Myobuddy® (Werbung) ist ein Massagegerät, das massiert und gleichzeitig auch wärmt! Ich nutze dieses „cool tool“ z.B. zur Massage nach dem Training, um übermäßige Kontrakturen meiner Faszien zu minimieren und, um Milchsäure und „Stoffwechselabbauprodukte“ aus dem trainierten Gewebe besser zu mobilisieren und dem Körper bei dessen Abtransport zu helfen. Gleichzeitig kann ich durch Wärme und die Massage etwas für eine gesteigerte Durchblutung tun. In diesem Artikel zeige ich dir (m)ein neues „Erholungs-Werkzeug“ für meinen „Gesundheitswerkzeugkasten“.

Der Begriff „Gesundheitswerkzeugkasten“ stammt übrigens von Dr. Hartmut Fischer. Du findest mich als Dimethylsulfoxid (DMSO) Therapeut auf Dr.Fischers Webseite.

Myobuddy® – Der Freund aller Muskeln?

Auch in diesem Artikel möchte ich alle Begrifflichkeiten definieren. Schauen wir uns also an, was „Myo|buddy“ überhaupt bedeuten soll. Der Begriff ist eine griechisch-englische Neuschöpfung.

Sie setzt sich zusammen aus dem Griechischen Wort myos = Maus, Muskel (Becher et al., 1995) und dem Englischen Wort buddy = Kumpel.

Wörtlich übersetzt ist der Myo|buddy also ein „Muskelkumpel“. Der Name ist durchaus Programm, wenn man sich überlegt, wie universell dieses Gerät einsetzbar ist.

Der vorliegende Artikel bezieht sich auf das Modell „Pro 2“ (Werbung).

Zugegeben, auf den ersten Blick ähnelt es stark einer Auto -Politurmaschine und ist auch ganz ähnlich zu bedienen.

Allerdings dient sie nicht dazu Menschen auf Hochglanz zu polieren, sondern, um einen Massageeffekt zu erzeugen. In Kombination mit der eingebauten Wärmefunktion eine fantastische Sache, wie ich finde.

Tatsächlich kann man aber mit dem Myobuddy®-Massagegerät durchaus auch mit Ölen arbeiten, wenn man möchte. Ich sehe hier kein Problem.

Man kann z.B. etwas Lotion seiner Wahl oder Öl/Fett (1,5 TL) auftragen (auf den waschbaren Bezug) und dieses dann sehr gut  auf dem Körper verteilen.

Wenn ich mit Öl arbeiten würde, dann mit nahrhaften Ölen wie Bio-Kokosöl (Affiliate Link), Kakaobutter (Affiliate Link) oder auch Jojobaöl (Affiliate Link).

Des Weiteren könnte man durchaus auch mit Aromatherapie-Ölen (Affiliate Link) arbeiten. Hier sind der eigenen Fantasie natürlich keinerlei Grenzen gesetzt. Jeder sollte hier mit den Ölen etc. arbeiten, die ihm gut bekommen und die eigene Regeneration unterstützen.

Ganz großer Vorteil des Myobuddy® ist aus meiner Sicht, dass ich mir damit auch über meine Gelenke und Knochen (vom Kopf mal abgesehen) fahren kann. Diese ist mit einer Massagepistole (Affiliate Link) z.B. nicht möglich!

Der Bezug des MyoBuddy® lässt sich ganz einfach abziehen und reinigen, Quelle: eigenes Foto.

Kleiner Nachteil: durch die breite Massagefläche ist das punktgenau Arbeiten dann natürlich nicht ganz so präzise möglich. Durch das Kippen des Gerätes kann man aber natürlich auch den Rand der Massagefläche nutzen und so die Präzision etwas steigern.  

Auch die Reinigung ist kein Problem. Man kann den Myobuddy® entweder auf nackter Haut anwenden, oder auch auf Kleidung. Wie bereits erwähnt, kann man mit Ölen arbeiten. Danach ist natürlich eine Reinigung des Massagepads unabdingbar.

