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Warum du Meditieren solltest – deine Gedanken erschaffen deine Realität!

Meditation ist eine seit Jahrtausenden in vielen Kulturen praktiziere spirituelle Technik der Entspannung und der „Innenschau“, also der nach innen gerichteten Konzentration und Aufmerksamkeit. [1]

Mittels geeigneter Meditationstechniken bist du in der Lage durch Umprogrammieren deiner unterbewussten Glaubenssätze und abgespeicherten Verhaltensweisen deine äußere wahrgenommene und von dir erlebte, subjektive „Realität“ zu beeinflussen bzw. zu formen.

In diesem Artikel erfährst du warum jeder Mensch meditieren sollte, wie du gesundheitlich und spirituell davon profitierst und wie du mit Hilfe von Meditation sowohl deinen Geist also auch deinen Körper kräftigen kannst.

Denn du siehst die Welt nicht wie sie ist, sondern nur wie du (derzeit) bist…

Meditation macht dich mächtiger als jemals zuvor

Wenn du meinem Fitness-Blog folgst, dann wirst du sicher mit dem Training deines physischen Körpers bereits Erfahrungen gesammelt haben. Doch wie steht es mit dem Training deines Geistes bzw. deines „Bewusstseins“?

Sicher beschäftigst du dich bereits mit den unterschiedlichen Facetten des körperlichen Trainings, wie z.B. verschiedenen Trainingsmethoden, Trainingsparametern, Nahrungsergänzungsmitteln (Supplementen), Ernährungsformen oder speziellen „Tools“.

Alles samt Einflüsse aus deiner externen (Um)Welt. Doch hast du dich schon einmal mit deinen internen Einflüssen auseinandergesetzt? Der Kraft deiner Gedanken und wie diese einen Einfluss auf dein Leben haben?

Your inner world creates your outter world“ (T. Harv Ecker)

Zu deutsch: „Deine innere Welt kreiert deine äußere Welt“

Deine Gedanken erschaffen deine Realität

Man kann ihn mögen oder nicht, aber nicht nur aufgrund seiner sportlichen Errungenschaften kann sich wohl jeder von Arnold Schwarzenegger eine Scheibe abschneiden, auch wenn man selbst keine Wettkampfambitionen hegt. Ihm wird das folgende Zitat zugeschreiben:

Bodybuilding ist wie jeder andere Sport auch. Um erfolgreich zu sein, musst du dich zu 100% deinem Training, deiner Ernährung und deinem Geist widmen.

In diesem Artikel wollen wir uns dem letzten genannten Punkt – dem Geist – widmen, und wie du diesen mittels Meditation auf ein ganz neues Level heben kannst.

Denn nur wenn dein Körper und dein Geist eine Einheit bilden (kohärent sind) kannst du dein volles Potential entwickeln.

Neben all den Einflüssen, die du von außen auf deinen Körper einwirken lassen kannst, ist es der Geist der meist vernachlässigt bzw. unterschätzt wird. Doch ein wahrhaft starker Körper wird auch von einem starken Geist beseelt!

Meditation und Sport

Was haben (Kraft)Sport und Meditation nun gemeinsam?

Zunächst wohl nicht viel mag man sich denken. Konzentriertes, bewegungsloses Sitzen mit nach innen gekehrte Aufmerksamkeit (Meditation) auf der einen Seite und Hantelstemmen auf der anderen Seite.

Lässt man sich jedoch von dem Augenscheinlichen nicht irritieren und blickt tiefer so lassen sich nicht nur gemeinsame Nenner erkennen, sondern auch Ergänzungen und gegenseitige Beeinflussung/Förderung.

Durch regelmäßiges Meditieren kannst du deinen Fokus von deiner Außen- auf deine Innenwelt richten. Du lernst einen Zugang zu deinem Unterbewusstsein herzustellen und herauszufinden was dich bewegt und nach welchen Glaubenssätzen und Verhaltensmustern du lebst.

Aller guten Dinge sind drei – auch beim menschlichen Gehirn

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. So – oder ähnlich – verhält es sich auch bei deinem Gehirn bzw. deinen Gehirnen. Mehrzahl deshalb, weil dein Gehirn im Grunde aus drei großen Teilen aufgebaut ist.

Dem Neocortex (erstes Gehirn), dem Limbischen System (Mittelhirn/zweites Gehirn) und dem Kleinhirn (Cerebellum/drittes Gehirn).[2] Es existieren natürlich je nach Literatur verschiedene Gliederungen des Gehirns, der Einfach halt halber beschränken wir uns in diesem Artikel auf die oben genannte.

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Warum wir uns an dieser Stelle überhaupt mit dem Aufbau (stark vereinfacht) eines menschlichen Gehirnes befassen liegt daran, dass wir begreifen müssen, dass wir nicht unsere Gedanken sind, und vieles von dem was uns tagtäglich passiert aufgrund unbewusster Gedanken/Verhaltensmuster angezogen wird und eben nicht bewusst gedacht/erdacht wird.

Dein Geist herrscht zwar über Materie (bzw. die von dir wahrgenommene Realität), doch mit positivem Denken alleine ist es meist nicht getan, hierfür solltest du dich dann der Meditation bzw. geeigneter Meditationstechniken bedienen.

Warum positives Denken alleine nicht ausreicht

Das Schaubild oben zeigt dir den großen Bereich des sogenannten Neocortex, dem Sitzt deines bewussten Denkens. Dieses macht etwa 5% deines „Bewusstseins“ aus.

Die übrigen 95% liegen fast komplett in den Hirnwindungen des Cerebellums (siehe Bild).

Da es sich hierbei um ein sehr komplexes Thema handelt möchte ich im Rahmen dieses Artikels nichts zu sehr in den Aufbau des Gehirns einsteigen.

Es lässt sich aber erkennen, dass – wenn dein Bewusster Geist – lediglich 5% beträgt, positives Denken allein nicht ausreichen, um tatsächliche Veränderungen in deinem Leben zu realisieren bzw. zu manifestieren.

Beispiel:

Du trainierst, weil du nicht dünn sein willst. Du sagst dir also jeden Tag „Ich will nicht dünn sein, deswegen stemme ich Gewichte“.  Dabei arbeiten jetzt also 5% des Neocortex (bewusste, von dir aktiv gedachte Gedanken).

In deinem Unterbewusstsein hast du aber, vielleicht aufgrund einer schon Jahrzehnte zurückliegenden Erfahrung/eines Glaubenssatzes etwas anderes übernommen, etwa: „Ich bin ein Versager und Schwächling“.

Dies sorgt für einen gewaltigen innerlichen Konflikt, indem sich die 5% des neuen „positiven“ Denkens gegen eine Übermacht von 95% alten „negativen“ Denkens stemmen müssen.

Ein Aussichtloser Kampf? Nicht unbedingt. Denn mittels Meditation lernst du einen Zugang zu deinem Unterbewussten Geist (dem göttlichen in dir) herzustellen, alte Denkmuster/Glaubenssätze zu ermitteln und zu eliminieren bzw. durch neue zu ersetzen.

Meditation reinigt deine Festplatte

Stelle dir dein Gehirn wie die Software/das Betriebssystem deines Körpers („Computers“) vor.

Mittels Meditation lernst du das Betriebssystem nach „Viren“ zu durchsuchen und dann deine Festplatte (Gehirn) zu reinigen. Ein Prozess der wohl nicht von heute auf morgen funktioniert, aber regelmäßig ausgeführt werden sollte.

Das Thema der Körperentgiftung oder des „Detox“ wie es neudeutsch jetzt heißt ist heutzutage in aller Munde und wird schon fast inflationär gebraucht! Natürlich ist dieser sinnvoll und wichtig, mehr darüber erfährst du hier.

Doch wann hast du dir das letzte Mal dein Gehirn „gewaschen“? (Natürlich im positiven Sinne) Noch Nie? Dann wird es höchste Zeit! Aber nicht durch Massenmedien, die Nach-richten, dich manipulieren und sagen was du zu tun und denken hast, sondern von dir selber.

Also nicht durch Tageschaus und Co., sondern durch deine eigene „Innenschau“!

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Welche Meditation ist die „Richtige“

Wie bei so vielen Dingen gibt es auch bei der Meditation kein „richtig“ oder „falsch“. Letztlich geht es eher darum von einer Mediation als ein anderer Mensch aufzustehen, als der sich zum meditieren hingesetzt hat.

