist in die Hocke. In der tiefsten Position befindet sich die Langhantelmitte unter dem Gesäß (in einer gedachten Linie die sich vom Kopf durch den ganzen Körper bis runter durch das Gesäß zieht).
  6. Drücke dich wieder kontrolliert nach oben in die Ausgangsposition, wiederhole anschließend deine angestrebte Anzahl an Wiederholungen.
  7. Halte den Oberkörper während der gesamten Übungsausführung senkrecht.

Auch bei der Langhantel-Version der Hackenschmidt-Beugen gilt: Qualität vor Quantität! Korrekte Technik ist auch hier das Ziel. Abfälschen, etwa durch nach vorne Lehnen bringt dir keine Vorteile, erhöht die Verletzungsgefahr und trägt nur zum Einprägen eines falschen Bewegungsmusters bei!

Fazit

Die Hackenschmidt-Kniebeuge (ausgeführt an einer Maschine) ist für all diejenigen eine hervorragende Möglichkeit, die gerne „klassische“ Langhantel-Kniebeugen absolvieren möchten, es aber entweder (noch) nicht können, oder für all  diejenigen, die nach einer Alternative suchen, um mehr Variation und damit auch Progression in ihr Beintraining zu bringen.

Des Weiteren besitzt diese Maschine den gewichtigen Vorteil, dass man bei der Ausführung nicht sitzt, sondern quasi steht bzw. eine Schräglage einnehmen muss.

In einer Zeit, in der wir alle wohl zweifellos viel zu viel und viel zu falsch sitzen, sollte beim Ausführen von Krafttrainingsübungen Wert darauf gelegt werden, diese so oft wie möglich auch im Stehen auszuführen.

Zum Thema „richtiges Sitzen“ auf der Toilette empfehle ich dir meinen Artikel:

Donner im Darm, wie du richtig kackst!,  der durchaus einen ernsten Hintergrund hat.

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Fat Gripz – Dicke Griffe und eccentric hooks/weight releasers!

Fat Gripz sind – wie der Name schon sagt – „fette“ Griffe. Natürlich handelt es sich hierbei nicht um ein fetttriefendes Schmalzbrot, das dir die Hände einfettet, sondern um Griffe aus einem Gummimaterial.

Fat Gripz dienen dazu, den Durchmesser von Hanteln oder Griffen zu vergrößern, um so deine Griffkraft zu stärken, die oftmals das schwächste „Glied“ der „(Muskel)Kette“ ist.

Neben den gleichnamigen Griffpaaren stellt die Firma „Fat Gripz“ übrigens auch die, m.M.n. besten sogenannten „eccentric hooks“ bzw. „weight releasers“ her.

Erfahre, wie du beide Trainingstools sinnvoll in dein eigenes Training einbauen kannst, um auch sogenannte „Überlebensfasern“ zu aktivieren.

Fat Gripz oder –  Was ist eigentlich Griffkraft? 

Eine Kette ist bekanntlich nur so stark, wie ihr schwächstes Glied. Genau dieses berühmt berüchtigte schwächste Glied ist deine Griffkraft.

Es geht also die Fähigkeit, einen Gegenstand so fest und lange zusammendrücken zu können, ohne dass sich deine Finger öffnen und dir der Gegenstand/das Gewicht aus den Händen gleitet.

Die Griffkraft ist der Punkt an dem deine Oberkörperkraft auf die zu bewegende Last/das Gewicht übertragen wird. Im Krafttraining ist das in der Regel eine Hantel oder ein anderes Gewicht, das bewegt werden soll/muss.

Wenn du keine starke Griffkraft hast, bedeutet das, dass deine Griffkraft schwach ist. Und wenn du schwach bist, dann sind deine Gelenke instabil(er). Instabile(re). Gelenke können dann beispielsweise zu einem höheren Verletzungsrisiko führen.

Außerdem lässt dich ein schwacher Händedruck nicht gerade souverän erscheinen, denn wer schüttelt schon gerne einem „feuchten Handtuch“ die Hand…

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Fat Gripz – Die Vorteile eines dickeren Griffes 

Wenn es um Muskelfaserrekrutierung geht, dann heißt das: Wie viele der Muskelfasern können von deinem Gehirn angesteuert bzw. hier von den beteiligten Unterarmmuskeln „benutzt“ werden, Dann entscheidet die Dicke/der Durchmesser des Griffes bzw. der Hantel darüber, wie viele Muskelfasern rekrutiert werden.

Je dicker der Griff, desto schwieriger ist es, ihn zu umgreifen.

Wenn du also stärker werden willst, dann solltest du neben deinem absoluten Gewicht auf der Hantel (und anderen wichtigen Trainingsvariablen, wie z.B. Tempo, Pause, Zeit unter Spannung usw.) also auch den Durchmesser variieren.

Mehr darüber, warum konstante Verbesserung bzw. „Kaizen“ wichtig ist, erfährst du in diesem Artikel.

Auf diese Weise gestaltest du dein Training abwechslungsreich und sorgst dafür, Plateaus zu verhindern bzw. zu überwinden.

Durch den Einsatz von Fat Gripz sollten nicht nur deine Unterarmmuskeln stärker werden, sondern auch deine Leistungen bei anderen elementaren Übungen wie z.B. beim Bankdrücken, Kreuzheben oder bei Klimmzügen verbessern.

Anmerkung: Ich empfehle den Einsatz von Fat Gripz – der Sinnhaftigkeit halber – grundsätzlich nur bei Übungen des Oberkörpers, also z.B. Bankdrücken, Klimmzügen, Bizeps-, Trizeps- und/oder Überkopfdrückübungen. Ich empfehle ihn nicht bei Kniebeugen oder Kreuzheben, da die Dicke des Griffs die Leistung z.B. beim Kreuzheben signifikant reduzieren kann.

Trainierst du aber deine Griffkraft mit Fat Gripz in den Oberkörperübungen und steigerst dadurch deine Griffkraft, wird sich dies dann positiv auf z.B. deine Leistung im Kreuzheben (insbesondere ohne Zugschlaufen ohne Fat Gripz) bemerkbar steigern.

Denn dann ist dein Griff stärker, und du kannst auch ohne Unterstützungen (Zugschlaufen) mehr Gewicht heben,und das ohne dass dir die Hände aufgehen.

Weitere Vorteile, die den Einsatz von Fat Gripz sinnvoll machen, sind z.B. Sportarten in denen viel gegriffen werden muss. Hierzu zählen viele Kampfsportarten (z.B. Judo, Ringen), aber z.B. auch Leichtathletik oder auch so etwas Exotisches wie der Schwertkampf sowie auch die Arbeit beim Militär und/oder der Polizei.

Kurzum: Immer wenn dir ein starker Griff Vorteile bringt, sollte er möglichst nicht versagen! Stärke also deine Griffkraft durch entsprechendes Training!

Fat Gripz – Wie du den Durchmesser von Griffen ganz einfach vergrößerst 

In den meisten Fitnessstudios sind die Griffe/Hanteln etwa 29/30mm dick. Dies ist das ist die Standardbreite beispielswiese bei Langhanteln oder konventionelle Kurzhanteln.

Fat Gripz hingegen gibt es in zwei unterschiedlichen Varianten: blaue, mit einem Durchmesser von Ø 5,7cm und die größeren roten (Fat Gripz Extreme), mit einem Durchmesser von (Ø 7cm).

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Beide Fat Gripz Varianten können ganz einfach so gut wie an jede Langhantel, Kurzhantel und/oder Griffe von Maschinen angebracht werden.

Somit stellen sie eine günstige und portable Alternative für all diejenigen dar, deren Studio nicht über ausreichend Equipment wie verschieden dicke Stangen verfügt.

Mehr Beispiele für Einsatzbereiche findest du in meinen Artikeln:

Fat Gripz – Eccentric Hooks/Weight Releasers 

Obwohl Fat Gripz mittlerweile in der „Fitness-Szene“ recht bekannt sind, wissen wohl die wenigsten, dass dieses Unternehmen neben seinen gleichnamigen Griffpaaren auch noch die besten mir bekannten sogenannten „eccentric hooks“ bzw. „weight releasers“ baut. (siehe Bilder)


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Eine weitere Meinung zu besagten Trainings-„tools“ kannst du dir in diesem Video mit Mark Bell und Charles R. Poliquin ansehen (ab etwa Minute 17).

Exzentrisches Training bedeutet, dass vermehrt die „negative“ Phase einer Übungsausführung in den Fokus rückt.

Um mehr Kraft und Muskeldickenwachstum (Hypertrophie = Querschnitt des Muskels wächst) zu stimulieren, kann die Zeit (TUT = „time under tension“; Englisch für: Zeit unter Spannung) verlängert werden.

Mehr Details zu diesen Trainingsparametern bzw. Fachausdrücken erfährst du in meinem Artikel: Gym-Deutsch; Deutsch-Gym: Was bedeutet was im Fitnessstudio? Teil II 

Eccentric hooks bzw. „weight releasers“ können benutzt werden, um sogenannte „Überlebensfasern“ zu trainieren, d.h. es werden auch diejenigen (Muskel)Fasern trainiert, die dein Körper nur in absoluten Extremsituationen (meist nur, wenn es um Leben oder Tot geht) aktivieren würde.

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Darstellung am Beispiel der Kniebeuge:

Beim Kniebeugen werden die „hooks“ links und rechts an die Langhantel gehängt. Gehen wir davon aus, dein Maximalgewicht (= 1 R.M. = „repetition maximum“) läge bei 100kg bei einer kompletten „sauberen“ Wiederholung, einmal komplett runter und wieder komplett hoch.

Mit „weight releasern“ bzw. „eccentric hooks“ ist es nun möglich, die „negative“ (exzentrische) Phase der Kniebeuge – also das Herablassen des Gewichtes – zu überladen. So kannst du also statt 100kg die negative Phase mit bspw. 120kg oder mehr absolvieren (und dies dank der „hooks“ an denen die Zusatzgewichte angebracht werden).

In der untersten Position der Kniebeuge haben die „hooks“ dann Bodenkontakt, klappen eigenständig von der Stange weg, und du kannst die „Positive“ (= Aufwärtsbewegung) der Kniebeuge mit 100kg absolvieren. (siehe Bilder/Video)

In der „negativen“ Phase der Übung hättest du also – bei diesem Beispiel – satte 20% mehr Gewicht bewegt als bei deinem derzeitiges Maximum (= 1 R.M.) und zwar ohne Angst haben zu müssen, du würdest die Langhanteln nicht mehr hochbringen und sie würde dich unten zerquetschen. Du konntest aber trotzdem die Fasern „ansteuern“, die nur in solchen „Überleben oder Tod-Situationen“ zur Hilfe gezogen werden würden.  

 Die beschriebenen „eccentric hooks“ von Fat Gripz werden allerdings nur in Kanada auf Wunsch gefertigt und sind nur dort erhältlich.

Natürlich ist uns im BSPT-Studio in Kulmbach kein Weg zu weit, um unseren Kunden die allerbesten „tools“ zur Verfügung zu stellen. Deshalb haben wir uns seit kurzem ein Paar dieser fantastischen „Werkzeuge“ zugelegt.

Wenn du eccentric hooks als Investition z.B. für dein eigenes Homegym siehst und diese bestellen möchtest, dann kannst du dies hier tun: http://www.fatgripz.ca/gear/pr_hooks.php  Mit freundlicher Empfehlung von Bernd Stößlein.