Während der Anwendung nimmt der Bezug des Gerätes natürlich Fasern auf, Gewebe, Hautschuppen, Öle etc. Diese möchte man bei der nächsten Anwendung natürlich nicht mehr auf sich oder einem anderen Anwender verteilen 😉

Deswegen kann man den Bezug einfach abziehen und in die Waschmaschine und/oder Trockner geben.

Wie du ohne Waschmittel waschen kannst, erfährst du in diesem Video:

Wer mit Hand waschen will, der kann alternativ auch mit etwas heißem Wasser, Essig und oder Natron (Affiliate Link) arbeiten. Alternativ auch mit einer hochwertigen Seife ohne künstliche Zusatzstoffe (Affiliate Link).

Das Gerät

Zum Gerät selber muss man nicht viel erklären. Die Bedienung erklärt sich im Prinzip von alleine.

Der myobuddy® ist super einfach, nur mit einem Knopf, zu bedienen, Quelle: Eigenes Foto.

An der Oberseite befindet sich ein Knopf, mit dem man eine der drei unterschiedlichen Intensitätsstufen wählen kann. Die Wärme läuft während jeder Stufe gleichermaßen stark.

Der Griff an der Außenseite des Gerätes erleichtert auch die einhändige Selbstanwendung!

Betrieben wird das Gerät mittels Strom. Das gefällt mir sehr gut, denn dann entfällt das lästige laden von Akkus und das Gerät bietet – solange es Strom gibt – praktisch unbegrenzte Behandlungsdauer.

Ein klitzekleiner Nachteil ist vielleicht, dass man dadurch natürlich auch immer an eine Stromquelle gebunden ist. Das integrierte Stromkabel ist aber ausreichend lang und kann bei Bedarf ja einfach durch ein Verlängerungskabel (Affiliate Link) verlängert werden.

Wie/Wo nutze ICH meinen Myobuddy®?

Anbei zeige ich dir, wie ICH den Myobuddy® beispielhaft an unterschiedlichen Muskeln nutze. Jeder sollte aber natürlich immer eigenverantwortlich handeln und für sich selbst entscheiden, wo und wie er ein Gerät wie den Myobuddy® an sich oder Mitmenschen anwendet!

Schultermuskulatur

Die Deltamuskeln sind komplexe Muskeln, die die äußere Schulter bilden.

Diese Muskeln können nach Überkopfübungen, wie z. B. Klimmzügen, Nacken- & Frontdrücken, aber auch dem Seitheben oder sogenannten „reverse flies“ angespannt bleiben und sich unangenehm anfühlen.

Regelmäßige Massage können dazu beitragen, das beanspruchte Gewebe wieder zu lockern und den Blutfluss zu den Deltamuskeln zu erhöhen, wodurch die Heilung und Reparatur des Muskelgewebes unterstützt wird. Denn während des Trainings wird  nicht – wie immer noch häufig fälschlicher Weise angenommen – Muskelgewebe aufgebaut, sondern zerstört!

Man ist also nur so schnell in der Lage Fortschritte im Training zu erzielen, wie schnell man sich von diesem Stressor wieder  zu erholen  vermag. Richtig gelesen, Training bedeutet Stress, und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Sowohl für das zentrale Nervensystem (insbesondere beim Krafttraining, wenn Gewichte mit hoher Intensität und niedriger Wiederholungszahl bewegt werden) als auch für das periphere System/ den aktiven Bewegungsapparat bzw. die Skelettmuskulatur.

Muskelfasern zerreißen und werden dann – in der Regenerationsphase – wieder „repariert“. Dies alles kann natürlich nur dann optimal funktionieren, wenn man Umstände kreiert, die solch eine Regeneration des Körpers auch ermöglichen.

Für mich stellen Wärme und Massage dafür ein hervorragendes Mittel dar! Aufgrund dessen ist der Myobuddy® auch Bestandteil meines bereits erwähnten „Gesundheitswerkzeugkastens“.

Je nach Bedarf massiere ich meine „Deltas“ einmal oder mehrmals täglich 30 Sekunden oder bis zu 5 Minuten. Wie auch bei anderen Anwendungen befolge ich auch beim Myobuddy® die Devise: konsequent unregelmäßig anwenden.