Als ich mit Meditation begonnen habe, habe ich z.B. nach einer Methode von Dr. Joe Dispenza meditiert. Jede dieser Meditationen beginnt mit einer sogenannten „Induktion“, die dich auf deinen Körper fokussieren soll und äußere Ablenkungen minimiert.

Danach geht es darum sich quasi zu transzendieren und sich frei von den „großen Drei“ – wie Dispenza – sie nennt zu machen. Dazu gehören, Materie, Geist und Zeit. Ziel ist es so im Einkang mit dir selber zu sein, dass du Zugang zu der in dir innewohnenden Kraft und deinem Unterbewusstsein bekommst.

Wichtig für jede Meditation ist, diese frei von Ablenkungen durchzuführen. Egal ob durch Familie, Freunde, Haustiere, Handy, Computer etc. Diese Zeit sollte nur dir gehören und immer am gleichen Ort durchgeführt werden.

Meditation ist Kopf und Herzenergie – gemeinsam, statt einsam

Gedanken im Gehirn – ob bewusst oder unbewusst – laufen immer elektronisch bzw. elekrochemisch ab. Mehr dazu erfährst du hier.  Deine Herzfrequenz ist magnetisch.

Durch Meditation lernst du Kopf und Herz wieder in Einklang zu bringen. Denn wenn du etwas denkst, aber nicht die entsprechende Emotion dazu hast (und umgekehrt) werden sich deine Wünsche nicht realisieren.

Leider sind viele Menschen heutzutage zu sehr in ihrem Verstand gefangen, weswegen wir all zu oft nur noch dinge ver-stehen aber nicht begreifen!

Die Sucht nach Verhaltensmustern

Warum die meisten Menschen sich nicht weiterentwickeln liegt daran, dass Ihr Körper süchtig nach bestimmten Seinszuständen ist.

Du denkst also z.B. „Ich bin schwach, ein Versager, ich schaffe das eh nicht“ usw. Jeder dieser (oder anderer Gedanken) beeinflusst nachweislich chemisch deinen Organismus/Körper, indem z.B. permanent Stresshormone wie Adrenalin oder Cortisol ausgeschüttet werden.

Geschieht dies über Tage, Jahre, Monate, Jahre, Jahrzehnte hinweg, gewöhnt sich dein Körper im wahrsten Sinne des Wortes daran und erkennt dies als den Status Quo, also als Normalzustand an.

Beginnst du nun durch Meditation solche destruktiven Verhaltensmuster/Überzeugungen zu ermitteln und durch geeignete Techniken aufzulösen, wird sich dein Körper natürlich zunächst dagegen sträuben! Wie ein Nikotinsüchtiger, der nach seiner nächsten Zigarette lechzt.

Doch lasse dich dadurch nicht beirren und absolviere am besten täglich deine Meditation!

Durch tägliches Meditieren wirst du nicht nur den Fokus während deines Trainings und allen anderen Lebensbereichen verbessern, sondern du wirst auch lernen im „hier und jetzt“ zu leben.

Keine Konzentrationsprobleme mehr, keine Ängste durch das Denken an eine Zukunft die du nicht willst oder eine Vergangenheit die längst passé ist.

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Fazit

Meditaion ist ein äußerst komplexes Thema und der Rahmen eines Blogartikels reicht bei weitem nicht aus, um so ein spannendes aber auch vielschichtiges Thema gebührend darzustellen.

Dieser Artikel soll dir einen ersten Einblick in dieser äußerst sinnvollen und belebenden Technik der „Innenschau“ geben.

Lasse dich nicht zu sehr von deiner äußeren Welt beeinflussen und lerne, dass letztlich alles eine Manifestation deiner bewussten/unbewussten Gedanken ist.

Ein sehr spannendes Feld, dass einen sogar in die Welt der Quantenphysik fürht in der man lernt, dass alle Möglichkeiten unserer „Realität“ letztlich zur selben Zeit existieren und auch unserer Vorstellung von linear verlaufender Zeit höchstwahrscheinlich falsch ist.

Du entscheidest selber wie tief du in den „Kaninchenbau“ eintauchen willst und wirst überrascht und fasziniert sein, was dich auf deiner spirituellen Reise so alles erwarten wird.

Als Einstieg in diese Thematik – einfach und auch wissenschaftlich belegt – empfehle ich dir neben dem oben verlinkten Erstwerk von Dr. Joe Dispensa auch sein zweites Buch: „Ein neues Ich: Wie Sie Ihre gewohnte Persönlichkeit in vier Wochen wandeln können„, sein drittes Buch: „Du bist das Placebo – Bewusstsein wird Materie“ sowie den Film „What the Bleep do we know“.

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[1] Vgl. Almut-Barbara Renger und Christoph Wulf (Hrsg.): Meditation in Religion, Therapie, Ästhetik, Bildung, Paragrana. Internationale Zeitschrift für Historische Anthropologie, Band 22, 2013, H. 2.

[2] Vgl. Dr. Dispenza – Ein neues Ich (2012), S. 170.

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Testosteron testen – Warum es wichtig für Männer & Frauen ist!

Testosteron ist ein Androgen (Sexualhormon/Steroidhormon), das sowohl im männlichen als auch dem weiblichen Organismus wichtige Funktionen erfüllt und in unterschiedlichen Konzentrationen vorkommt.

Obwohl es meist nur mit dem Muskelaufbau (daher der Begriff anabol = aufbauend) assoziiert wird, erfüllt Testosteron eine Vielzahl weiterer wichtiger Aufgaben in deinem Körper, wie etwa im Gehirn, dem Kehlkopf, dem Knochenmark, den Geschlechtsorganen, den Knochen, den inneren Organen oder z.B. auch der Haut und den Haaren.

Turbulenzen ohne genügend Testosteron?

Wusstest du schon, dass der Ausgangs- bzw. Aufbaustoff für die Testosteronproduktion Cholesterin ist?[1]  Dadurch stellen sich für mich gleich mindestens drei Fragen:

  1. Ist Cholesterin wirklich so „schlecht“ wie man uns weismachen will?
  2. Gibt es überhaupt ein „zu viel“ an Cholesterin?
  3. Warum werden HDL und LDL gemessen, wenn sie möglicherweise mit Cholesterin nichts zu tun haben, sondern dieses vielleicht nur – als Fett-Transportproteine – in den Körper hinein- und heraustransportieren?

Anmerkung: Cholesterin bzw. Blutfettwerte werden mittels Blutbild gemessen und in den Werten Gesamtcholesterin, „Low Densitiy Lipoprotein“ (LDH) und „High Density Lipoprotein“ (LDL) und Triglyceride gemessen. Es wird gesagt, dass der LDL-Wert (Eselsbrücke: Lass Das Lieber) der „schlechte“ und HDL (Eselsbrücke Hab Dich Lieb) der „gute“ Cholesterinwert sei.

„Schulmedizin basiert nur auf Glaube, deswegen ist es eine Religion, keine Wissenschaft. Cholesterin ist das Beste was man haben kann, 87% aller neuen Zellen sind aus Cholesterin gebaut. Es gibt nicht so etwas wie zu hohes Cholesterin.“ (link)

(Dr. Leonard Coldwell)

 Cholesterin ist demnach wichtig für einen natürlich gesunden Testosteronspiegel.

Doch kaum jemand kennt seinen Testosteronspiegel oder behält diesen im Blick. Erfahre in diesem Artikel, wie du deine Werte selbst testen und ggf. wieder in ein natürliches, gesundes Lot bringen kannst.

Testosteron – Top Thema, nicht nur fürs Training

Ein erhöhter Testosteronspiegel steigert den Aufbau von Skelettmuskulatur und Kraft, verkürzt Regenerationszeiten, versorgt Muskeln mit mehr Sauerstoff und – bedingt durch einen beschleunigten Stoffwechsel – auch den Abbau von Körperfett.

Testosteron unterliegt einem zirkadianen Rhythmus, was in diesem Kontext bedeutet, dass es überwiegend am Morgen (zwischen 8.00 – 10.00 Uhr) ausgeschüttet wird.

In diesem Zusammenhang wäre es sinnvoll, möglichst am Vormittag zu trainieren, wenn sich deine Testosteronwerte auf einem Tageshöchstwert befinden. Doch dazu später mehr.