Eine kurze Demonstration am Beispiel des Langhantel Flachbankdrückens (unter Verwendung meiner BAMBOO BENCH® und eines ATX® Monolifts) sieht du im folgenden Video:

Fazit – Kraft ist niemals eine Schwäche

Vom allgemeinen Einsatz im Alltag bis hin zum speziellen Gebrauch im Profisport ist oftmals ein starker Griff über Sieg oder Niederlage entscheidend,.

Leider werden die Unterarme – wenn überhaupt – nur sehr stiefmütterlich trainiert. Ab und an sieht man mal jemanden ein paar Unterarmcurls machen, und das war es dann aber auch schon.

Da du die Muskeln deiner Unterarme nicht nur im Training, sondern eben auch im Alltag ständig gebrauchst, vertragen diese auch generell ein eher hohes Trainingsvolumen bzw. eine höhere Trainingsfrequenz als andere Körperpartien. Dies kann jedoch von Mensch zu Mensch variieren.

Fat Gripz sind eine sinnvolle und kostengünstige Investition in deine „Trainingswerkzeuge“. Denn wenn du nur einen Hammer hast, sieht nun mal alles aus wie ein Nagel!

Eccentric Hooks bzw. „weight releasers“ sind ebenfalls ein wertvolles Investment, um dich vor allem physisch stärker und auch muskulöser werden zu lassen.

Weight Releasers Fat Gripz

Allerdings sind diese eher fortgeschrittenen Trainierenden zu empfehlen, die bereits über ein ausreichendes „Trainingsalter“ verfügen und schon viele andere Trainingsvariationen erfolgreich in ihr Training integriert haben.

Somit reihen sich „weight releasers“ zusammen mit z.B. Isometronics (Anschlagskontraktionen) in die Reihe der sehr effizienten aber auch sehr weit fortgeschrittenen Trainingsmethoden ein.

Neben Den Fat Gripz gibt es übrigens auch sogenannte Globe Gripz. Wie du diese sinnvoll z.B. bei einem sogenannten „Tennis-oder Golferellenbogen“ einsetzen kannst erfährst du hier.

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Integriere Bänder mit hängenden Gewichten in dein Training!

Nutze Bänder mit Zusatzgewichten, die du hängend an Hantelstangen befestigst, um dein Training zu variieren und zu intensivieren: mehr Muskelfaserrekrutierung, sinnvolles Propriozeptionstraining (Gleichgewichtstraining), besseres „Drehmoment“, mehr Kraft und mehr Muskelmasse.

Herabhängende Bänder mit Zusatzgewichten machen, was der Name schon vermuten lässt, es werden Gewichtsscheiben eben nicht auf herkömmliche Art und Weise auf die Hantelaufnamen gesteckt, sondern mittels Widerstandsbändern an den Hantelstangen befestigt und hängen dann daran herab.

Mit dieser Technik, kannst du den Massenschwerpunkt des zu bewegenden Gewichts optimieren, indem du es näher an die jeweilige Drehachse (Gelenk) bringst, um so ein besseres „Drehmoment“ zu gewährleisten.

Erfahre in diesem Artikel, wie du die Technik herabhängender Bänder sinnvoll und ganz einfach in dein eigenes Training integrieren kannst.

Bänder mit hängenden Gewichten 

In der heutigen Fitness-Welt ist das Kontinuum an Übungen mittlerweile unüberschaubar geworden. Aufgrund der Reizüberflutung der dargebotenen Inhalte, Trainingsmethoden, Geräten und Fitnessprogrammen, fällt es wohl auch zunehmend schwerer, die „Spreu vom Weizen zu trennen“.

Dies trifft besonders auf solch inflationär gebrauchten Schlagworten wie „funktional“ und/oder „Stabilitätstraining“ zu.

Nun, vieles hat wohl seine Existenzberechtigung und der mündige Mensch sollte in der Lage sein, für sich selber herauszufinden, ob und was ihn besser macht. Im Folgenden stelle ich dir einer m.M.n. sinnvolle Variation des Krafttrainings vor:  das Training mit herabhängenden Bändern.

Dieses stellt übrigens auch eine Form des „Stabilitätstrainings“ dar, da – wie du gleich sehen wirst – die koordinative Komponente (Gleichgewichtstraining) recht hoch ist.

Der Masseschwerpunkt – Dreh und Angelpunkt im Krafttraining 

Durch das Anbringen von Bändern an einer Lang- oder Kurzhantel kann man zunächst den Masseschwerpunkt der zu bewegenden Last (des Gewichtes) zugunsten eines verbesserten Drehmomentes beeinflussen.

Normalerweise befindest sich dieser (Masseschwerpunkt) auf der gleichen Ebene wie die Langhantel. Das ergibt Sinn, da Langhanteln in der Regel die Scheibenaufnahme links und rechts in einer Linie mit dem Griffbereich haben.

Somit befindet sich der Masseschwerpunkt meist relativ weit weg von der jeweiligen Drehachse (= an der Bewegung hauptsächlich beteiligtes Gelenk). Dies sorgt für ein ungünstiges Drehmoment, weil sich das Gewicht eben weit weg von der „Achse“ befindet und sehr viel Kraft aufgewendet werden muss (auch aufgrund des ungünstigen Hebelweges).

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Abbildung 1: Herkömmliches Drehmoment beim Hanteltraining (am Beispiel Bizepscurls). Quelle: Eigene Darstellung.

In dem obigen Bild siehst du klassisches Langhantel Bizeps Training als Beispiel für herkömmliche Hanteln und deren Masseschwerpunkt. Es zeigt deutlich, dass sich die zu bewegende Last (hier 1kg Gewicht) sehr weit von der Drehachse (Ellenbogengelenk) entfernt ist.

Dies ist zu jeder Zeit der Bewegung der Fall, ob am Startpunkt oder relativ weit gegen Ende der Bewegung (wenn der Unterarm den Bizeps berührt).

Wählst du nun bei dieser Übung eine Variante, bei der du die Gewichte nicht an den herkömmlichen Scheibenaufnahmen befestigst, sondern an herabhängenden Bändern passiert folgendes:

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Abbildung 2: Drehmoment beim Hanteltraining unter Verwendung hängender Gewichte und Widerstandsbändern. Die zu Bewegende Last wird mittels der Bänder an der Handelstage befestigt woraus sich eine andere Kraftkurve und ein optimiertes Drehmoment ergibt. Quelle: Eigene Darstellung.

Du veränderst damit das Drehmoment der Übung, indem du den Masseschwerpunkt (hier grünes 1kg Gewicht) näher in die Richtung der Drehachse (Ellenbogengelenk) verschiebst.

Die Kraftkurve 

Bleiben wir beim oben genannten Beispiel des Biszepscurls. Das, was du durch den Einsatz von herabhängenden Bändern auch noch beeinflusst bzw. änderst, ist nicht nur die Verlagerung des Masseschwerpunktes, sondern auch die damit verbundene sogenannte „Kraftkurve“.

Während sich nämlich bei der „herkömmlichen“ Gewichtverteilung eine vergleichsweise steile Kurve ergibt (siehe Bild), flacht die Kraftkurve beim Training mit herabhängenden Bändern im oberen Drittel (Annäherung Gewicht zur Drehachse) deutlich ab (vergleiche Bild).

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Abbildung 3: Darstellung der Kraftkurve herkömmlicher Hanteln. Quelle: eigene Darstellung.

Somit muss im oberen Drittel der Bewegung deutlich weniger Kraft aufgewendet werden, um die Last (Gewicht) zu bewegen, was die Übung – aus biomechanischer Sicht – optimiert. Somit wird Belastung vom Hauptgelenk (hier Ellenbogengelenk) genommen, und die Übung kann auch bei bereits lädierten (schmerzhaften/vorgeschädigten) Gelenken ausgeführt werden.

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Abbildung 4: der vergleichsweise flache(re) Kraftkurven Verlauf, mit optimiertem Drehmoment. Quelle: Eigene Darstellung.

Weitere Vorteile des Trainings mit herabhängenden Bändern 

Aus meiner Sicht ist ein weiterer Vorteil des beschriebenen Trainings die viel größere Instabilitätskomponente. Dadurch, dass die Gewichte (Masseschwerpunkt) unten an den herabhängenden Bändern viel stärker oszillieren (schwingen), wird es sehr viel schieriger, das zu bewegende Gewicht zu kontrollieren.

Dadurch muss sich ein komplett neuer Bewegungsablauf neuronal (im Gehirn) eingeprägt werden als derjenige, der bereits mit einer bestimmten Übung verknüpft bzw. abgespeichert wurde. Es muss also im Prinzip eine „neue“ Übung erlernt werden.

Zum anderen muss der größeren Instabilität durch ein Ausgleichen entgegengewirkt werden. Somit ergibt sich ein sinnvolles Stabilitätstraining, auch für tiefliegende Muskelfasern, die du auf diese Art und Weise zu rekrutieren (vom Gehirn anzusteuern) lernst.

Aufgrund dessen eignet sich das Training mit herabhängenden Bändern z.B. auch sehr gut in Rehabilitationsphasen, z.B. beim Bankdrücken oder Überkopfdrücken nach Schulter OPs.

Aus meiner Sicht handelt es sich hierbei übrigens um „sinnvolles“ Stabilitätstraining, da man z.B. beim Überkopfdrücken mit den Füßen auf einem festen Untergrund steht und die zu bewegende Last (Hantel) sich instabil verhält, nicht umgekehrt!

Einfache Ausführung 

Um von den Vorteilen des Trainings mit herabhängenden Bändern zu profitieren, sind im Grunde nichts weiter als ein paar hochwertige Bänder nötig. Solche „Widerstandsbänder“ bekommst du für einen hervorragenden Preis und in ausgezeichneter Qualität von ATX®, hier.

Befestige einfach das zu bewegende Gewicht an entsprechend starke Bänder an einer Hantel und fädele die Kettlebells oder Gewichtsscheiben durch das Gummiband. Sichere am besten alles mit Klammern oder anderen Feststellringen. Fertig, voila!

Wenn du die Möglichkeit hast, dann kannst du das Training mit herabhängenden Bändern natürlich durch den Einsatz spezieller Hantelstangen (wie z.B. einer „Earthquake Bar“®) noch weiter intensivieren.

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Abbildung 5: Earthquake Bar® mit Widerstandsbändern und Gewichten von ATX®. Set-Up zum Bankdrücken unter Verwendung herabhängender Bänder.

Wann ist diese Trainingsvariation sinnvoll? 

Das Training mit herabhängenden Bändern ist aus zahlreichen Gründen sinnvoll. Zum einen ist es wohl eine der am gelenkschonensten Art und Weisen des Langhanteltrainings und zum anderen integriert es unglaublich viele Muskelfasern (aufgrund der extremen Instabilität), was den Effizienzgrad des Trainings unglaublich erhöht!

Des Weiteren ist es ein „klasse Werkzeug“ in Preha- oder Rehabilitationsphasen, z.B. nach Schulteroperationen!

Desweiteren ist es natürlich einfach auch eine Abwechslung zum „normalen“ Bewegen von Gewichten und somit eine Variate für neue Reize und konstante Progression (Fortschritt) beim Training. Warum konstanter Fortschritt wichtig ist erfährst du hier.

Fazit- Leicht ist relativ 

Aufgrund der Tatsache, dass sich Hanteln durch den Einsatz herabhängender Bänder extrem instabil verhalten, wird auch ein „leichtes“ Training schnell mal „schwer“, aber wohl extrem „funktional“, um mal den heutzutage selten überhaupt irgendwie definierten und meist einfach nur als Schlagwort in den Raum geworfenen Begriff „funktional“ zu gebrauchen.