Denn alles was zu oft angewendet wird, verliert irgendwann an Wirkung! Zuviel „des Guten“ ist eben einfach zu viel. Also immer alles mit Bedacht und nach Notwendigkeit einsetzen, statt permanenter Dauerindikation!

Brustmuskulatur

Der Pectoralis major ist ein großer Muskel, der aus meiner Erfahrung oft zu Verspannungen und Verkürzungen neigt. Eine schlechte Haltung und eine gekrümmte Wirbelsäule können zu einer weiteren „Verkürzung“ des Muskels führen und sind ein häufiger Grund für Rückenschmerzen. Die Verlängerung dieses Muskels durch eine tiefe Faszienmassage kann dazu beitragen, Spannungen abzubauen, sogenannte Triggerpunkte freizugeben und die Körperhaltung zu verbessern.

Bauchmuskulatur

Die Muskeln des Rektus abdominis können sich durch ausgiebiges Bauchmuskeltraining verspannen oder durch langes Sitzen sogar „verkürzen“. Massagetherapie kann dazu beitragen, Schmerzen von angespannten Bauchmuskeln zu lindern, die im Mittelteil oder sogar im unteren Rückenbereich zu spüren sind.

Ich nutze den Myobuddy® nicht nur zur Regeneration meiner Bauchmuskulatur nach dem Krafttraining, sondern auch vor den Kaffee -Einläufen die ich regelmäßig durchführe!

Während eines (Kaffee) Einlaufes wird empfohlen, sich sanft den Bereich um den Bauchnabel zu massieren, um der eingeführten Flüssigkeit das „Durchwandern“ im Dickdarm zu erleichtern.

Vor dem Einlauf nutze ich die Massage des Myobuddy, um Krämpfen während eines Einlaufs vorzubeugen und im Muskelbereich für ausreichend Entspannung zu sorgen.

Das Thema Kaffee Einlauf habe ich extrem umfangreich im Artikel: „Mein perfekter Kaffee Einlauf“. Dort findest du auch mehrere Videos und einen Podcast von mir zu diesem spannenden Thema! Schau doch mal rein!

Oberschenkelmuskulatur

Da die Muskeln des Quadrizeps (Oberschenkelvorderseite) so groß sind, können Verspannungen bei der Ausführung alltäglicher Aufgaben zu Schwierigkeiten führen. Myofasziale Massagetherapie kann dazu beitragen, Spannungen abzubauen, Triggerpunkte zu lösen und die Durchblutung der Region zu erhöhen, um die Heilung und Vitalität zu fördern.

Enge Kniesehnen beeinträchtigen die unteren Rücken- und Beinmuskeln (Oberschenkelrückseite) und können sogar zu Ischiasschmerzen führen. Durch die Myofascial Massage können die Kniesehnenmuskeln entlastet, Verkürzungen, Verspannungen und damit verbundene Schmerzen eventuell minimiert werden.

Ischias stammt übrigens von Griechisch ischias = Hüftkrankheit, Hüftschmerzen und ischiadiucus bezeichnet zum einen: „zur Hüfte, zum Gesäß gehörend“ (Becher et al., 1995).

Wadenmuskulatur

Wadenmuskeln spielen eine wichtige Rolle bei der Beinbewegung, insbesondere bei Bewegungen, die eine explosive Bewegung erfordern. Dies macht sie anfällig für Übertraining und Verletzungen. Eine Möglichkeit, Verspannungen zu lösen und Verletzungen vorzubeugen, ist die regelmäßige myofasziale Massage.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sind die Waden z.B. mit den Organ der Niere verbunden. Die TCM geht davon aus, dass Massagen der Waden sich positiv auf das Organ Niere auswirken können.

Gesäßmuskel

Die Gesäßmuskulatur ist eine Gruppe wichtiger Muskeln, die bei vielen großen motorischen Aktivitäten wie Laufen, Hocken und Springen zum Einsatz kommen. Sie sind leicht zu bearbeiten und können zu erheblichen Beschwerden führen, wenn sie zu „tight“ sind.