Mehr ist nicht immer besser! Es geht nicht um einen maximalen und unnatürlich hohen Testosteronspiegel (welcher gesundheitliche Beschwerden verursachen kann), sondern um ein für dich natürliches Optimum.

Bedingt durch die Lebensweise, Ernährung, fehlende sportliche Aktivität, Medikamentenkonsum, Krankheiten etc., kann es jedoch sein, dass sich deine Testosteronwerte nicht mehr in einem optimalen Bereich bewegen was ein regelmäßiges Testen dieses Steroidhormones sinnvoll macht, wenn du geistig und körperlich voll leistungsfähig sein/bleiben willst.

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Testosteron & die Damenwelt?

In erster Linie ist Testosteron DAS „Männlichkeitshormon“. Doch auch im weiblichen Organismus wird es benötigt, weshalb es auch Frauen regelmäßig testen und auf einem Optimum halten sollten.

Während Testosteron bei Männern in den sogenannten „Leydigzellen“ der Hoden produziert wird, stellt es der weibliche Körper in den sogenannten „Thekazellen“ der Eierstöcke her.

Beiden Geschlechtern gemein ist ebenfalls eine geringe Produktion des Steroidhormons (etwa 5%) in der Nebennierenrinde.

Aufgrund dessen ist es durchaus sinnvoll, die Arbeit deiner Nebennieren zu unterstützen, was auch zu einer Optimierung deines natürlichen Testosteronspiegels beitragen kann.

Wie du dies mit Himalaja Salz, dem richtigen Wasser und Limetten umsetzen kannst, erfährst du hier.

Weiblich trotzt Testosteron?

Viele Frauen schrecken schon vor dem Wort Testosteron zurück, weil sie die Assoziation eines „Mannweibes“ im Kopf haben. Solange es aber um die Optimierung des natürlichen Testosteronspiegels im weiblichen Körper geht, ist dies völliger Unsinn.

Auch Frauen benötigen den für sie optimalen Testosteronpegel, um Muskelmasse aufbauen zu können, eine sportlich straffe Figur zu erreichen sowie eine starke und gesunde Psyche zu haben.

Überprüfe also auch als Dame regelmäßige deinen Testosteronspiegel, dein Körper wird es dir danken.

Das Testosteron <–> Cortisol Verhältnis 

Untersuchungen sowohl in Bezug auf Kraft- als auch auf Ausdauersport  zeigen, dass ein Abfall des Testosterons und ein Anstieg des Cortisol (Stresshormon) die körperliche Leistungsfähigkeit absinken lassen[2] [3].

Das katabole (also „abbauende“) Stresshormon Cortisol bietet genug Thema für einen eigenen Artikel, weshalb ich an dieser Stelle nur kurz darauf eingehe, um die Verbindung zu Testosteron aufzuzeigen.

Cortisol wird ebenfalls in der Nebennierenrinde gebildet und kann dein bester Freund oder dein schlimmster Feind sein, nämlich dann, wenn es chronisch erhöht bleibt.

Wenn an dieser Stelle von Testosteron und Cortisol Verhältnis gesprochen wird, dann ist damit das sogenannte „freie Testosteron“ im Verhältnis zu Cortisol (FTCR = Freies Testosteron zu Cortisol Ratio) gemeint.

Freies Testosteron

Was ist sogenanntes „freies Testosteron“? Nun, freies Testosteron liegt im Körper – je nach Literatur – etwa zu 1-3 % als freies Hormon vor, der Rest ist zu etwa 97% an sogenannte Bindeproteine gebunden.

Manche Literaturangaben sprechen von 66 – 78% für das „Sexualhormon bindendes Globulin“ (SHBG) und zu etwa 20-32% von Albumin (einem Protein).

Messmethoden zur Bestimmung

Das freie Testosteron kann mittels Speichelproben ermittelt werden. Hierzu gibt es mittlerweile ganz einfache „Test-Kits“, die du einfach und bequem von zu Hause aus verwenden kannst und dann zur professionellen Analyse ins Labor schickst.

Ein solches Testosteron-„Testkit“ gibt es schon für kleines Geld, etwa von Cerascreen®:

Normalerweise wird der freie Testosteronwert nur rechnerisch ermittelt, wenn du dein Gesamttestosteron, SHBG und Albumin gemessen lassen hast, mittels Blutprobe/Blutserum.[4]

Testosteronwerte gibt’s aber meist auch nur auf extra Wunsch beim Arzt, wenn du diese separat im Rahmen eines „großes Blutbild“ bestimmen lässt.

Wenn dir also dein Albuminwert, dein Gesamttestosteron und SHBG-Wert vorliegt, könntest du dein freies Testosteron auch mittels einer Formel berechnen.[5]

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Messwerte und deren Interpretation

Mit Messwerten ist es immer so eine Sache. Da diese von Literatur zu Literatur, von Labor zu Labor oder auch von Land zu Land oft recht unterschiedlich sein können, ist es wieder mal nicht ganz einfach, pauschale Grenzwerte zu nennen, die als „gesund“ oder „normal“ bezeichnet werden könnten.

Manche Literaturquellen in Deutschland sprechen aber z.B. von Testosteronwerten (Serum) zwischen 12-40 nmol/L als „normal“ und Werte  unter 8 nmol/L als „behandlungsbedürftig“ ausgewiesen.[6]

Wenn du einen Testkit für zu Hause verwendest, dann wird (zumindest beim Cerascreen® Kit) ein Durchschnittswert aus den drei von dir eingesendeten Speichelproben ermittelt.  Anhand einer Vergleichstabelle kannst du dann deinen derzeitigen Testosteronwert ablesen.

Einen exakteren Überblick liefert dir aber – m.M.n. – ohnehin erst ein regelmäßiges Testen.

Bedeutung für dein Krafttraining

Wenn es um das Freies Testosteron zu Cortisol Verhältnis/Ratio (FTCR) geht, dann kann dir dieses als wichtiger Trainingsparameter dienen.

Dies insbesondere dann, wenn es um die Strukturierung/Planung deines Krafttrainings geht, weniger allerdings, wenn es sich um Ausdauertraining handelt.[7]

Unter der Berücksichtigung des FTCR wäre es also aus meiner Sicht sinnvoll, eine Krafttrainingseinheiten z.B. so zu gestalten, dass sie nicht zu lange dauert (≤ 60 Min), da sich sonst das FTCR zu Ungunsten von Cortisol verschieben kann und du dir dann im wahrsten Sinne des Wortes deine Muskelmasse „verbrennst“.

Um zu ermitteln, wann die optimale Zeit für deine Krafttrainingseinheit ist, wird der Testosteronwert – meiner Meinung nach – alleine aber wohl nicht ausreichen.

Denn dieser unterliegt eben zirkadianen Schwankungen und wird von vielen weiteren individuellen Parametern, wie z.B. Stress, Regeneration, Schlaf, Ernährung, Lebensstil, Arbeit, Familie, Gesundheitszustand und vor allem eben auch Cortisol oder z.B. auch Insulin beeinflusst.

Teste also am besten regelmäßig auch deine Cortisolwerte gleich mit, um einen besseren Ein- und Überblick zu bekommen und dein Training zu optimieren. Einen Cortisol-Test kannst du ebenfalls z.B. von Cerascreen® einfach selber von zu Hause aus machen.

Weitere wichtige Infos über Testosteron

Da Testosteron – wie gesagt – meist nur mit dem Thema Muskelaufbau in Verbindung gebracht wird, möchte ich dir an dieser Stelle noch ein paar weitere Informationen geben, die das Steroidhormon in deinem Körper erfüllt und was ein regelmäßiges Testen sinnvoll macht.

Testosteron Top Ten für Männer und Frauen

  1. Wachstum und Kraft von Skelettmuskulatur (wobei die meisten Testosteronrezeptoren sich im Herz befinden!)
  2. Libido
  3. Blutbildung im Knochenmark (rote Blutkörperchen/Erythrozyten)
  4. Fruchtbarkeit, „Sexdrive“
  5. Stimmbruch (& Bartwuchs bei Männern)
  6. Knochenwachstum und Knochendichte
  7. Eiweissynthese  in der Leber
  8. Botenstoffe für Blutbildung
  9. Hautdurchfettung & Fettstoffwechsel
  10. Stimmung und Psyche

Fazit

Das Steroidhormon wird meist nur im Zusammenhang mit Männern und Muskelaufbau betrachtet.