In diesem Zusammenhang verstehe ich unter „funktional“ die Möglichkeit, durch eine Übungsvariante (Einsatz herabhängender Bänder) möglichst viele Muskelfasern zu rekrutieren, was den Effizienzgrad einer Übung enorm erhöht und einen Transfereffekt zu vergleichbaren Bewegungsmustern im Alltag ermöglicht.

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Abbildung 6: Set-Up zum Kniebeugen unter Verwendung einer Rhino Flex Bar® und eines Monolifts & Gewichten von ATX®.

Da sich jeder Widerstandsbänder schon für kleines Geld zulegen kann und diese auch problemlos mit in jedes Fitnessstudio nehmen kann, bietet dir das Training mit herabhängenden Bändern auch eine kostengünstige und äußerst umfangreiche Möglichkeit sofort Varianten ins eigene Training zu bringen.

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Mit dem weltweit erfolgreichsten Strength Coach, Charles R. Poliquin (alias Strength Sensei) in Prag.

Metabolic Analytics – Jetzt Teil des Coaching-Programms

Das Coaching-Programm ist mein 12-wöchiges professionelles Coaching Programm, um dich körperlich & geistig schnellstmöglich zu verbessern. Als zertifizierter „Metabolic Analytics Practitioner“ ermittle ich mittels 14-Punkte Hautfaltenanalyse, warum du an welchen Stellen mehr Körperfett ansammelst als an anderen.

Mittels Metabolic Analytics (MA) lässt sich dann ein Überblick über Parameter – wie z.B. Insulinsensitivität/Insulinresistenz, Stress, Schlafqualität, Entgiftungsfunktion, Entzündungen uvm. – ermitteln und daraus lassen sich individuelle Ratschläge ableiten,  um schnellstmögliche Resultate zu erzielen.

Das Coaching-Programm kann mit und ohne Krafttraining gebucht werden. Erfahre warum es sich von Diäten und 0815 Programmen deutlich unterscheidet …

Metabolic Analytics meets Coaching-Programm 

Metabolic Analytics (MA) wurde von dem weltweit erfolgreichsten Strength Coach Charles R. Poliquin, alias „Strength Sensei“ entwickelt.

Als bayernweit einziger zertifizierter MA Anwender habe ich dieses System nun im mein 12-wöchiges Coaching-Programm integriert, um dir die besten Resultate im Bereich Körperzusammensetzung bieten zu können.

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An welchen Stellen du Körperfett speicherst, diktiert dein sogenanntes hormonelles Profil. Das bedeutet, dass es einen Grund gibt, wieso du an bestimmten Stellen mehr und an anderen weniger Körperfett speicherst.

Im Rahmen des Coaching-Programms wird mittels einer 14-Punkte Hautfaltenanalyse ermittelt, an welchen Stellen du wieviel Körperfett gespeichert hast, um dann die oberste Priorität (=dickste Hautfalte im Vergleich zu den anderen Falten) zu ermitteln.

Metabolic Analytics – Die 14 Punkte Hautfaltenanalyse 

Herzstück des Coaching-Programms ist die 14-Punkte Hautfaltenmessung mittels professionellem „Harpenden Skinfold Caliper“.

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Durch das Messen bestimmter Hautfaltenpunkte ist es dann möglich, Korrelationen über den Ist-Zustand deines Hormonsystems zu ziehen und zu ermitteln, was dich davon abhält bzw. abgehalten hat Fortschritte zu machen.

Nach der Messung wissen wir, wie es in deinem Hormonsystem aussieht und können daraus präzise Handlungsempfehlungen ableiten. Du erhältst ein Protokoll mit einfach verständlichen Anweisungen, z.B. hinsichtlich einer Ernährungsoptimierung (wann solltest du was essen und was besser nicht?) und welche Nahrungsergänzungsmittel du wie einnehmen solltest.

Ein Nahrungsergänzungsmittel pro wöchentlichem Treffen ist im Coaching-Programm inbegriffen. Du profitierst von unseren eigenen hochwertigen Produkten im Braunglas, „Made in Germany“.  Einen Überblick über unsere Supplemente findest du im SHOP.

Warum Metabolic Analytics? 

 Inwiefern profitierst du von Metabolic Analytics? Einige Beispiele:

  1. Metabolic Analytics spart dir wertvolle Zeit.
  2. Es basiert individuell auf deinem Hormonsystem.
  3. Es ist professionell, strukturiert und einfach.
  4. Es ist eine einfache (nicht invasive Methode), um Entzündungslevel im Körper zu messen.
  5. Es zeigt, wie gut dich deine Hormone regenerieren lassen.
  6. Es ermittelt schnell und einfach den Hauptgrund für die Fettansammlung in deinem Körper.
  7. Es zeigt deine Entgiftungsleistung.

Was sagen deine Hautfalten über dich aus? 

Exakte Aussagen! Durch das Messen deiner Hautfalten mit dem Metabolic Analytics System kann ich dir z.B. sagen, wie gut deine genetische Toleranz für den Verzehr von Kohlenhydraten ist.

Es lässt sich dann beurteilen, ob du nun jemand bist, der grundsätzlich gut Kohlenhydrate verträgt, oder ob dein Stoffwechsel besser funktionier, wenn du hochwertige Fette und Proteine konsumierst.

Des Weiteren ist es möglich, festzustellen wie gut oder schlecht dein Körper Testosteron in Östrogen umwandelt, also wie „männlich“ oder „weiblich“ du bist. Warum das Messen von Testosteron (auch für Frauen) wichtig ist, erfährst du in diesem ARTIKEL.

Was ebenfalls ermittelt werden kann, ist die Entgiftungsfunktion deines Organismus; d.h. es kann festgestellt werden, wie gut du in der Lage bist, aufgenommene Umweltgifte, wie z.B. Schwermetalle (Aluminium, Quecksilber etc.), Xeno- und Phytoöstrogene (künstliche Östrogene), Weichmacher (z.B. BPA aus Plastik), Fluoride etc. aus dem Körper zu schleusen.

Mehr über Fluorid und die Zirkeldrüse erfährst du in diesem ARTIKEL.

Mehr über Entgiftung des Lymphsystems erfährst du in diesem ARTIKEL.

Die Stressreduktion ist heute zu einem ein immer wichtigeren Faktor, da viele Menschen unter chronischem Stress leiden, der dazu führt, dass sie insbesondere in der Bauch- und Hüftbereich Körperfett ansammeln.

Dies geschieht durch die permanente und übermäßige Ausschüttung von Stresshormonen, wie z.B. Adrenalin und Cortisol.

Da diese Hautfalten ebenfalls berücksichtig werden, ist es mittels Metabolic Analytics demnach auch möglich, herauszufinden, ob und wieviel Stress du hast und wie du diesen auf einfache Weise reduzieren kannst.

Insgesamt werden also 14 Hautfalten gemessen, die Auskunft über deinen Lebensstil und dessen Auswirkungen auf deinen Körper geben.

Nach der Messung wird dann dein individuelles Korrekturprotokoll ermittelt.

Metabolic Analytics mit und ohne Training 

Das Coaching Programm kann in zwei verschiedenen Varianten gebucht werden. Einmal nur mit Metabolic Analytics Messung und optional mit Trainingsplanung.

Beide Varianten laufen über deinen Zeitraum von 12 Wochen, mit einem Eingangs-Check (60min) und Re-Checks (ca. 30Min).

Die Trainingsplanung wird dann an deine individuellen Ziele angepasst und maßgeschneidert auf dich abgestimmt. Es spielt dabei keine Rolle, ob du Freizeitsportler bist oder ein sportspezifisches Training als (Profi)Athlet betreibst.

Metabolic Analytics und Personal-Training 

Metabolic Analytics ist im Rahmen  gebuchter Personal-Trainingseinheiten (PT) inbegriffen.

Bei vier gebuchten PT-Stunden erhältst du eine MA-Messung sowie aufgrund der Messung basierende Nahrungsergänzungsmittel Empfehlungen und (optional) auch jeweils eine „Kinetic Chain Enhancement“ (KCE) Anwendung.

Alles über KCE und wie es dich SOFORT flexibler, schmerzfreier und beweglicher machen kann, erfährst du HIER.

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Fazit 

Wenn du auf der Suche nach ernsthaftem, intelligenten, strukturiertem und professionellem Coaching (mit oder ohne Training) bist und nicht nur einen „Entertainer“ suchst, dann bist du beim Coaching-Programm und Metabolic Analytics genau richtig.

Verschwende keine Zeit mehr mit „Herumprobieren“ und sinnlosen ineffizienten Diäten.

Lass dich messen, um einen Überblick über dien Hormonsystem zu bekommen und was dich bis Dato davon abgehalten hat, (weitere) Fortschritte zu machen.

Warum konstanter Fortschritt wichtig ist, erfährst du in meinem Artikel über das japanische Prinzip des „KAIZEN “.

Buche jetzt dein Coaching-Programm unter:

info@bernd-stoesslein.de  oder +0049 (0) 162/4136321!


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Kinetic Chain Enhancement – sofort mehr Mobilität und Kraft

Kinetic Chain Enhancement (KCE) ist eine Kombination verschiedener Techniken, die eine sofortige Verbesserung der sog. „Kinetischen Ketten“ im Körper bewirken. So ist es möglich – je nach Ausgangszustand – bereits nach der ersten Anwendung eine umgehende Optimierung von Kraft, Schnelligkeit, Flexibilität und allgemeinem Wohlbefinden zu erzielen.

Kinetic Chain Enhancement beinhaltet verschiedene Techniken, darunter unter anderem die seit Jahrtausenden angewandte Behandlungsweise des aus der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) stammenden „Gua Sha“, verschiedene Akupressurtechniken oder z.B. auch eine Art der Aurikulotherapie (Ohrakkupressur) und vieles mehr.

Erfahre alles über die einzigartige Technik die – in dieser Art und Weise – von dem international bekannten Strength Coach Charles R. Poliquin (alias „Strength Sensei“) konzipiert wurde und von mir im BSPT-Studio Bayernweit einzigartig als zertifizierter „KCE-Practioner“ angewandt wird.

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Kinetic Chain Enhancement und Gua Sha 

Eine grundlegende Technik der KCE Behandlung ist das sogenannte „Gua Sha“. Dies bedeutete ursprünglich „nach Cholera schaben“.

Diese Übersetzung ist etwas irreführend, da in Wirklichkeit nichts abgeschabt wird, sondern lediglich mittels eines „Schabers“ aus Büffelhorn an der Hauptoberfläche mit etwas Druck und unter Verwendung von Kokosöl entlanggefahren wird (siehe Bild).

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Gua Sha ist eine seit Jahrtausenden im Großraum Asien praktizierte, manuelle Behandlungsmethode, bei der keine Verletzung oder Perforation der Haut entsteht!

Während „Gua“ auch mit pressen oder streichen übersetzt werden kann, ist „Sha“ der Ausdruck für den auf der behandelnden Stelle entstehenden Blutandrang im Oberflächengewebe (Siehe Foto).

Blut kann sich dabei insbesondere in den Regionen stauen, in zu behandelnden Verklebungen/Verhärtungen und oder in Narbengewebe in Muskulatur, Sehnen, Faszien und/oder Bändern vorhanden sind, die z.B. durch einseitige Belastungshaltungen/Fehlhaltungen oder regelmäßigem Sport herrühren.