Unter einem Muskel, der „tight“ (wörtlich „zu eng“) ist, versteht man einen Muskel, der durch Daueranspannung konstant unter Spannung steht und sich nicht mehr komplett entspannen kann.

Daraus können sogenannte strukturelle Inbalancen entstehen, die u.U. auch zu Haltungsproblemen führen können.

Das „Läuferknie“

Enge im sogenannten „IT-Bandbereich“ ist bei Athleten (insbesondere Läufern) häufig und kann Schmerzen an anderen Stellen im Bein auslösen. Regelmäßige myofasziale Massagen in diesem Bereich können Verspannungen lösen.

Die Abkürzung „IT“ steht in diesem Fall für „Ilio-tibial“ bzw. dann „ITBS“ für „Ilio-tibiales Bandsyndrom“ (ITBS), eine Verletzung die sehr häufig bei Läufern auftritt (van der Worp et al., 2012).

Ein “Läuferknie” kann häufig zu Schmerzen führen!

Der Begriff „ilio-tibial“ setzt sich zusammen aus Lateinisch Ileum = Krummdarm, unterer Teil des Dünndarmes und Lateinisch Tibia = Pfeife, Flöte, Schienbein (Becher et al.,1995).

Rückenmuskulatur

Der sogenannte Musculus latissimus dorsi (umgangssprachlich/laienhaft auch oft einfach „Lat“ genannt) kann aus einer Reihe von Gründen angespannt sein und sich nicht nur nach einem intensiven Rückentraining, sondern auch aufgrund von chronischer Fehlhaltung unangenehm anfühlen.

Der M. latissiumus sorsi spielt eine wichtige Rolle bei der Haltung und der Stabilität. Eine Massage nach einem intensiven Training kann helfen, das Weichteilgebe zu lockern und bei einer schnelleren Regeneration behilflich sein. 

Faszie im Lendenwirbelbereich

Oft sind es nicht nur unsere Muskeln, die angespannt und schmerzhaft werden, sondern auch die Gewebe und Membranen, die sie verbinden, wie dies oft bei der sogenannten Fascia thoracolumbalis der Fall ist. Eine den Musculus erector spinae umhüllende Faszie.

Der Begriff thoraco|lumbalis setzt sich zusammen aus Griechisch Thorax = Brustharnisch, Brustpanzer, Brustkasten, Rumpf  und Lateinisch Lumbus = Lende (Becher et al., 1995). Wörtlich übersetzt also der „Rumpf-Lendenbereich“.

Der M. erector spinae ist der  „Aufrichter der Wirbelsäule“. Der Begriff setzt sich zusammen aus Lateinisch rectus = gerade gerichtet, gerade, senkrecht, bzw. E|rector = Aufrichter und Lateinisch Spina = Dorn, Rückrgrat zusammen (Becher et al., 1995).

Wie du ganz einfach den lateinischen und griechischen Wortschatz der Medizin entschlüsseln kannst, zeige ich dir in meinem Artikel: „Lateinisch-Griechischer Wortschatz für Personal Trainer“.

Schulterblatt Bereich

Muskelentspannung durch myofasziale Massage in der Skapulo|thorakal|region kann eventuell Schmerzen reduzieren helfen und Verspannungen in diesem Bereich lindern.

Auch hier kommen wir nicht um den ein oder anderen Fachbegriff aus. So bedeutet Lateinisch Skapula = Schulterblatt (Becher et al., 1995). Den Begriff thorakal habe ich oben schon erläutert, er stammt von Thorax (siehe oben).  

Nackenmuskulatur

Der Musculus trapezius (umgangssprachlich meist einfach als „Trapez“ bezeichnet) ist ein häufiger Ort für Schmerzen, An- und Verspannungen. Wenn Sie an einem Schreibtisch arbeiten oder in Ihrer täglichen Haltung oft gebückt gehen, kann dies mitunter zu starken Schmerzen in den Bereichen und zur Entwicklung von Triggerpunkten führen.