Im Zusammenhang mit Doping hat es wohl immer auch einen gewissen faden Beigeschmack, wenn man über Testosteron und seine anabole Wirkung spricht, da viele sofort das Thema Anabolika und Missbrauch von Arzneimitteln im Kopf haben.

Dabei ist Testosteron ein wichtiges Androgen, das neben mehr Kraft, Ausdauer und Muskelmasse für eine Vielzahl weiterer Aufgaben sowohl im männlichen wie auch weiblichen Organismus zuständig ist.

Eine regelmäßige Überprüfung deines Testosteronspiegles ist mittels „Testkits“ und professioneller Analyse im Labor mittlerweile auch bequem und schnell von zu Hause aus möglich.

Deinen Testosteronspiegel zu kennen ermöglicht dir eine noch intelligentere Trainingsplanung und kann (im Zusammenhang mit anderen gemessenen Hormonen wie z.B. Cortisol) die Effizienz deines Trainings, deiner Ernährung und deiner Zielerreichung deutlich steigern.

Die einfachste Möglichkeit, um deinen Testosteronspiegel auf natürliche Art und Weise zu steigern ist – meiner Meinung nach -, den Cortisolspiegel zu senken (Stress reduzieren) und die Insulinsensitivität deiner Zellen zu verbessern.

Mehr zum Thema Stressreduktion erfährst du hier.

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Literatur zum Thema:

[1] Vgl. E. Mutschler: Arzneimittelwirkungen. 7. Auflage, WVG, Stuttgart 1996, S. 380.

[2] Vgl. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8884416

[3] Vgl. Fry, AC., Kraemer, WJ., Stone, MH., Warren, BJ., Fleck, SJ., Kearney, JT., & Gordon, SE. (1994). Endocrine responses to overreaching before and after 1 year of weightlifting. Canadian Journal of Applied Physiology, 19(4): 400–410.

[4] Vgl. Simoni M (2004) Methodology for measuring testosterone, DHT and SHBG in a clinical setting. In: Nieschlag E, Behre HM (eds) Testosterone Action, Deficiency, Substitution, (3rd ed) Cambridge University Press, Cambridge, UK, pp 641-664.

[5] Vgl. Vermeulen A, Verdonck L, Kaufman JM A critical evaluation of simple methods for the estimation of free testosterone in serum J Clin Endocrinol Metab 84:3666-3672, 1999.

[6] Vgl. Eberhard Nieschlag, Hermann M. Behre, Susan Nieschlag: Andrologie: Grundlagen und Klinik der reproduktiven Gesundheit des Mannes. 3. Auflage, Springer, Heidelberg 2009, ISBN 978-3-540-92962-8, S. 119–121.

[7] Vgl. Hoogeveen AR & Zonderland ML. (1996). Relationships between testosterone, cortisol and performance in professional cyclists. Int J Sports Med, 17(6): 423-428.

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Rosenwurz (Rhodiola rosea) – Weniger Stress & bessere Regeneration

Rosenwurz (Rhodiola rosea) ist eine Heilpflanze bzw. ein Adaptogen, das bereits seit Jahrhunderten Anwendung findet, um z.B. chronische Müdigkeit auf natürliche Art und Weise zu mildern und zu bekämpfen.

Unter Adaptogen versteht man, je nach Literatur, eine alternativmedizinische, pflanzliche Zubereitung, die den menschlichen Organismus dabei unterstützen sollen, sich an Stresssituationen besser anzupassen und dadurch verursachte Erkrankungen zu lindern.

Adaptogene – so der aktuelle Stand der Forschung – sind sowohl ungiftig als auch mit positiver Wirkung versehen.[1]

Reichlich Rosenwurz bei Stress 

Rosenwurz vermag laut alten Überlieferungen und modernen Untersuchungen Müdigkeitserscheinungen, die durch körperliche Aktivitäten ausgelöst werden, deutlich zu reduzieren.

In unserer immer hektischeren, schnelllebigeren und zunehmend stressigeren Welt wird der Gebrauch von Rosenwurz vor allem dann interessant, wenn es sich z.B. um die Themen chronischer Stress, „Chronique Fatique Syndrom“ oder dem auch „Burn-Out Syndrom“ dreht.

Rosenwurz soll auch dann seine entspannende Wirkung entfalten, wenn Müdigkeitserscheinungen nicht nur durch physische Aktivitäten (wie z.B. Training) hervorgerufen werden, sondern durch psychische Überlastungen.

Einigen Studien zur Folge soll die Einnahme von Rosenwurz die kognitiven Fähigkeiten insbesondere dann verbessern, wenn die geistige Leistungsfähigkeit bereits abgenommen hat.

Woran dies liegt ist noch nicht vollständig geklärt und bedarf weiterer Untersuchungen. Es deutet jedoch vieles darauf hin, dass Rosenwurz (Rhodiola) den Neurotransmitter Serotonin erhöht und Corticoide senkt.

Mehr über Neurotransmitter erfährst du: hier.

Außerdem soll Rosenwurz auch den Transport der Serotonin „Vorstufe“ namens 5-Hydroxytryptophan im Gehirn verbessern.[2]

Mehr über den Zusammenhang von Serotonin und (5-Hydroxy)Tryptophan erfährst du hier.

Rosenwurz gegen chronischen Stress 

Wenn du diesem Blog folgst und meine Artikel regelmäßig liest, dann weißt du, dass Stress einer DER Faktoren sein kann, der dich von Fortschritten im Training abhält, selbst dann, wenn du dich vernünftig ernährst und intelligent trainierst.

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Chronischer Stress geht nämlich meist einher mit einer vermehrten Ausschüttung sogenannter Stresshormone. Insbesondere Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin.  Mehr über die Relevanz von Adrenalin erfährst du in dem Buch Dr. Platt, Adrenalin-Dominanz erfolgreich behandeln: Wenn das Stresshormon den Körper regiert.

Dieser „chronische Stress“ lässt dich dann auch die verhassten „Rettungsringe“ an Bauch und Hüfte ansetzen, senkt deinen Testosteronspiegel und und und.

Mehr über Stress und wie ihn bekämpfen kannst erfährst du: hier.

Reduziert Rhodiola Reizüberflutung?

Rhodiola/Rosenwurz reguliert Stress, unterstützt deinen Körper dabei widerstandsfähiger zu werden und hilft darüber hinaus auf diese Weise deinem Immunsystem fit und leistungsfähig zu bleiben.

Dies ist wohl auch auf die Wirkung des Adaptogen zurückzuführen, das direkt in den Körperzellen wirkt und deinen Zellstoffwechsel so positiv beeinflussen kann.

Darüber hinaus gibt es Untersuchungen die Hinweise darauf liefern, dass Rhodiola/Rosenwurz auch eine vorteilhafte Wirkung auf den sogenannten Monamin-Spiegel im Zentralen Nervensystem (ZNS) hat. [3]

Das Lexikon der Neurowissenschaft beschreibt die „Monamin-Hypothese“ wie folgt:

Monoamin-Hypothese w, E monoamine hypothesis, Theorie zur Erklärung der molekularen Vorgänge bei Manie und Depression, nach der die Symptome dieser affektiven Störungen durch eine zu niedrige Aktivität der serotonergen und noradrenergen Synapsen im Gehirn zustandekommen. Sie wird gestützt durch die Tatsache, daß MAO-Hemmer und andere Antidepressiva, die die Konzentration von Serotonin und Noradrenalin im Gehirn erhöhen, gegen Depressionen wirksam sind. Neuropsychopharmakologie.“[4]

Rosenwurz und Regeneration

Studien zu Rosenwurz konnten aufzeigen, dass sich durch dessen Konsum die Regenerationszeit des Peripheren Nervensystems (PNS) – also der Skelettmuskeln – verkürzten kann.

Rhodiola soll dabei u.a. Enzyme, Proteine und RNA quantitativ erhöhen, was für eine verkürzte Regenerationszeit verantwortlich sein kann.

Alles in allem soll – der Stand der Forschung entsprechend –  Rhodiola einen durchweg anabolen (also Stoffwechsel aufbauenden) Effekt haben, da es sowohl die Glykogensynthese in den Muskeln als auch in der Leber optimieren soll. [5]

Mehr „neuraler drive“?

Zu Rosenwurz wird bereits auch in den Bereichen Gedächtnisleistung/Gedächtnissteigerung geforscht.