Was sagt deine Haut über dich aus? 

Während der Anwendung von Gua Sha im Rahmen einer KCE Behandlung treten meist rötliche Flächen bzw. kleine rote Punkte, sog. „Petechien“ auf. Gleichzeitig nehmen in der Regel die vorhandenen Schmerzen in diesen behandelten Beriechen merklich ab, und die kleinen roten Pünktchen verblassen zu einer Art rötlichen Mischfarbe.[1]

Dieses Auftreten von Rötungen wird ebenfalls als „Sha“ bezeichnet. Nach einer Behandlung bleiben die Effekte des Gua Sha etwa sechs bis acht Stunden erhalten, und die Rötungen verblassen meist nach drei Tagen vollständig.

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Die Farbe und die Geschwindigkeit des Verblassens liefern meist nützliche Informationen über den Zustand des zu Behandelnden. Eine Erleichterung von Beschwerden bleibt auch nach dem Abklingen der Rötungen noch eine Zeit lang bestehen.[2]

Hier zeigt sich – aus meiner Sicht – der deutliche Unterschied z.B. zu einer Massage, deren entspannender Effekt mit dem Beenden der Massage sofort aufhört.

Die gesundheitlichen Vorteile von Gua Sha

Die Gesundheitlichen Vorteile des Gua Sha sind mannigfaltig. So kann es z.B. Spasmen in der Muskulatur lösen, Schmerzen lindern, die Durchblutung im behandelten Bereich und sogar in den darunterliegenden Organen optimieren.

Positive Wirkungen in der traditionellen Anwendung von Gua Sha lassen sich z.B. umgehend bei Husten und Keuchen beobachten. [3]

Des Weiteren konnten Studien zeigen, dass Gua Sha eine bis zu vierfache Steigerung der sogenannten „Mikrozirkulation“ im Oberflächengewebe verursacht.[4]

Darüber hinaus kann es Entzündungen hemmen und die Immunabwehr verbessern.[5]

Durch die Behandlung mit Gua Sha fühlst du dich sofort flexibler, mobiler und kannst eine deutliche Steigerung von Kraft und/oder Schnelligkeit erfahren (ja nach Behandlungs- bzw. Trainingsziel).

Zudem ahmt Gua Sha das Schwitzen nach, deswegen wird es in der TCM auch angewandt, um bspw. Spannungen und Ängste zu mildern. Dabei „kühlt“ es einen Patienten, wenn dieser sich zu warm fühlt und umgekehrt.

Wer sich für das Thema Gua Sha interessiert, dem empfehle ich das Buch „Gua Sha“ von Arya Nielsen: Eine Traditionelle Technik für die heutige Praxis.

Was kannst du von einer einzelnen KCE-Behandlung erwarten?

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Die Ergebnisse sind sofort sichtbar, sowohl in Bezug auf einer Kraftsteigerung also auch deinem Bewegungsradius.

Je nach Ausgangsproblematik lassen sich manchmal schon beachtliche Resultate innerhalb von wenigen Sekunden realisieren.


Die optimale Anwendung ist währen einer Trainings-Session, z.B. im Rahmen einer Personal-Training Stunde. Infos und Buchungen gibt’s unter: info@bernd-stoesslein.de


Durch die verschiedenen Techniken, die während den einzelnen Sätzen ausgeführt werden, kannst du als Kunde die Verbesserung bei deiner Ausführung sofort von Satz zu Satz sehen. Du wirst den Unterschied umgehend wahrnehmen!


KCE-Behandlungen können aber auch separat vom Personal-Training gebucht werden!


Einen Eindruck einer KCE Behandlung von Charles R. Poliquin an Mark Bell findest du in diesem Video.

Mögliche Verbesserungen auf einen Blick:

  • mehr Flexibilität
  • mehr Kraft/Schnelligkeit
  • mehr range of motion (größerer Bewegungsradius)
  • mehr Mobilität
  • weniger Schmerzen
  • weniger Verklebungen/Verhärtungen
  • Beseitigung von Ablagerungen/Narbengewebe im Weichteilgewebe (Bänder, Sehnen, Muskeln)
  • mehr Muskelfaserrekrutierung
  • Haltungsverbesserung
  • Verletzungsprävention
  • bessere/schnellere Rehabilitation oder Prävention nach/vor (Sport)Verletzungen
  • vieles mehr
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Feedback eines Kunden, während eines Personal-Trainings, inklusive Kinetic Chain Enhancement Behandlung zwischen den Sätzen bzw. Übungen.

Kinetic Chain Enhancement, Akupressur und das Qi 

Was ist Akupressur? Akupressur ist eng mit Akupunktur verwandt, unterscheidet sich aber dahingehend, dass bei der erstgenannten keine Nadeln zum Einsatz kommen und somit – wie bei Gua Sha auch – keine „Perforation“ (Einstechen) der Haut stattfindet.

Bei der Akupressur nutz der Anwender seine Finger, um mittels Druck an bestimmten Körperpunkten eine positive Reaktion am Körper zu erzielen.

In der TCM geht man davon aus, dass der menschliche Körper von einer Lebensenergie namens Qi (sprich: „tschie“) durchströmt wird, die in unterschiedlichen Leitbahnen durch den Körper verläuft.

Schmerzen oder Blockaden, die auftreten können, sind dieser Annahme nach eine Blockierung deines Qi-Flusses und können durch einen qualifizierten Anwender durch das Drücken bestimmter Akupressur Punkte gelöst bzw. verbessert werden.

Kinetic Chain Enhancement, Akupressur und Aurikulotherapie 

Aurikulotherapie ist eine Akupressur-Technik im Rahmen des KCE, bei der bestimmte Punkte auf der Haut der Ohrmuschel gedrückt werden, z.B. zur Behandlung von Schmerzen oder auch bei Flexibilitätsproblemen des Körpers.

Auf der Ohrmuschel, die man sich wie ein kleines, auf dem Kopf stehendes Baby vorstellen kann (siehe Bild), existieren folglich, wie im restlichen Körper auch bestimmte Akupressur-Punkte, die einen Einfluss auf deinen Qi-Fluss haben.

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Durch das Drücken auf diese Punkte auf eine bestimmte Weise und Dauer lassen sich somit z.B. umgehend Verbesserungen der „Range of Motion“ (des Bewegungsradius), der Schulter oder etwa dem Sprunggelenk erzielen.

Kinetic Chain Enhancement und Muskelspindeln 

Je nach Bedarf bzw. Ausgangszustand eines Klienten kann es auch erforderlich sein, im Rahmen des KCE neben Gua Sha und Akupressur noch weitere Techniken einzusetzen, um optimale Resultate in minimaler Zeit zu erreichen.

Dies kann z.B. durch die Bearbeitung der Skelettmuskulatur bzw. der darin verborgenen Muskelspindeln erfolgen

Muskelspindeln sind „Sinnesorgane“ in deinen Muskeln, die den Dehnungszustand der Skelettmuskulatur „messen“ und an dein Gehirn weiterleiten. Sie gehören zur Gruppe der sogenannten Propriozeptoren, also Sensoren, die dir einen Eindruck über deine Körperlage im Raum geben (auch z.B. mit geschlossenen Augen).

Deine Muskelspindeln bewahren also deine Muskeln vor einer Überdehnung. Bei einer plötzlichen Dehnung des Muskels lösen diese Spindeln den bekannten „Dehnungsreflex“ aus, wodurch sich der Muskel wieder zusammenzieht, um ein Überdehnen bzw. ein Reißen zu vermeiden.

Beispiel:

Du kennst du dieses Phänomen sicherlich vom Arztbesuch. Dieser kann nämlich z.B. deinen Kniesehnenreflex (an der Patella Sehne) mit einem kleinen Hämmerchen überprüfen. Dazu schlägt er mit einem kleinen Gummihämmerchen (siehe Bild) auf die Kniesehnen direkt unterhalb deiner Kniescheibe, wodurch dein Oberschenkelmuskel (M. Quadriceps femoris) kurzzeitig gedehnt wird.

Eine Kontraktion (Zusammenziehen) dieses Oberschenkelmuskels erfolgt aber erst, wenn der Schlag auf die Sehne bereits vorbei ist. Durch den Schlag schnellt dein Unterschenkel dann etwas nach vorne.

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KCE und ein Reset der Nervensysteme

Die Muskelspindeln sind Teil deines sogenannten peripheren Nervensystems (PNS) und können deinen Bewegungsradius durchaus einschränken. Dies geschieht – wie oben beschrieben – aber lediglich aus einer Schutzfunktion heraus.

Mehr zum peripheren und zentralen Nervensystem (ZNS) erfährst du hier.

Wenn du z.B. immer die selben Bewegungsmuster hast (etwa Sitzen), werden deine Gelenke nur über gewisse Amplituden (Bewegungsradien) bewegt. Alles, was sich über dieses Maß hinausbewegt, wird vom Gehirn dann als potenzielle Gefahr betrachtet, bei der die beteiligte Skelettmuskulatur einen Schaden (Überdehnen/Reißen) nehmen könnte.

In Folge dessen wird dann ein Hemmechanismus eingeleitet, der die Muskulatur schützen soll.

Durch KCE kann dieser Mechanismus auf ein normales Maß „zurückgesetzt“ werden, indem man – durch Drücken bestimmter Punkte in den Muskeln – dem Gehirn quasi mitteilt, dass es keine Angst mehr vor einer Überdehnung haben muss und kein Dehnungsreflex mehr ausgelöst wird.

Fazit 

KCE ist eine Technik, die ganz klar voll auf Effizienz ausgerichtet ist.

Es geht insbesondere darum, Kunden umgehend sichtbare Verbesserungen zu ermöglichen, die – m.M.n. – konventionellem Dehnen/Stretching, Foam-Rolling bzw. Mobilitätstraining (nicht zuletzt im Hinblick auf den Zeit-/Nutzenfaktor) deutlich überlegen sind.

Sind herkömmliches Dehnen, Stretching oder andere Mobilisationstechniken, Massagen, etc. deswegen schlecht oder überflüssig?

Aus meiner Sicht ganz klar, nein! Aber wenn es darum geht, vor bzw. während eines Trainings oder gar eines Wettkampfes einen Kunden/Athleten SOFORT eine Leistungsoptimierung (mehr Kraft, Schnelligkeit, Sprungkraft etc.) zu ermöglichen, ist KCE einfach eine herausragende und überlegene Technik.

KCE breitet dich auch optimal auf „klassisches“ Dehnen bzw. jegliche andere Technik, die zur Flexibilitäts- und Mobilitätsverbesserung dient vor. Denn während du oft wochen- oder monatelang mit klassischem Dehnen verbringst, um dir einen größeren Bewegungsradius zu verschaffen, kann KCE mit einer bzw. weniger Sitzungen bereits signifikante Verbesserungen erzielen.

Noch mehr über KCE erfährst du in diesem Artikel, hier.

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Literatur zum Thema: 

Braun, M., Schwickert, M., Nielsen, A., et al., 2011. Effectivness of Traditional Chinese „Gua Sha“ Therapy in Patients with Chronic Nech Pain; A Randomized Controlled Trial. Pein Med 12 (3), 362-369.

Chan, S.; Yuen, J., Gohel, M., et al., 2011. Guasha-induced hepatoprotection in chronuc active hepatits B: A case study. Clin Chim Acta 412 (17-18), 1686-1688.

Nielsen, A., 2012. Gua Sha. A Traditional Technique for Modern Practice, second ed. Elsevier, Edinburgh. Dt.: 2013, Gua Sha. Eine traditionelle Technik für die heutige Praxis. Verlag Systemische Medizin, Bad Kötzing.