Erste Anhaltspunkte scheinen nahezulegen, dass Rhodiola die Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen vermag. Anscheinend wird durch die Einnahme von Rosenwurz die bioelektrische Aktivität des Gehirns verstärkt angeregt.

Versuchspersonen berichteten z.B. über größere geistige Leistungsfähigkeit, verbesserten Schlaf (vgl. obige Ausführungen zu Serotonin) oder auch einer besseren Stimmungslage.

Rodiola und Riva-Rocci

Scipione Riva-Rocci war der Erfinder der apparativen Blutdruckmessung (deswegen wird der Blutdruck oft auch unter RR abgekürzt). Die Einnahme von Rosenwurz soll nämlich auch eine positive Wirkung auf dein Herz haben.

Dies lässt sich womöglich im Zusammenhang mit der Optimierung der bereits erwähnten Stresshormone Adrenalin, Cortisol etc. erklären.

So lässt sich durch Rhodiola ggf. ein erhöhter Blutdruck senken und allgemein der „Stress“ für dein Herz reduzieren. Vielleicht „nimmst du dir dann nicht mehr alles so zu Herzen“?!

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Rosenwurz bei Krebs?

Einer russischen Tierstudie nach soll die orale Einnahme von Rhodiola das Krebswachstum um 39% reduzieren und die Bildung von Metastasen um 50% senken.[6]

Ob dieses Effekte auf den menschlichen Organismus übertragbar sind, kann man natürlich nicht pauschal beantworten. Was jedoch durch diese Studie gezeigt werden konnte, waren die verschiedenen antioxidativen Stoffe in Rhodiola und deren Effekte gegen freie Radikale.

Dosierungsempfehlung 

Natürlich sollte jeder stets eigenverantwortlich handeln und sich selber Gedanken zu Einnahmeschemata machen.

Bei der Einnahme von Rhodiola rosea ist aber grundsätzlich auf das Extrakt „SHR-5“ zu achten, falls du dich für ein qualitativ hochwertiges Rhodiola/Rosenwurz Supplement entscheidest.

Entweder SHR-5 oder auch 3% Rosavin kommen hier in Frage. Dosierungen von 200-700mg/Tag sollten unproblematische sein, wobei es sich hierbei natürlich um keine Einnahmeempfehlung handelt!

Ein gutes Rhodiola Produkt ist folgendes von Thorne:

Fazit 

Qualitativ hochwertige Nahrungsergänzungsmittel aus Rhodiola rosea bzw. Rosenwurz sind eine geeignete Möglichkeit, um deinen Stresspegel auf natürliche Art und Weise positiv zu regulieren.

Natürlich sollte immer erst geklärt werden, was die Ursachen für etwaigen, chronischen Stress, andauernde Müdigkeit etc. sind. Es sollten nicht nur Symptome bekämpft werden. Dabei können viele Ursachen im Spiel sein, wie z.B. „ermüdete“ Nebennieren. Mehr dazu erfährst du: hier.

Da Rosenwurz als natürliches Adaptogen wirkt, hat es im Grunde wohl keine wirklichen „Nebenwirkungen“. Es besteht allerdings die Möglichkeit, dass es das Blut verdünnt. Wer damit Probleme hat oder sich Operationen unterziehen muss, der sollte vor der Einnahme mit einem Arzt eines Vertrauens sprechen.

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Literatur zum Thema:

[1] Vgl. Robyn Klein (2004): Allostasis Theory and Adaptogenic Plant Remedies (Memento vom 17. Oktober 2006 im Internet Archive)

[2] Vgl. Neuropsychiatr Dis Treat. 2013; 9: 639–658. Published online 2013 May 14. doi:  10.2147/NDT.S43419, PMCID: PMC3660126

Mood disorders and complementary and alternative medicine: a literature review

Naseem Akhtar Qureshi1 and Abdullah Mohammed Al-Bedah2

[3] Vgl. Vgl. J Ethnopharmacol. 2009 Mar 18;122(2):397-401. doi: 10.1016/j.jep.2009.01.007. Epub 2009 Jan 9. Monoamine oxidase inhibition by Rhodiola rosea L. roots. van Diermen D1, Marston A, Bravo J, Reist M, Carrupt PA, Hostettmann K.

[4] Vgl. Copyright 2000 Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg

[5] Vgl. J Sports Med Phys Fitness. 2010 Mar;50(1):57-63.

Effects of chronic Rhodiola Rosea supplementation on sport performance and antioxidant capacity in trained male: preliminary results.

Parisi A1, Tranchita E, Duranti G, Ciminelli E, Quaranta F, Ceci R, Cerulli C, Borrione P, Sabatini S.

[6]Vgl. https://www.researchgate.net/publication/266611219_The_influence_of_Rhodiola_rosea_extracts_on_non-specific_and_specific_cellular_immunity_in_pigs_rats_and_mice

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Warum du deine Zirbeldrüse entkalken solltest Teil – IV (Mechanismen)

Wenn du meinen Blog regelmäßg verfolgst, dann wirst du bereits festgestellt haben, dass das Thema rund um unsere Zirbeldrüse eines meiner Lieblingsthemen ist.

Meines Erachtens ist die Zirbeldrüse (auch Epiphyse genannt) eine der – wenn nicht sogar DIE – meist unterschätzte (endokrine) Drüse unseres Körpers. Doch ihre positiven Wirkungsmechanismen können sich nur entfalten, wenn sie richtig funktioniert und nicht – wie wohl leider bei sehr vielen Menschen – im wahrsten Sinne des Wortes verkalkt ist!

Wenn für dich die Thematik Zirbeldrüse komplett neu ist, dann empfehle ich dir, zunächst mit Teil I meiner Artikelserie zu beginnen:

Die ZirbeldrüseWarum Sie Ihr Hirn entkalken sollten! Teil I

Dieser Artikel beschäftigt sich mit den „Wirkmechanismen“ der Zirbeldrüse. Was macht die Zirbeldrüse so besonders, und warum hat es überhaupt einen Sinn, sie zu entkalken bzw. Fluoride aus dem Körper auszuleiten und vielem mehr rund um das Thema Zirbeldrüsenhormone, Neurotransmitter (also Botenstoffen zur Reizweiterleitung im Gehirn) & Co….

Die Zirbeldrüse (Hirnanhangsdrüse)

Du kannst dir deine Zirbel- oder Hirnanhangdrüse, wie sie auch genannt wird, vom Aussehen her wie eine Art Pinienzapfen vorstellen. Daher wohl auch der englische Name, pineal gland, für pineal = Pinie und gland = Drüse.

Dabei dient dir die Zirbeldrüse als „elektromagnetischer Sensor“ zur Regulierung aller Arten von Bewusstseinszuständen (von einer Stimmung bis hin zur außersinnlichen Wahrnehmung). [1]

Dale et al. beschreiben die Zirbeldrüse in diesem Zusammenhang als Erzeuger eines Magnetfeldes, welches aufgrund von „Magnetkristallen“ entsteht, die sich in der unmittelbaren Umgebung zur Hirnanhangsdrüse befinden sollen. [2]

Dies würde Sinn haben, da Patienten, die unter einer gestörten Zirbeldrüsenfunktion litten neben einem gestörten Zeitgefühl auch Schwierigkeiten hatten, Informationen über elektromagnetische Felder weiterzugeben.

Darüber hinaus hatten diese Patienten teilweise mit enormen (Einschlaf)schwierigkeiten zu kämpfen und litten (wahrscheinlich verursacht durch die mangelnde Schlafqualität) gelegentlich auch unter weiteren gesundheitlichen Problemen. [3]

Auch das ist in meinen Augen nachvollziehbar, da die Zirbeldrüse u.a. das Hormon Melatonin ausschüttet, das du zur Steuerung deines Schlaf-Wach-Zyklus benötigst.

Werden die „Mechanismen“ gestört, die diesen Zyklus steuern, dann kann (bei langanhaltendem Auftreten) ein „Domino-Effekt“ ausgelöst werden.

Denn schon zu wenig (quantitativer) und vor allem zu wenig „guter“ (qualitativer) Schlaf können z.B. deine Stresstoleranz massiv senken, dich somit anfälliger für Krankheiten machen oder z.B. deine Cortisol Produktion dauerhaft so erhöhen, dass es zu einer punktuellen Fetteinlagerung insbesondere in der Bauch- und Hüftregion führen kann! 

Die „Rangfolge“ der Zirbeldrüsenaktivität

Betrachtet man die Zirbeldrüsenaktivität, so lässt sich aus biochemischer Sicht eine Art Rang- oder Reihenfolge beobachten. Gewisse „Schritte müssen gegangen werden, um zum Ziel einer vollen Aktivierung zu gelangen.

Hierbei handelt es sich um die Synthese (Herstellung) der Aminosäure namens Trypthophan, mit den Substanzen Serotonin, Melatonin, Pinolin und schließlich Dimethyltryptamin (DMT).

Vereinfach dargestellt sehen diese Schritte wie folgt aus (siehe Bild):

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Tryptophan

Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure, die du über deine Nahrung aufnehmen musst. Hierfür eignen sich z.B. Hühnereier (Vollei), Walnüsse, Cashewkerne, Hähnchenbrust, Schweinefleisch, Kakaopulver (ohne Zucker) und auch roher Lachs.

Tryptophan ist allerdings nur im Proteinanteil dieser (und anderer) Lebensmittel gebunden. Von diesem ohnehin schon geringen Anteil kann dein Körper darüber hinaus nur noch geringe Prozentsätze tatsächlich „verstoffwechseln“.

Zur Aufnahme von Tryptophan sind deshalb qualitativ hochwertige Nahrungsergänzungsmittel von Bedeutung, zumal der tägliche Bedarf sehr individuell ausfallen kann.[4]

Tryptophan ist zwar nur in wenigen Lebensmitteln und dort auch nur in geringen Dosierungen enthalten, erfüllt jedoch wichtige Funktionen in deinem Körper und dies nicht nur in Bezug auf die Aktivität deiner  Zirbeldrüse.

Meiner Meinung nach ist (neben der Zirbeldrüsenaktivierung) die beste Eigenschaft des Tryptophans wohl seine stimmungsaufhellende Wirkungsweise.[5] So reguliert Tryptophan deine Gefühlslagen und kann sich dadurch positiv auf dein allgemeines Wohlbefinden auswirken.

Dies geschieht durch die Umwandlung in einen deiner körpereigenen Neurotransmitter: dem Serotonin.

Neben der stimmungsaufhellenden Wirkung unterstützt Tryptophan z.B. auch die Produktion von Vitamin B3 (Niacin). Dieses wird u.a. wieder für die „Herstellung“ von anderen Neurotransmittern benötigt und spielt eine weichtige Rolle bei der Verstoffwechslung der Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Proteine und Fette).

Nicht nur im Zuge der Zirbeldrüsenaktivierung ist es – aus meiner Sicht – von äußerster Wichtigkeit, den eigenen Schlaf zu optimieren. Hier kann die Zufuhr von Tryptophan helfen, indem sie deinen Serotoninspiegel im Blut am Tage konstant hält. Dadurch kannst du dann nachts ausreichend Melatonin produzieren.

Serotonin

Serotonin wird also am Tage produziert und ist ein Neurotransmitter. Es steuert deinen Appetit, deinen Schlaf, die Körpertemperatur und auch deine Emotionen. [6]

Serotonin ist zwar in vielen kohlenhydratreichen Nahrungsmitteln enthalten, kann aber die Blut-Hirn-Schranke (hämatoenzephalische Schranke) nicht „alleine“ passieren um in dein Gehirn zu gelangen und als Neurotransmitter tätig werden.

Hierfür benötigt es Tryptophan, welches Serotonin in deinem Gehirn/zentralem Nervensystem (ZNS) erzeugt bzw. metabolisiert.

Eine kdohlenhydratreiche Mahlzeit führt so anscheinend nur indirekt zu einer Serotoninausschüttung im Gehirn. Vielmehr sorgen solche Mahlzeiten dafür, dass die Bioverfügbarkeit von Tryptophan (im jeweiligen Lebensmittel) erhöht wird.

Unter Bioverfügbarkeit versteht man die Effizienz aufgenommener Wirkstoffe. Also wie viel (in Prozent) von dem was du konsumierst, kann dein Körper auch tatsächlich aufnehmen und wird nicht einfach wieder ausgeschieden.

Mehr zum Thema Bioverfügbarkeit erfährst du in dem Artikel: Warum du liposomales Vit. C benötigst – Teil I  und: Wie du mit Kurkumin auf einfache Weise deine Gesundheit stärken kannst

Mir stellen sich in diesem Zusammenhang folgende Fragen:

  • inwieweit können kohlenhydratreiche Speisen die vorwiegend aus sogenannten Einfachzuckern bestehen (und ohne, dass tryptophanhaltige/proteinhaltige Lebensmittel dazu konsumiert werden) den Serotoninspiegel tatsächlich erhöhen?
  • Muss zur optimalen „Freisetzung“ von Serotonin immer ein Lebensmittel konsumiert werden, das eine tryptophanreiche Proteinmenge besitzt?
  • Ist die Gabe von Tryptophan in Form von Nahrungsergänzungsmittel effizienter, wenn man die Aufnahme von Kohlenhydraten (z.B. bei adipösen oder übergewichtigen Leuten) begrenzen möchte?

Übrigens:

Trypthophan sollte nicht gleichzeitig mit dem bekannten Supplement 5-HTP eingenommen werden! Zwar metabolisieren beide Nahrungsergänzungsmittel zu Serotonin, manche profitieren aber eher von der Einnahme von der Aminosäure Tryptophan als vom bekannteren 5-HTP.

Das liegt wohl daran, dass bei der Einnahme von Tryptophan der Körper die produzierten Serotoninmengen aufgrund des Enzyms namens „L-Tryptophan Hydroxylase“ besser regulieren kann.

Bei 5-HTP hingegen deutet manches darauf hin, dass die Serotoninmenge weniger gut reguliert werden kann und ein gewisser Teil in den Darm gelangen kann, wo es Magen-Darm Probleme kommen kann.

Melatonin

Melatonin (N-acetyl-5-methoxytryptamine) ist das Hormon, das deinen Schlaf-Wach-Zyklus (circadianer Rhythmus) regelt. Es ist wohl eines der stärksten Antioxidantien in deinem Körper.[7]

Es kann aber nur richtig wirken, wenn es A: komplett dunkel ist, B: die Zimmertemperatur nicht zu hoch ist und C, wenn deine Zirbeldrüse nicht durch Fluorid – im wahrsten Sinne des Wortes – verkalkt ist. [8]

Durch den Anstieg des Melatonin-Wertes im Blut wirst du bei zunehmender Dunkelheit und optimalem Biorhythmus zunehmend müder, bis du einschläfst. Zwischen zwei und drei Uhr nachts ist dein Melatoninspiegel dann auf dem Höhepunkt.

Eine optimale Melatonin Ausschüttung sorgt also dafür, dass du schneller einschlafen und besser durchschlafen kannst. [9] Aber auch deine Aufmerksamkeit und deine geistige Leistungsfähigkeit profitieren davon. [10]

Pinolin – stärker als Melatonin?

Pinolin (6-Methoxy-1,2,3,4-tetrahydro-β-carboline) und Melatonin sind chemisch gesehen dem Serotonin (5-hydroxytryptamine) sehr ähnlich. [11]

Pflanzen aus der traditionellen Medizin – heute als Alternativmedizin genannt – die diesen Wirkstoff enthalten, sind die wohl nur wenigen bekannten „Jochblattgewächse“ und die „Steppenraute“.

Pinolin ist ferner eine Neurochemikalie, die für dein Bewusstsein eine Rolle spielt. [12]

5-MEO-DMT

Auf dem „Weg“ von Pinolin hin zur Freisetzung von DMT scheint es eine Art „Zwischenstufe“ zu geben.

Die Zirbeldrüse soll nach einer sechs bis achttägigen kontinuierlichen Meditationszeit (vollständige vorherige Entkalkung vorausgesetzt) in der Lage sein, das Hormon „5-MEO-DMT“ zu produzieren bzw. freizusetzen. Es ist ein psychedelisches Tryptamin, das sich auch in bestimmten Krötengiften, Pflanzen, Samen und Harzen finden lässt. [13]

Unter Tryptamin versteht man – je nach Literatur – chemische Verbindungen, die vom sogenannten „2-(Indol-3-yl)-ethylamin“ abgeleitet werden. Tryptamine sind also Stoffwechselprodukte von Menschen, Tieren, oder Pflanzen. Sie zählen zu den sog. „Indoalkaloiden“.