Nielsen, A., Knoblauch, N.T.M., Dobos, G.J., et al., 2007. The Effect of Gua Sha Treatment on the Microcirculation of Surface Tissue: A Pilot Study in Healthy Subjects. Explore (NY) 3 (5), 456-466.

[1] Vgl. Education and Information Board, Beth Israel Medical Center, New York.

[2] Vgl. Nielsen 2012, S. 249.

[3] Vgl. Nielsen 2012, Gua Sha Informationsblatt.

[4] Vgl. Nielsen et al. 2007.

[5] Vgl. Braun et al. 2011, Chan et al. 2011.

Isometronics:Anschlagskontrtaktionen

Isometronics – Anschlagskontraktionen für mehr Kraft und Muskelmasse?

Isometronics – Zum ersten Mal wurde ich auf Isometronics durch Charles R. Poliquin aufmerksam, der diese Trainingsmethode wiederum von deren „Erfinder“, Powerlifter Anthony Ditillo, übernahm.[1]

In diesem Artikel zeige ich dir die Theorie hinter Isometronics , damit du selber entscheiden kannst, ob du diese Trainingsmethode sinnvoll in dein Training integrieren möchtest, um dir eventuell weitere/schnellere Fortschritte zu ermöglichen.

Isometronics und isometrische Kontraktionen 

Isometronics sind eine Kombination aus kurzen dynamischen Kontraktionen, gepaart mit isometrischen Kontraktionen.

Um den Sinn hinter Isomemtronics besser begreifen zu können, machen wir einen kleinen Exkurs bzw. eine kurze Wiederholung in Sachen Kontraktionsformen, um dieses gundlegende Wissen aufzufrischen. Mehr dazu erfährst du hier.

Isometrische Kontraktionen

Bei sogenannten isometrischen Kontraktionen bewegen sich weder der Ursprung noch der Ansatz der beteiligten Muskulatur; es ändert sich nur die Spannung im Muskel.

Das Substantiv Kon-trak-tion bedeutet übersetzt zunächst: mit- ziehen/mit-Zugkraft (von lat. con = mit und trahere = ziehen). Unter Muskelkontraktion ist – je nach Literatur – zunächst der Begriff einer aktiven Muskelverkürzung definiert.[2]

Eine solche Form der Kontraktion (isometrisch) entsteht in der Skelettmuskulatur, dann bei sogenannten „Haltefunktionen“. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn du dich mit gestreckten Armen gegen eine Wand lehnst und dagegen drückst.

Dabei verrichtest du – per Definition – dann bspw. in den Armen isometrische Kontraktionen, da die Arme gestreckt bleiben, sich aber (indem du gegen die Wand drückst) die Muskelspannung steigert.

Der Begriff isometrische Kontraktion kann aber in sofern etwas irreführend sein, da in diesem Fall kein Zusammenziehen des Muskels stattfindet, sondern dieser längenmäßig gleichbleibt und sich eben nur um dessen Spannungszustand ändert.

Merksatz: Bei isometrischen Kontraktionen bleibt die Muskellänge konstant, während sich der Spannungszustand verändert (steigert).

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Dynamische Kontraktionen 

Dynamische Muskelkontraktionen sind – wie der Name schon vermuten lässt – das Gegenteil von statischer (isometrischer) Muskelarbeit/Kontraktion, also nicht „haltend“, sondern „bewegt“.

Es bewegen sich demnach der Ansatz und der Ursprung eines Muskels (konzentrisch; von lat. „con“ = mit, und „centrum“ = Mittelpunkt) aufeinander zu.

Ein Beispiel wären einarmige Bizepscurls.

Du startest mit gestrecktem Arm und bewegst das Gewicht/die Hantel dann (je nach Ausführung) nach oben bis der Arm gebeugt ist. Dabei bewegen sich dann z.B. der Ursprung (Tuberculum supraglenoidale des Schulterblattes) des langen Kopfes des M. biceps brachii und dessen Ansatz (Tuberositas radii und Bizepsaponeurose) aufeinander zu.

Keine Angst, die Fachbegriffe sind nicht nötig, um den Sachverhalt zu begreifen, sondern sind nur der Vollständigkeit halber aufgeführt.

Isotonisch vs. auxotonisch

Dynamische Kontraktionen können „isoton“ oder auch „auxoton“ verlaufen.

Isoton (von griechisch für isos = gleich, und tonos = Spannen/Spannung) bedeutet, dass die Spannung des Muskels bei einer dynamischen Muskelarbeit konstant bleibt, während sich eben die Länge ändert (z.B. beim Bizepscurl, bei dem sich Ansatz und Ursprung zusammen und wieder auseinanderbewegen).

Auxoton ist das Gegenteil von isoton. Denn meist läuft eine Bewegung (zumindest im Alltag) nie vollständig isotonisch (also mit gleicher Spannung), sondern sie läuft eben mit einer wechselnden Spannung (auxotonisch) ab.

Isometronics, die Anschlagskontraktion

Anschlagskontraktionen (Isometronics) kombinieren also mehrere Kontraktionsformen miteinander bzw. hintereinander.

Erklärung am Beispiel des liegenden freien Langhantel Bankdrückens:

Die freie bewegliche Langhantel wird erst angehoben/hochgedrückt und anschließend arretiert – indem sie gegen ein Paar „safety pins“ gedrückt wird -, so dass sich die Muskelkraft nur noch isometrisch erhöhen lässt (siehe Bilder).

Es findet also eine relativ kurze dynamische Kontraktion der beteiligten Muskulatur mit anschließender Anschlagskontraktion statt.

Die dynamische Muskelarbeit kann dabei theoretisch sowohl isotonisch – als auch auxotonisch – ablaufen, d.h. mit konstanter oder eben nicht konstanter Spannung.

Isometronics ins Training integrieren 

Isometronics bzw. Anschlagskontraktionen eigenen sich hervorragend, um dein Kraftniveau und/oder deine Muskelmasse auf ein neues Niveau zu heben.

Des Weiteren dienen sie auch dazu, sogenannte „sticking points“ – also „Stolpersteine“- in den Bewegungsabläufen zu beseitigen bzw. zu verbessern.

Sticking Points sind die Punkte, in denen du noch Probleme in Teilbereichen deines Bewegungsablaufs hast, z.B. beim Bankdrücken, Kreuzheben, Kniebeugen usw.

Durch Anschlagskontraktionen kannst du diese Teilbereiche gezielt in den Fokus nehmen und bearbeiten, um für konstante Progression zu sorgen.

Wie du für konstante Progression sorgst und was das japanische Prinzip des „Kaizen“ damit zu tun hat, kannst du hier nachlesen.

Anschlagskontraktionen – Schritt für Schritt

Wenn du bereits weißt, in welchen Teilbereichen du noch Schwierigkeiten in einem Bewegungsablauf hast, dann kannst du die Anschlagskontraktionen auch gleich gezielt in diesem Bereich anwenden.

Andernfalls kannst du – laut Charles R. Poliquin – eine Übung auch in drei Teilbereiche zerlegen, in denen du dann Isometronics/Anschlagskontraktionen anwendest.

In diesem Fall unterteilst du den Bewegungsablauf einer Übung – z.B. sitzendes Nackendrücken – in einen oberen, mittleren und unteren Teilbereich und beginnst immer mit dem schwächsten Drittel.[3]

Ein Wiederholungs- und Satzschema – unabhängig von der jeweiligen Übung – würde demnach z.B. so aussehen:

Teilbereich Sätze Wiederholungen

Dynamisch/isometrisch

Tempo

z.B.

Pause in Sek
Unteres Drittel 3 5+ 8 Sekunden haltend 2010 180
Mittleres Drittel 3 5+ 8 Sekunden haltend 2010 180
Oberes Drittel 3 5+ 8 Sekunden haltend 2010 180
Kompletter Bewegungsradius 1 5 (nur dynamisch) 4010

 

Isometrionics und weitere Vorteile

Ein weiterer Vorteil von Isometrionics bzw. Anschlagskontraktionen ist die „ungünstige“ Startposition.

Denn gestartet wird eine Übung in diesem Fall immer aus unteren Position (einem sogenannten „Dead Stop“) heraus, mit der Langhantel liegend auf den Sicherheitsablagen des Power-Racks (siehe Video).

Vorteil dieser „ungünstigen“ Starposition ist es, dass keine sogenannte „fasziale Energie“ zu Hilfe genommen werden kann und das Gewicht einzig und alleine aus Muskelkraft bewegt werden muss.

Dies liegt daran, dass  – sehr vereinfacht erklärt – sich auch Spannung in den Faszien befindet,  mit deren Hilfe ein Gewicht zusätzlich bewegt werden kann.

Durch den Start aus der unteren Position eines Bewegungsablaufes aus wird diese „Hilfe“ eliminiert und nur die Kraft der Skelettmuskulatur zum Bewegen eines Gewichts verwendet.

Ditillo schreibt zu Isometronics:

Because of its severity of nature, that maximum fatigue theory will stimulate 10-20% more nerve fiber and muscle fiber stimulation. This will increase our muscle size and strength. He could use it during off-seasonal competition periods or during a bulking up period in his development. (Ditillo, 1982, S. 17)

zu deutsch etwa:

Aufgrund der Schwere ihrer Natur wird die maximale Ermüdungstheorie (Isometronics) 10-20% mehr Nervenfasern und Muskelfasern stimulieren. Dies wird unsere Muskelmasse und Kraft steigern. Man kann diese Technik während einer off-seaseon (Spielfreie Zeit), Wettkampfzeiten oder einer „bulking-up“ (Massephase) einsetzen. 

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Fazit 

Isometronics/Anschlagskontraktionen sind – meiner Meinung nach – in erster Linie eine Technik zur Kraftsteigerung mit Fokus auf intramuskulärer Koordination. Aufgrund dessen wird hierbei dein zentrales Nervensystem (ZNS) viel stärker beansprucht als dein Peripheres Nervensystem (PNS = Skelettmuskulatur).

Ein Muskelkater wird also wohl nicht so stark ausfallen, die Belastung für dein ZNS aber um so stärker.

Anschlagskontraktionen sind keine Technik, die jeder Trainingsanfänger gleich in sein Repertoire aufnehmen muss, sondern eher ein „Werkzeug“, um erfahrene Athleten/Trainierende neunen Wachstumsreizen auszusetzen.

Jedem der noch mehr über diese Technik erfahren will, dem empfehle ich das Buch von Anthony Ditillo mit dem Titel: „The Development of Physical Strength“.

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Literatur zum Thema:

[1] Vgl. http://www.strengthsensei.com/die-verwendung-von-isometronics-um-ein-plateau-in-kraft-und-muskelaufbau-zu-uberwinden/

[2] Vgl. Benninghoff/Drenckhahn (Hrsg.): Anatomie, Band 1: Makroskopische Anatomie, Histologie, Embryologie, Zellbiologie; München, Jena (Urban & Fischer) 2003 (16. Auflage), S. 149.

[3] Vgl. http://www.strengthsensei.com/die-verwendung-von-isometronics-um-ein-plateau-in-kraft-und-muskelaufbau-zu-uberwinden/

Titelbild: BSPT-Athlet Lukas Gierlich, Juniortorwart von der SpVgg Bayern Hof.

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Kinetic Chain Enhancement – 7 Dinge die ich gelernt habe

Vom 7.2.17 bis einschließlich 12.2.17 habe ich an dem Lehrgang „Kinetic Chain Enhancement“ von Strength Sensei Charles Poliquin im Wolfgate Gym in Prag teilgenommen.

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Im Bild: Strength Sensei Charles R. Poliquin (links), Powerlifting Legende Ed Coen (Mitte), Powerlifter „Ludus Magnus“ Matt Wenning (rechts) und meine Wenigkeit :).

Es waren sechs sehr lehrreiche Tage, die ich erfolgreich als „Certified Kinetic Chain Enhancement Practitioner“ abschließen konnte. Erfahre in diesem Artikel sieben Dinge, die ich dort lernen konnte und von denen auch du ebenfalls profitieren kannst.

1. Fertige handschriftliche Notizen an und eigne dir ein „growth mindset“ an

Charles ist ein großer Befürworter von handschriftlichen Notizen. Er ist der Meinung, dass man sich dadurch Informationen viel besser merken kann als durch bloßes Eintippen in einen Laptop, ein Tablet etc.

Dabei lautet seine Devise: „write smarter, not harder“. Denn je weniger Notizen du machen musst, desto besser ist dein Gedächtnis trainiert. So lernst du allmälich die sprichwörtliche „Spreu vom Weizen zu trennen“.

Dies trägt ferner dazu bei, ein eigenes sogenanntes „growth mindset“ zu entwickeln, d.h. die Einstellung zum Lernen und dessen konstanter Verbesserung.

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Handschriftliche Notizen helfen dir Sachverhalte schneller und besser zu begreifen und zu merken. Das im blau/grauen T-Shirt bin ich. Ebenfalls im Bild: Powerlifting Legende Ed Coen und Powerlifter Matt Wenning.

Du kannst dir wichtige Zusammenhänge nicht nur mit ein paar Stichwörtern merken? Dann lerne es! Genau darum geht es bei dem Begriff „growth mindset“.

Die Japaner haben in diesem Zusammenhang den Begriff des „Kaizen“ geprägt. Konstante und immerwährende Verbesserung, in jedem Lebensbereich. Selbst dann, wenn es jeweils nur kleine Schritte sind.

Es geht um konstante Progression, nicht um Perfektion.

Mehr zum Prinzip des Kaizen und wie es dein Training verbessern kann, erfährst du hier.

Ein hervorragendes Buch zum Thema „mindset“ trägt den gleichnamigen Titel:

Mindset: The New Psychology of Success, von Carol S. Dweck (link), die deutsche Ausgabe trägt den Titel: Selbstbild: Wie unser Denken Erfolge oder Niederlagen bewirkt.

2. Der M. popliteus ist ein unterschätzer Muskel

Der Musculus popliteus ist ein tiefer Muskel des dorsalen Unterschenkelkompartiments. Er ist ein dünner, flacher dreieckiger Muskel, der den kaudalen Teil des Kniekehlenbodens bildet.

Er entspringt der seitlichen Oberfläche der lateralen Kniegelenkswalze (siehe Bild) des Oberschenkels und setzt an der Rückseite des proximalen Schienbeinschaftes an.

Die Funktion des M. popliteus liegt primär in der Flexion (Beugung) des Kniegelenkes, sekundär unterstützt er die Einwärtsdrehung des Schienbeins.

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Abbildung 1: M. popliteus (links), Quelle: Human Anatomy Atlas 2017 Edition.

3. Die richtige Art von Kurzhantel Flys

Kurzhantel „Flys“ sind wohl jedem, der mehr als zweimal ein Fitnessstudio besucht hat, ein Begriff.

Leider fällt diese Übung wohl in die Rubrik: „Oft gesehen, und trotzdem immer falsch gemacht“. Die meisten Menschen – so Charles – wählen ein viel zu schweres Gewicht bei Kurzhantel (KH) Flys und führen die Übung … sagen wir mal subobtimal aus.

Das Gewicht für KH Flys sollte bei max. 10% dessen liegen, was du beim Bankdrücken schaffst (Langhantel Flachbankdrücken wohlgemerkt). Ganz einfach: Verwende bei 100kg Bankdrückleistung max. 10kg KH.

Außerdem solltest du die KH in der Startposition/Endposition nicht zu eng zusammenführen bzw. schon gar nicht zusammenschlagen!

Lass deine Arme während der ganzen Übung leicht gebeugt und senke dann das Gewicht soweit ab, bis du mit den Händen auf Ohrhöhe bist. Dann folgt eine externe Rotation und du bewegst die Hanteln wieder in die Ausgangsposition zurück.

Vorteil: Hierbei trainierst du auch den M. subclavius, einen sehr unterschätzen Muskel der Brustmuskulatur!

Ein Demonstrationsvideo zur korrekten Ausführung findet du hier.

 4. Es sollte eine „Squat Police“ geben

Charles ist der Meinung, es sollte eine „Squat Police“, also eine „Kniebeugenpolizei“ geben, da immer noch zu viele Menschen eine zu schlechte Kniebeugentechnik haben.

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Natürlich kommt es bei der Ausführung der Kniebeugen immer auch darauf an, was dein Ziel ist und welche Technik optimal ist.

So gibt es z.B. Frontkniebeugen, klassische „olympische Kniebeugen“ oder auch „Powerlifting-Kniebeugen“. Alle drei Grundeinteilungen haben einen unterschiedlichen Fokus auf die beteiligte Muskulatur.

So liegt die Hauptbeanspruchung bei Frontkniebeugen z.B. primär auf der Oberschenkelvorderseite bzw. dem Musculus quadriceps femoris.

Bei Powerlifting Kniebeugen gibt es z.B. eine viel stärkere Beanspruchung deines unteren Rückens (unterer Bereich des M. erector spinae), des Gesäßes (M. glutaeus maximus) und des Beinbeugers (M. semimembranosus, M. semitendinosus & M. biceps femoris).

4.1 Halbe Kniebeugen sind „Mist“!

Kniebeugen, die nur zur Hälfte ausgeführt werden, tragen mehr zu Knieverletzungen bei als Kniebeugen, die komplett (also „ass to grass“) gebeugt werden.

Zudem wird der M. Vastus Medialis (siehe Bild), der für die Kniestabilität hauptverantwortlich ist, nur ausreichend „rekrutiert“ (also beansprucht bzw. in die Bewegung involviert), wenn über den kompletten Bewegungsradius des Knies gebeugt wird.

Leider wird immer noch gelehrt, dass man bei Kniebeugen die Knie nicht über die Fußsspitzen schieben sollte, da sonst – bei 90° im Knie – der Anpressdruck der Patellasehne enorm groß wäre.

Im Umkehrschluss würde dann aber dann deine Schuhgröße darüber entscheiden, wie weit/tief du beugen kannst … Das hat wenig Sinn, oder?

Mein Tipp:

Für alle Verfechter der „du darfst nur bis 90° im Kniegelenk Beugen, mit den Oberschenkeln maximal parallel zum Boden“ Theorie.

Versucht bitte einmal Treppenstufen hochzusteigen, indem ihr das Kniegelenk nur max. 90° beugt und die Knie nicht weiter vorschiebt … viel Erfolg!

5. Gua Sha

Gua Sha ist eine wichtige manuelle medizinische Behandlungsmethode, die seit Jahrhunderten in ganz Asien praktiziert worden ist. Gua Sha bedeutet „Reiben“ oder „Pressen und Streichen“ Sha ist ein Begriff, der den Blutandrang im oberflächlichen Gewebe beschreibt.[1]

Das „Education and Information Board“ des Beth Israel Medical Center, New York, NY, schreibt in seinem Informationsblatt über die Anwendung zu Gua Sha u.a. Folgendes:

(…) Das Blut staut sich in Regionen, wo der Patient vielleicht Steifigkeit und Schmerzen empfindet. Sha ist auch der Ausdruck für die kleinen roten Punkte, die bei der Anwendung von Gua Sha entstehen.[2]

Wenn ich nun als Certified Kinetic Chain Enhancement Practitioner unter anderem Gua Sha anwende, dann erscheinen auf der Haut kleine rote Punkte (Petechien). Der in der jeweiligen Region eventuell bestehende Schmerz verändert sich dann meist sofort.

Kinetic Chain Enhancement Gua Sha

Nach einer Gua Sha Anwendung. Keine Angst, es sieht schlimmer aus als es ist und die Petechien lösen sich nach etwa 48 Stunden wieder auf.

5.1 Keine Verletzung der Haut durch Gua Sha

Bitte keine Angst vor Gua Sha. Es sieht schlimmer aus als es ist. Die roten Punkte verwandeln sich während der Anwendung dann allmählich zu einer roten Mischfarbe (je nachdem wie viele Verklebungen und Narbengewebe sich in der Muskulatur befinden).

Die roten Flecken verschwinden nach der Anwendung wieder in der Regel aber meist nach 48 bis 72 Stunden von alleine.

Vorteile von Gua Sha sind z.B:

  • Löst Verklebungen & „Narbengewebe“ in der Muskulatur
  • Löst Spasmen und Schmerzen in der Muskulatur
  • Verbessert die Durchblutung in Muskulatur Gewebe & Organen
  • Erhöht die Mikrozirkulation im Oberflächengewebe[3] um das vierfache
  • Hemmt Entzündungen und regt die Immunabwehr an[4]

6. „Trap 3 raise“ steigert deine Bankdrückleistung

Eine meist unbekannte Übung für den unteren Teil (trap 3) des M. trapezius ist das sogenannte „trap 3 raise“.

Meist ist dieser Bereich des Trapezmuskels im Vergleich zu der restlichen Muskulatur aber unterentwickelt, auch wenn du viel Bankdrücken ausführst!

Wenn du dich beim Bankdrücken also in einer Stagnationsphase befindest, dann solltest du unbedingt deine Leistung im „trap 3 raise“ testen und ggf. vorhandene Schwächen ausgleichen.

Dann wird sich auch deine Bankdrückleistung verbessern.

Ein kleiner Tipp: Deine „trap 3 – Leistung“ sollte bei 10,6% (für 8 Wiederholungen) deines 1R.M. (also einer sauberen Wiederholung) beim Langhantel Flachbankdrücken liegen!

Für gesunde Schultern, weniger Schmerzen und mehr Muskelfaserrekrutierung empfehle ich dir dein Brustmuskeltraining mit der BAMBOO BENCH® auszuführen.

Mehr Infos zu meiner patentierten und innovativen Erfindung findest du hier.

BB

Frei bewegliche Schulterblätter, durch den Einsatz der BAMBOO BENCH®.

7. 90% aller untern Rückenverletzungen werden durch schlechte Sprunggelenksflexibilität verursacht

Verletzungen des unteren Rückens (Lendenwirbelbereich) zählen wohl zur einer der „Volkskrankheiten“ schlechthin. Diese reichen vom berühmt berüchtigten „Hexenschuss“ bis hin zum schwerwiegenden Bandscheibenvorfall.

Doch oft ist es nicht nur die in diesem Bereich unzureichend ausgebildete Muskulatur, sondern insbesondere auch eine mangelnde Flexibilität im Sprungelenk, des sog. M. flexor hallucis longus, einem Muskel, der für die Beugung (Flexion) der Füße mitverantwortlich ist!

Wenn du also die Flexibilität deiner Sprunggelenke durch Kinetic Chain Enhancement verbesserst, wirst du nicht nur eine sauberere Technik und mehr Muskelfaserrekrutierung erreichen, sondern auch dein Verletzungsrisiko minimieren.