Wie durch die zuvor beschriebenen Schritte nun hoffentlich nachvollziehbar, zählt zur Tryptamin-Struktur ebenfalls Serotonin, Melatonin, Tryptophan sowie das  psychedelisch wirksame Halozinogen, DMT.

DMT (Di-Methyl Tryptamine)

Aus biochemischer Sicht ist DMT zunächst ein natürlich in Lebewesen vorkommendes Tryptamin und ein menschlicher Neurotranmitter.[14]

Aus „mystischer“ Sicht stellt DMT ein psychodelisches Entheogen dar, das für eine schier unbezifferbare Anzahl spiritueller „Erfahrungen“ verantwortlich sein soll.

Entheogene wirken psychotomimetisch in dem sie u.a. deine Neurotransmitter beeinflussen können.

DMT soll eines der stärksten und gleichzeitig mysteriösesten Psychodele sein, die existieren. So ist es z.B. Hauptbestandteil eines „Gebräus“ namens „Ayahuasca“, dass von Kulturen in Südamerika zu verschiedenen Ritualen getrunken wird. [15]

Zu Pflanzen die DMT enthalten, gehört z.B. die Acacia (Acacia acuminata) mit bis zu 1,8% Alkaloiden, die zum Großteil Dimethyltryptamin (DMT) aus deren Rinde enthalten. [16]

Zusätzlich zur Rinde enthalten die Blätter der Acacia ebenfalls DMT (bis zu 1,2%) sowie Tryptamin.[17]

Wenn du mehr über die pharmakologischen Hintergründe von DMT oder Ayahuaska erfahren möchtest, dann kannst du dies z.B. unter folgenden Links (auf Englisch) nachlesen:

Fazit

Die Zirbeldrüse ist und bleibt Gegenstand intensiver Untersuchungen. Viele der zuvor „sagenumwobenen“ Mythen wurden mittlerweile sogar durch unsere „westliche“ Schulmedizin bestätigt.

So sollte man die positiven Eigenschaften unseres Dritten Auges (wie die Zirbeldrüse auch genannt/betrachtet wird) nicht nur als Hokus Pokus abtun, nur weil es (noch) keine „wissenschaftlichen“ Bestätigung dafür gibt.

Doch wenn du dich mit dem Thema der Zirbeldrüse beschäftigst, dann gehe ich ohnehin davon aus, dass du dann weißt, dass die Wissenschaft nicht immer Wissen schafft…

Abschließend noch zusätzlich ein kleiner Praxistipp und zwar wiederum zum Thema Zahnpasta. Von der Marke „Blackwood“ gibt es eine Zahnpasta, die ebenfalls ohne Fluoride und Peroxid auskommt.

Zusätzlich verfügt sie über Aktivkohle, die die Zähne auf natürliche Weise von Verunreinigungen befreien und leicht aufhellen soll. Sie enthält Wacholderbeeren, soll blutstillend und auch entzündungshemmend wirken.

Anbei der link zu amazon:

Wie sind deine Erfahrungen mit der Entkalkung der Zirkeldrüse?

Hinterlasse einen Kommentar.

Literatur zum Thema:

[1] Vgl. Cyndi Dale, Der Energiekörper des Menschen: Handbuch der feinstofflichen Anatomie, 2012, S. 81.

[2] Vgl. Cyndi Dale, Der Energiekörper des Menschen: Handbuch der feinstofflichen Anatomie, 2012, S. 81.

[3] Vgl. I. Haimov. & P. Lavie, Melatonin –  A Soporific Hormone, Current Directions in Psychological Science 5 (1996): 106-111.

[4] Vgl. G. Lazaris-Brunner, M. Rafii, R. O. Ball, P. B. Pencharz: Tryptophan requirement in young adult women as determined by indicator amino acid oxidation with L-[13C]phenylalanine. In: Am. J. Clin. Nutr. 68(2); Aug 1998: S. 303-10 PMID 9701187

[5] Vgl. Roiser JP, Levy J, Fromm SJ, Nugent AC, Talagala SL, Hasler G, Henn FA, Sahakian BJ, Drevets WC. The effects of tryptophan depletion on neural responses to emotional words in remitted depression. Biol Psychiatry. 2009 Sep 1;66(5):441-50. Epub 2009 Jun 17

[6] Vgl. Cyndi Dale, Der Energiekörper des Menschen: Handbuch der feinstofflichen Anatomie, 2012, S. 82.

[7] Vgl. Takahashi JS, Zatz M: Regulation of circadian rhythmicity. In: Science 1982/217, S. 1104–111.

[8] Vgl. Literaturrecherche Melatonin-Defizit (PDF) Klinik für Schlafmedizin im St. Hedwig Krankenhaus, 2009.

[9] Vgl. Remy Luthringer: The effect of prolonged-release melatonin on sleep measures and psychomotor performance in elderly patients with insomnia. 2009, PMID 19584739.

[10] Vgl. Vgl. Patrick Lemoine: Prolonged-release melatonin improves sleep quality and morning alertness in insomnia patients aged 55 years and older and has no withdrawal effects. 2007, PMID 18036082.

[11] Vgl. Mario de la Fuente Revenga†, Concepción Pérez†, José A. Morales-García‡§, et. al., Neurogenic Potential Assessment and Pharmacological Characterization of 6-Methoxy-1,2,3,4-tetrahydro-β-carboline (Pinoline) and Melatonin–Pinoline Hybrids, ACS Chem. Neurosci., 2015, 6 (5), pp 800–810, DOI: 10.1021/acschemneuro.5b00041, Publication Date (Web): March 27, 2015, Copyright © 2015 American Chemical Society

[12] Vgl. Cyndi Dale, Der Energiekörper des Menschen: Handbuch der feinstofflichen Anatomie, 2012, S. 82.

[13] Vgl. Vgl. Cyndi Dale, Der Energiekörper des Menschen: Handbuch der feinstofflichen Anatomie, 2012, S. 82.

[14] Vgl. Vgl. Cyndi Dale, Der Energiekörper des Menschen: Handbuch der feinstofflichen Anatomie, 2012, S. 82.

[15] Vgl. Dennis J. McKenna, G.H.N. Towers, et al.: Monoamine oxidase inhibitors in South American hallucinogenic plants: Tryptamine and β-carboline constituents of Ayahuasca. In: Journal of Ethnopharmacology. 10, 1984, S. 195–223, doi:10.1016/0378-8741(84)90003-5.

[16] Vgl. Jeremy EGA conference, Australia 2009, used successfully in S.Australia since c.2008.

[17] Vgl. White et al. 1951.

grüner Tee Plantage

Wie dir L-Theanin dabei hilft besser zu entspannen und zu regenerieren

Wer ein hohes Arbeitspensum an den Tag legt, der braucht auch entsprechende Ruhe, um tagtäglich sein volles Potential entfalten zu können. Ob im Beruf oder beim Training. Wir streben nach Progression. Doch eine Entwicklung/Entfaltung ist nur möglich, wenn du deinem Körper und deinem Geist qualitativen und quantitativen Schlaf ermöglichst.

„Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, nicht durch den Stillstand deiner Tätigkeit.“

 (Friedrich von Schiller, deutscher Dichter, 1759 – 1805)

 

L-Theanin – einzigartige Aminosäure aus dem Tee

Die nicht proteinogene Aminosäure L-Theanin oder Theanin ist eine Aminosäure die am häufigsten in Blättern des schwarzen und grünen Tees (Camellia sinensis), aber auch in einer Art Pilz vorkommt.

Zu den positiven Auswirkungen eines Theanin Konsums gehören u.a. [1]:

  • Entspannung
  • Steigert die Gehirnleistung
  • Stimmungsaufheller
  • Schlafqualität
  • Wirkt sich positive bei Krebserkrankungen aus
  • Wirkt sich positiv bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus
  • Unterstützt die Gewichtsreduktion
  • Hilft bei „einfachen“ Erkältungen

Allgemein kann man auch davon ausgehen, dass Theanin also tatsächlich eine (positive) Wirkung im Körper auslöst und auch eine Überdosierung keinen Schaden anrichten kann. [2]

L-Theanin wirkt positiv auf dein Zentrales Nervensystem (ZNS), indem es die Ausschüttung der sogenannten Neurotransmitter GABA und Serotonin verursacht. Mehr über Neurotransmitter erfährst du hier.