Fazit 

Jede Technik, die dazu beiträgt, deine Flexibilität, Kraft und/oder Geschwindigkeit wiederherzustellen, ist eine gute Technik. Doch meist dauert es sehr lange, um z.B. 5,10 oder gar 20° mehr an Bewegungsradius in manchen Gelenken zurückzugewinnen.

Hier kommt Kinetic Chain Enhancement von Strenght Sensei Charles Poliquin ins Spiel. Denn diese Technik ermöglicht es einem zertifizierten Behandler („certified practitioner“) dir sofort nennenswerte Verbesserungen zu verschaffen!

Dabei kombiniert KCE eine Vielzahl verschiedener Techniken, die an dieser Stelle nicht im Detail genannt werden können. Um dich von den Resultaten zu überzeugen, ist es am einfachsten, es am eigenen Leib zu testen und zu sehen, was dir diese Technik alles ermöglichen kann.

Vereinbare jetzt einen Termin für deine erste Kinetic Chain Enhacement Behandlung unter: 

Info@bernd-stoesslein.de

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Literatur zum Thema:

Braun, M., Schwickert, M.; Nielsen, A.; et al., 2011. Effectiveness of Traditional Chinese „Gua Sha“ Therapy in Patients with Chronic Neck Pain; A Randomized Controlled Trial. Pain Med 12 (3), 362-369.

Chan, S. Yuen, J. Gohel, M., et al., 2011, Guasha-induced hepatoprotection in chronic active hepatitis B: A case study. Clin Chim Acta 412 (17-18), 1686-1688.

Nielsen, A., 2012. Gua Sha. A Traditional Technique for Modern Practice, second ed. Elsevier, Edinburgh. Dt.: 2013, Gua Sha. Eine traditionelle Technik für die heutige Praxis. Verlag Systemische Medizin, Bad Kötzing.

Nielsen, A., Knoblauch, N.T.M., Dobos, G.J., et al., 2007. The Effekt of Gua Sha Treatment on the Microcirculation of Surface Tissue: A pilot Study in Health Subjects. Explore (NY) 3 (5), 456-466.

[1] Vgl. Nielsen 2013, S. 249.

[2] Vgl. Nielsen 2012.

[3] Vgl. Nielsen et al. 2007.

[4] Vgl. Braun et al; Chan et al. 2011.

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Kaizen – Wie das japanische Prinzip dein Training revolutionieren könnte

Kaizen ist ein japanischer Begriff, der seinen Ursprung in der Fertigungstechnik hat und konsequentes Innovationsmanagement bzw. einen konstanten Verbesserungsprozess beschreibt.

Dieses Prinzip kannst du auch auf das Krafttraining übertragen, indem du nicht nach Perfektion, sondern konstanter Progression strebst.

Erfahre, wie du mit Hilfe von optimierter Gewichtssteigerung Plateaus vermeiden und kontinuierliche Fortschritte erzielen kannst, um immer stärker zu werden.

Zielsetzungen des Kaizen

Ursprünglich kennzeichnete Kaizen neben Produktverbesserung auch Verbesserungen sämtlicher betrieblicher Prozesse, darunter z.B. Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Distribution usw.

Diese japanische Lebens- und Arbeitsphilosophie kannst du dir ganz einfach zu Nutze machen, um dein Krafttraining zu optimieren.

Wie? Mit einer optimierten und intelligenten Steigerung deiner Gewichtsscheiben.

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Kaizen – Qualität von Anfang an

Qualität sollte stets den Vorrang vor Quantität haben. Dies bezieht sich auch auf den Einsatz von Equipment im Krafttraining, und zwar insbesondere bei den Abstufungen bzw. Einteilungen deiner Gewichte (insbesondere Hantelscheiben).

Die gängigen Gewichtssteigerungen bei Hantelscheiben in kommerziellen Fitnessstudios liegen – wenn überhaupt – im 2,5 kg  oder 1,25 kg Abstand.

Da du diese in der Regel immer paarweise benutzen musst, ergibt sich daraus eine maximale „Feinabstimmung“ bzw. Gewichtssteigerung von 5 kg oder 2,5kg Schritten.

Solche „groben“ Gewichtssteigerungen können dafür sorgen, dass du dich zu lange in sogenannten „Plateauphasen“ (also Stagnationsphasen) bewegst und keine Fortschritte bei Kraftsteigerungen erreichst.

Denn wenn die Gewichtssteigerung bzw. der „Sprung“ auf das nächst mögliche, höhere Gewicht noch zu groß ist, musst du entweder bei deinem derzeitigen Trainingsgewicht bleiben oder versuchen, mit diesem Gewicht dann mehr Wiederholungen zu absolvieren.

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Plateaus sollten durchbrochen werden. Nutze das Prinzip des „Kaizen“, um für konstante Progression zu sorgen.

Warum weniger manchmal mehr ist

Weniger ist manchmal mehr, so auch bei den Abstufungen von Gewichtsscheiben. Hier kannst du mit sogenannten „Frictionnal Grip Plates“ arbeiten, um konstante Fortschritte zu machen und Stagnationsphasen (bedingt durch suboptimale Verteilung von Trainingsgewichten) zu vermeiden.
Im folgenden Video erkläre ich dir, wozu Frictional Grip Plates dienen und wie du diese gewinnbringend einsetzen kannst.

Vielen Dank an dieser Stelle an „Strenght Sensei“ Charles R. Poliquin für die Inspiration.

Kaizen und der Einsatz von Friction Plates

Falls du dir das Video nicht ansehen kannst, hier die Zusammenfassung:

Um kontinuierliche Verbesserungen im Training zu erreichen, sind konstante Gewichtssteigerung – neben vielen anderen Trainingsparametern – unerlässlich. Doch oft sind die Scheiben in Fitnessstudios in ungünstigen Abstufungen vorhanden.

Das bedeutet, dass dir eine Übung mit 50 kg z.B. zu leicht sein könnte, aber eine mit 55 kg (der nächst höheren Abstufung) womöglich schon zu schwer.

Um konstante Progression zu erreichen, ist es aber notwendig, kontinuierliche Gewichtssteigerungen zu erzielen, auch wenn es sich nur um wenige kg handelt.

Denn wenn du z.B. bei jeder Trainingseinheit dein Gewicht in einer Übung um nur 0,5kg steigern kannst, dann hättest du – auf ein komplettes Jahr aufgerechnet – eine immenses Steigerungspotenzial!

Dies kannst du mit sogenannten Friction(al) Grip Plates (von engl. friction = Reibung und grip = Griff) erreichen.

Diese besondere Art der Hantelscheiben sind Scheiben, wie sie auch beim Olympischen Gewichtheben zum Einsatz kommen, wo u.U. wenige Kilogramm über den ersten oder zweiten Platz entscheiden können.

Professionelle Friction Grip Plates gibt es von der deutschen Geräteherstellerfirma „Athletic Training Xtreme“ (ATX®), in den Abstufungen 0,5kg, 1kg, 1,5kg, und 2kg im sogenannten „internationalen Farbcode“ (siehe Bild).

Friction Plates

Friction Plates haben einen „Innenring“ mit einer Anti Rutsch Beschichtung, die ein sicheres Arretieren auf einer Hantelstange auch ohne Feststellringe gewährleistet!

Standardisierung deiner Trainingsabläufe

„If you fail to plan you plan to fail“ (Benjamin Franklin) Auf deutsch etwa:

„Wenn du versagst zu planen, planst du zu versagen“

Standardisiere deine Trainingsabläufe, indem du dir ein System zurecht legst, mit dem es dir möglich ist, konstante Fortschritte zu dokumentieren.

Ohne Dokumentation hast du keinen Überblick über wichtige Trainingsparameter wie z.B. Sätze, Wiederholungen, der Zeit, die Muskeln unter Spannung stehen (sogenannte time under tension), Pausenzeiten, Intensitätsbelastungen usw.

Es gibt nicht DAS beste Trainingssystem, aber jedes System ist besser als ein planloses „drauflostrainieren“, dies gilt umso mehr, je weniger Trainingserfahrung vorhanden ist.

Für einen Einstieg in Trainingsplanung, Ernährung, das Muskelsystem und andere Trainingsmechanismen empfehle ich dir das Buch

(auf englisch): „Sports Training Principles: An Introduction to Sports Science

Vermeidung von Ressourcenverschwendung wie Zeit und Energie

Oft wird behauptet, dass Zeit das höchste Gut sei, das wir haben. Doch ich meine, das das Wichtigste, das wir haben, eher die (Lebens-) Energie ist.

„Etwas tun ist besser als nichts zu tun“ wird von Phrasendreschern oft gerufen. Doch wenn du schon Zeit/Energie investierst, dann kannst du die Sache auch gleich ordentlich in Angriff nehmen.

Das bedeutet, dass du dein Training – gemäß deinen Zielen – möglichst auf Effizienz trimmen solltest und weniger auf Effektivität.

Auf Englisch heißt dies the most bang for your buck.

Dieser Begriff wird auch für Mehrgelenksübungen beschrieben (wie z.B. Dips am Holm), bei denen du mehrere Muskelgruppen gleichzeitig trainierst und so den hochsten Ertrag für deinen Einsatz erhältst.

Beispiel:

Ins Fitnessstudio gehen, weil man seine Figur optimieren will, ist effektiv, weil man einen Ort aufsucht, an dem Möglichkeiten existieren, die einem die Durchführung dieses Ziels ermöglichen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass man weiß, was man dort zu tun hat und u.U. viel Zeit mit Plaudereien und unsinnigem Training verschwendet.

Effizienz bedeutet ins Fitnessstudio zu gehen, weil man seine Figur optimieren will und dort z.B. 60 Minuten konzentriert, zielorientiert und optimiert trainiert, um seine Ziele auch wirklich zu erreichen.

Nach dem Kaizen Prinzip solltest du also die Dinge in deinem Training/Trainingsplan behalten, die dir Fortschritte ermöglichen und alles weglassen, was nicht zu deiner Progression beiträgt.

Erkennen und Beseitigen von Schwachstellen

Die Herangehensweise von Kaizen fokussiert sich auf das stärken von Stärken und das schwächen von Schwächen.

Übertragen auf die Arbeit im Kraftraum bedeutet dies, dass du deine Schwächen identifizieren und dann eliminieren solltest.

Beispiel:

Dein Ziel ist es, deine Bankdrückleistung zu verbessern und mehr Gewicht für eine oder eine bestimmte Anzahl an Wiederholungen zu bewältigen.

Um dies zu realisieren, reicht es nicht aus, einfach nur die Häufigkeit des Bankdrückens zu steigern, z.B. von einmal/Woche auf dreimal/Woche.

Dies liegt maßgeblich daran, dass die meisten Menschen zu wenig „unterstützende Übungen“ absolvieren. Dies ist meist auch beim Bankdrücken der Fall. Wenn dann z.B. deine Schulterblattstabilisatoren/Rotatoren der Leistung in anderen an der Übung (Bankdrücken) beteiligten Strukturen (wie etwa m. triceps brachii; m. pectoralis major/minor oder Sehnen- und Bandstrukturen) immer hinterherhinken, dann wirst du keine nennenswerte Verbesserung deiner Bankdrückleistung erzielen.

Fokussierst du dein Training jedoch einige Zeit lang auf vorhandene Schwächen und kehrst dann wieder zum Bankdrücken zurück, wird sich auch dort deine Leistung verbessern.

Wie du dein Brustmuskeltraining durch den Einsatz der BAMBOO BENCH® schmerzfreier gestaltest und durch eine optimierte Rekrutierung deiner Muskelfasern mehr Hypertrophie erreichst, erfährst du hier.