Dies sorgt für eine Reduktion körperlicher und geistiger Stressreaktionen.

Tierstudien (an Ratten) konnten ebenfalls zeigen, dass L-Theanin dabei hilft Schlafstörungen zu beseitigen, die durch Koffeinkonsum hervorgerufen wurden. [3]

Die Besonderheit von Theanin liegt darin begründet, als dass es zwar einen entspannenden Effekt auf das ZNS ausübt aber keine sedierende (einschläfernde) Wirkung besitzt!

Darüber hinaus stimuliert es das Gehirn sogenannte „Alpha-Wellen“ zu produzieren. Somit eignet sich Theanin hervorragend zur Bekämpfung von chronischen Spannungszustände (z.B. in der Muskulatur), Stress oder Angstzuständen, ohne dabei einschläfernd zu wirken!

Theanin – Kraft ist nichts, ohne Kontrolle

Auch mentale Kraft bzw. Leistungsfähigkeit ist nichts, wenn man sie nicht kontrollieren kann. Äquivalent zu einem Auto, welches seine Motorleistung nicht auf die Straße überragen kann und nur die Reifen durchdrehen lässt.

Ähnlich verhält es sich mit deinem Gehirn…

Gehirnwellen – Schwankungsmuster
Gehirnwellen Sekundentakt Stimmung/Bewusstseinszustand
Delta 0-4 Tiefschlaf (Stufe 3 und 4)
Theta 4-8 Schläfrig/Leichter Schlaf  (Stufe 1 und 2)
Alpha 8-13 Entspannt/wachsam/alarmiert
Beta 13-40 Gestresst/ängstlich/Konzentrationsschwierigkeiten

Tabelle 1: Brain Wave Oscillation Patterns/Gehirnwellen Schwankungsmuster, Quelle: The Cortisol Connection, S.210.

Shawn Talbott – Autor des Buches „The Cortisol Connection“ – vergleicht die Unterschiede der einzelnen Gehirnwellen mit den Gängen eines Autos.

Eine passende Analogie wie ich finde, bei der die langsamsten Gehirnwellen (Delta & Theta) den „Leerlauf“ bzw. den „ersten Gang“ repräsentieren.

Die Alpha Wellen würden dann den oder die Gänge kennzeichnen, in denen das Auto seine volle Kraft nach und nach entfaltet und auch auf die Straße übertragen kann. Also bei einem sechs Gang Getriebe z.B. die Gänge drei bis sechs.

Die Beta Wellen wären dann eine Art „Hyper-Gang“, bei dem zu viel Energie freigesetzt wird und die Räder des Autos durchdrehen, da der „Grip“ fehlt die Kraft auf die Straße zu übertragen. [4]

Dabei hilft dir Theanin aber nicht nur dabei dich besser zu konzentrieren, sondern auch zu entspannen.

Es fungiert also als ein Art Adaptogen. Es Balanciert deinen „Neurotransmitter-Haushalt“, indem es dir hilft dich zu konzentrieren, wenn du es musst, oder dabei dich –wenn du zur Ruhe kommst – auch wirklich entspannen zu können.

Persönliche Erfahrung mit L-Theanin

Ich persönliche habe Theanin getestet, um zu sehen ob es tatsächlich einen positiven Effekt auf das Cortisol Management besitzt und somit zu einer Stressreduktion beitragen kann.

Ausgangspunkt war ein häufig zuckendes bzw. „nervöses“ linkes Augenlied, was ich als Symptom eines zu hohen Stresslevels interpretierte. Denn – meiner Meinung nach – werden Muskeln nicht einfach an- oder einfach ausgeschaltet, wie ein Lichtschalter. Es musste also an einer Dysbalance meines Hormonhaushaltes liegen.

Durch den Einsatz von 500mg L-Theanin/Tag (ca. 30 min vor dem Schlafen gehen) konnte ich das „nervöse Augenlied“ beseitigen. Dies war meine persönliche Testphase, um zu sehen ob Theanin tatsächlich positive Auswirkungen auf den Körper besitzt.

Da ich grundsätzlich nur etwas guten Gewissens weiterempfehle, das ich auch selbst getestet habe, nutze ich L-Theanin nun auch im Rahmen meines Metamoprhose-Programms und mit meinen Personal Training Kunden, im BSPT-Studio.

Ich habe positive Erfahrungen mit folgendem Produkt gemacht:

Dieses enthält auch keine weiteren Zusatzstoffe, außer reinem L-Theanin. Mit 500mg ist es ausreichend dosiert, da Theanin schon ab einer täglichen Gabe von 50-200mg wirken soll.[5]

Theanin aus Tee?

Wie bereits erwähnt lässt sich Theanin in den Blättern nicht nur aus grünem Tee finden. So stellt sich die Frage ob du Theanin nun in Form von Nahrungsergänzungen konsumieren könntest oder lieber der ursprünglichen Form – aus Tee – den Vorzug gibst.

Natürlich ist es möglich THeanin auch durch den Konsum von mehreren Tassen Tee pro Tag zu decken.

Dabei ist jedoch zu achten, dass es Tee ist der dann geerntet wurde, als die Blätter der Pflanze (Camellia sinesis) auch gerade reich an Theanin waren.

Denn während der Produktion sogenannter „sekundären Pflanzenstoffen“ (Polyphenole) wandelt die Teepflanze – je nach Jahreszeit – Theanin in sogenannte Catechine (ebenfalls sekundäre Pflanzenstoffe aber mit vorwiegend antioxidativer Wirkung) um.

Dies ist nichts Schlechtes, wenn man grünen Tee z.B. trinkt, wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften.  Wenn man allerdings grünen Tee trinkt, um in erster Linie einen gewünschten Theanin Konsum zu decken müsste man wissen, ob die Blätter der Pflanze dann geerntet wurde, als sie auch noch reich an Theanin war.

Ein weiteres „Problem“ ist das in grünem Tee enthaltene Koffein. Wer eine Aufnahme desselbigen vermeiden möchte, könnte theoretisch auf entkoffeinierten grünen Tee als Alternative zurückgreifen.

Praktisch ist dies aber wohl keine gute Lösung da ein Großteil von Theanin beim „Entkoffeinierungsprozess“ verloren geht.[6]

Somit stellt – meiner Meinung nach – eine Aufnahme in Form von Nahrungsergänzungsmitteln die einfachste und wohl effizienteste Möglichkeit dar, um von den positiven Eigenschaften von Theanin zu profitieren.

BSPT- Buchempfehlung

Wenn du mehr über das Thema Theanin oder allgemein über Stressmanagement lernen und verstehen willst, wie und was das Hormon Cortisol damit zu tun hat, empfehle ich dir das Buch „The Cortisol Connection“, von Shawn Talbott, PH.D.

Fazit

Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass L-Theanin sich allgemein für ein „Stressmanagement“ eignet.

Es scheint einen positiven Effekt auf Cortisol und oder die Adrenalinausschüttung zu haben und wirkt auf den Körper wohl als eine Art Adaptogen. Es optimiert so anscheinend die körpereigene „Balance“ hinsichtlich Spannungs- und Entspannungszuständen.

Theanin grenzt sich in sofern von anderen Nahrungsergänzungsmitteln zum Stressmanagement ab, als dass es zwar beruhigend wirken kann, aber nicht als Form eines Sedativums (Beruhigungsmittel), dass dich schläfrig oder müde macht.

Wie sind deine Erfahrungen mit L-Theanin?

Schreibe einen Kommentar oder

eine E-Mail mit deiner Frage an:

info@bernd-stoesslein.de

 Literatur zum Thema

[1] Vgl. Türközü D1, Şanlier N.,(2105), L-Theanin, Unique Aminoacid of Tea, and Its Metabolism, Health Effects, Safety.

[2] Vgl. Türközü D1, Şanlier N.,(2105), L-Theanin, Unique Aminoacid of Tea, and Its Metabolism, Health Effects, Safety.

[3] Vgl. Jang, J., et al. L-Theanine Partially Counteracts Caffein-Induced Sleep Disturbances in Rats. Pharmacology Biochemistry and Behaviour. 2012. 101 (2); S.217-221.

[4] Vgl. Talbot (2007), S. 197.

[5]  Vgl. Vgl. Talbot (2007), S. 19

[6] Vgl. Vgl. Vgl. Talbot (2007), S. 198.