Fazit

Einfach „drauf los trainieren“ funktioniert – wenn überhaupt – immer nur eine gewisse Zeit, insbesondere wenn jemand zuvor noch nie eine Hantel in der Hand hatte.

Somit macht es durchaus Sinn, mit „Struktur“ an die ganze Sache heranzugehen und das Training etwas besser zu durchdenken. So vermeidest du Fehler und erreichst deine Ziele schneller.

Das japanische Prinzip Kaizen kannst du dir für dein Training zu nutze machen, indem du für konstante Progression bzw. fortwährende Verbesserung sorgst und Plateauphasen (bedingt durch suboptimale Gewichtssteigerungen) vermeidest.

Hierfür dienen dir sogenannte „Friction Grip Plates“, das sind kleine Scheiben im Abstand von 0,5 kg Schritten.

Große Dinge fangen in der Regel immer klein an. Eine Gewichtssteigerung um „nur“ 1kg pro Training ist besser, als keine Steigerung und sorgt für konstanten Fortschritt.

Hektor

Dies hat auch einen nicht zu unterschätzenden psychologischen Effekt, da du immer weißt, dass du mehr Gewicht bewegt hast als beim letzten Training.

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Gym-Deutsch; Deutsch-Gym: Was bedeutet was im Fitnessstudio? Teil II 

Wenn du dich intensiver mit der Thematik des Trainings auseinandersetzen willst, kommst du irgendwann an einen Punkt, an dem du dich wohl oder über mit gewissen Fachbegriffen auseinandersetzten musst, um trainingsspezifische Fachliteratur zu verstehen.

Der zweite Teil dieser Artikelserie verschafft dir einen noch detaillierteren Überblick über Fachtermini, die du im Zusammenhang mit der Anatomie des Körpers, Biomechanik und Trainingsplanung kennen oder zumindest schon einmal gehört haben solltest.

Verwenden diesen Artikel auch gerne einfach als Nachschlagewerk, in dem du alle relevanten Begriffe an einem Ort findest und nicht lange suchen musst.

Wiederhole oder beginne mit Teil I dieser Artikelserie, den du hier findest : 

Gym-Deutsch; Deutsch-Gym: Was bedeutet was im Fitnessstudio? Teil I

Gymtastisch – Kraft oder Muskelmasse? 

Wer ins Gym bzw. Fitnessstudio geht, der spricht meist davon, dass er Kraftsport betreibt. Doch stimmt das wirklich? Was bedeutet eigentlich der Begriff „Kraft“, und ist damit tatsächlich das gemeint, was sich viele darunter vorstellen?

Im Folgenden erfährst du den Hauptunterschied zwischen dem Krafttraining und dem Training für Muskelmasse (Hypertrophie).

Kraft vs. Muskelmasse 

Wenn du trainierst, dann kommt es immer darauf an, was du für ein  spezielles Trainingsziel hast. So ist es für deine Trainingsplanung irrelevant,  ob du nun primär kräftiger bzw. stärker werden möchtest, oder ob du in erster Linie muskulöser sein willst!

Die nachfolgende Grafik gibt dir einen ersten Überblick über diese Unterschiede:

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Hirn vs. Muskeln 

Wenn du trainierst, um stärker zu werden, d.h. – um es ganz einfach zu sagen – in der Lage sein willst, schwere Dinge sicher und verletzungsfrei heben und bewegen zu können, dann solltest du die Verbindung zwischen Gehirn und den Muskelfasern optimieren ( die sogenannte „intramuskuläre Koordination“ des Zentralen Nervensystems (ZNS)).

Ein dicker Arm ist nur durch einen noch dickeren Arm zu ersetzen 

Ein muskulöser Arm ist durch nichts zu ersetzen, außer durch einen noch muskulöseren Arm. Aber wenn z.B. dickere Arme bzw. ein muskulöser Körper dein Ziel ist, dann muss auch dein Training auf dieses Ziel ausgerichtet sein.

In diesem Fall solltest du auf ein „Dickenwachstum“ deiner Muskelfasern trainieren. Somit nimmt der Querschnitt deiner Muskelfasern zu, da diese eben dicker werden.

Diese Form des Trainings nennt sich „intermuskuläre Koordination“ oder auch „Hypertrophie-Training“. Sie trainiert primär dein Peripheres Nervensystem (PNS).

Den Zusammenhang dieser unterschiedlichen Trainingsarten veranschaulicht (in stark vereinfachter Form) die nachfolgende Grafik.

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 Was sagt dir dieses Bild?

Das Bild veranschaulicht die kleinste Muskelfaser- „Einheit“ in deinem Körper bzw. die kleinste Einheit, die sich zusammenziehen und wieder auseinanderziehen kann (Kontraktion). Es ist das sogenannte „Sarkolemm“.

Seinen Querschnitt und wie viele der darin liegenden Muskelfasern du mit deinem Gehirn ansteuern kannst (blau) siehst du hier (vereinfacht) im Bild,

Training für Kraft

In dem Maße wie du nun stärker wirst (also mehr „blaue“ Muskelfasern rekrutieren kannst), nimmt der Querschnitt des Muskels aber nur sehr wenig zu.  Deine Kraft (hier in Form von Kettlebells dargestellt) nimmt aber wesentlich zu!

Training für Muskelwachstum

Ist dein Ziel hingegen einen dickerer/muskulöserer Körper (hier als grüner Arm dargestellt), dann muss das Training darauf ausgerichtet, dass der Muskelquerschnitt möglichst stark zunimmt ohne, dass du zwangsläufig viel stärker wirst.

Auch im Gym immer auf Achse?! 

Im Gym bist du immer „auf Achse“. Weißt du aber auch auf welcher? Für die eigene Trainingsplangestaltung ist es wichtig, die verschiedenen Körperachsen und Körperebenen zu kennen.

Nur so erlangst du ein bessere Kenntnisse welche Muskeln/Muskelgruppen man bei welchen Übungen einsetzen kann.

Die folgende Grafik gibt dir einen einfachen Überblick über deine verschiedenen Körperachsen und Körperebenen.

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Die „Gym-Achsen“ im Überblick

Ich liste dir hier noch einmal deine Körperachsen samt Körperebenen mit den jeweiligen Lagen auf. Nach ein paar Wiederholungen hast du diese Begriffe verstanden und verinnerlicht. Um ein tieferes Einblick in den des Sachverhaltes zu bekommen, dienen die folgenden Fachbegriffe:

Die verschiedenen Körperebenen 

  • Die Transversalebenen: sämtliche Ebenen, die senkrecht zu deiner Körperachse verlaufen
  • Sagittaleben: sämtliche Ebenen, die parallel zur Sagittalebene („Mittelebene“) verlaufen
  • Die Frontalebene: alle Ebenen, die parallel zu deiner „Stirnebene“ verlaufen

Die verschiedenen Körperachsen – Das „Koordinatensystem“

  • Die Transversalachse: die Achse, die mittig/vertikal durch deinen Körper verläuft (wie die z-Achse in einem dreidimensionalen Koordinatensystem)
  • Die Sagittalachse: die Achse, die mittig/horizontal durch deinen Körper verläuft (wie die y-Achse in einem 3D-Koordinatensystem)
  • Die Frontalachse: die Achse, die entsprechend deinen Frontaleben verläuft (wie die x-Achse in einem 3D-Koordinatensystem)

Zur besseren Veranschaulichung kannst du deine einzelnen Körperachsen noch einmal mit dem nachfolgenden Bild eines dreidimensionalen Koordinatensystems vergleichen.

koordinaten

Positiv oder Negativ? Alles eine Frage des Winkels 

In Zusammenhang mit der Muskelarbeit werden auch immer wieder Begriffe verwendet, die die einzelnen Phasen einer dynamischen Muskelbewegung kennzeichnen.

Hierzu gehören die Folgenden:

  • exzentrisch/negativ (=dynamisch)
  • konzentrisch/positiv (=dynamisch)
  • statisch/Isometrisch (=haltend)

Diese unterschiedlichen Arbeitsweisen haben natürlich auch unterschiedliche Auswirkungen auf dein Training und das sogenannte „Kraftniveau“.

Zur Erklärung

Negativ bezeichnet hier die exzentrische Arbeitsweise. Hier bewegen sich der Ansatz und der Ursprung der Muskeln voneinander weg. Dein Muskel wird also entgegen seiner Kontraktionsrichtung gedehnt. Etwa in der Senkphase beim Kniebeugen.

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Positiv hingegen kennzeichnet hier eine konzentrische Arbeitsweise. Ansatz & Ursprung deiner Muskeln bewegen sich aufeinander zu ( etwa in der Aufwärtsphase beim Kniebeugen).

Statisch/isometrisch bzw. haltend bedeutet, dass deine Muskeln gegen den eigenen Widerstand kontrahieren. Die Länge des Muskels bleibt dabei gleich, ist also nicht dynamisch!

Die nachfolgende Grafik veranschaulicht den Zusammenhang und die Auswirkung auf dein Kraftniveau noch einmal in vereinfachter Form.

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Der Spieler und der Gegenspieler 

Es gibt also nicht nur eine „positive“ und eine „negative“ Phase bei einer dynamischen Muskelarbeit, sondern auch immer einen sogenannten „Spieler“ (Agonist; von grch. agonistes für: Kämpfer,Wettkämpfer), seinen „Gegenspieler“ (Antagonist; von grch. antagonistes für: Feind, Nebenbuhler, Gegner) und einen „Mitspieler“ (Synergist). (vgl. Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, 1991., S. 34).

Die nachfolgende Grafik veranschaulicht diesen Sachverhalt auf einfache Weise am Beispiel eines Oberarmes.

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Das Zusammenspiel

Anhand deines Oberarmes möchte ich die obige Grafik noch kurz erläutern. Nehmen wir dazu die klassischen Langhantel Bizepsurls (oben im Bild mit Obergriff/proniert).

Bewegst du die Langhantel samt Gewicht nach oben (positive/konzentrische Phase), dann bewegen sich Ansatz und Ursprung deines Bizeps zueinander. Die Länge der Muskelfasern wird zusammengezogen. In diesem Fall ist der Bizeps der „Spieler“.

Der Trizeps (Oberarmstrecker) wäre in diesem Beispiel der „Gegenspieler“, da dessen Aufgabe die Streckung des Oberarmes ist.

Ein Synergist wären z.B. die Muskeln des Unterarmes, da diese auch an der Bewegung beteiligt sind, da du ja die Hände zusammendrücken musst, um die Hantel zu greifen.

Fazit

Die Welt des „Gyms“ bzw. des Fitnessstudios ist oft voller „Nebelschleier“. Diese Artikelserie soll dir dabei helfen, diese Nebelschwaden etwas zu lüften, damit klar wird, was der Trainer meint (Voraussetzung ist natürlich, dass er auch eine Ahnung dessen hat, was er tut).

Je mehr du dich mit dieser bestimmten Fachsprache auskennst, desto sicherer wirst du auch im Umgang mit deinem eigenen Training werden.

Man kann niemals genug wissen! Außerdem wirst du nach und nach immer mehr Sachverhalte verstehen, und es werden sich dir wichtige Zusammenhänge erschließen.

Zur (hervorragenden) Standartdliteratur der Themen Anatomie, Übungen und mehr gehört das Buch „Strength Training Anatomy“ von Frederic Delavier, das mittlerweile in zig Sprachen übersetzt wurde.