Das Lösen dieser Triggerpunkte durch Massage ist der Schlüssel zur Wiederherstellung einer besseren Körperhaltung und zum Lösen von Verspannungen.

Trapez kommt von Lateinisch trapezium = Trapez, ungleichseitiges Viereck (Becher et al., 1995).

Armmuskeln – Bizeps & Trizeps

Die Trizeps|muskeln können sich „verhärten“ und Schmerzen in den umliegenden Geweben und Strukturen verursachen. Tiefengewebe- und Massagetherapie können dabei helfen, Triggerpunkte freizusetzen, Schmerzen und Verspannungen zu lindern.

Tri/zeps kommt von Griechisch tri- = drei und Griechisch kephale = Kopf (Becher et al., 1995). Wörtlich übersetzt ist der Trizeps  „der Dreiköpfige“. Der Trizeps ist für die Streckung des Oberarmes verantwortlich.

Natürlich kann auch der Antagonist (Gegenspieler) des Trizeps, der Bi|zeps nach ausgiebigem Training oder nach dem Arbeiten übermäßig beansprucht werden.  Damit Regeneration eintreten kann, ist es wichtig, dass die Durchblutung des Arms optimiert und die Muskeln gestärkt werden.

Die Wortherkunft ist dann äquivalent zum Trizeps. Außer, dass er eben nur zwei „Köpfe“ besitzt und deswegen „der Zweiköpfige“ genannt wird. Von Lateinisch bi- = zwei (Becher et al., 1995).

Natürlich kann der Myobuddy® auch an Stellen eingesetzt werden, die ich hier nicht aufgelistet habe! Hier muss jeder selber kreativ sein bzw. einfach nach Bedarf arbeiten.

Fazit/Conclusio

Der Myobuddy® ist ein „Muskelfreund“ und ich konnte mich wirklich gut mit ihm anfreunden! Er ist mittlerweile fester Bestandteil meines „Gesundheitswerkzeugkastens!. Ob vor, während oder nach dem Training.

Ich nutze meinen Myobuddy® sowohl regenerativ als auch präventiv. Aus meiner Sicht ist die Regeneration ein allzu unterschätzter Faktor! Dabei sollte sie einen mindestens ebenso wichtigen Stellenwert haben wie das Training.

Alles sollte im Gleichgewicht bleiben, YIN und YANG. Wer sich im Training „zerstört“, der muss sich logischerweise danach auch wieder „aufbauen“ bzw. regenerieren!

Größte Vorteile des Myobuddy® und – aus meiner Sicht – seine Alleinstellungsmerkmale sind, dass er gleichzeitig wärmt und, dass man auch über Knochen und Gelenken arbeiten kann (natürlich mit entsprechend Verstand und Vorsicht).

Diese Merkmale grenzen den „Muskelfreund“ deutlich von z.B. den bekannten Massagepistolen (Affiliate Link) ab!

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© HP Bernd Stößlein, Master of Business Administration in Sportmanagement.


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Literatur

Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, S. 47.

Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, S. 103.

Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, S. 103.

Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, S. 105.

Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, S. 126.

Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, S. 142.

Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, S. 187.

Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, S. 195.

Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, S. 207.

Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, S. 226.

Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, S. 227.

Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, S. 231.

Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, S. 232.

Van der Worp, M. P.; van der Horst, N.; de Wijer, A.; Backx, F. J. G.; Nijhuis-van der Sanden, M. W. G. Iliotibial Band Syndrome in Runners : A Systematic Review. Sports Medicine 2012, 42 (11), 969–992 DOI: 10.1007/BF03262306.

Photobiomodulation – ein Thema,  dem ich mittlerweile schon so einige Blogartikel gewidmet habe. Ganz kurz und stark vereinfacht erklärt, beschäftigt sich die Photo|bio|modulation mit den Auswirkungen von nichtionisierender Strahlung auf ein biologisches System (wie etwa dem Menschen). Dazu zählt unter anderem auch Rotlicht und dessen unterschiedlichen Wellenlängen, insbesondere der Infrarot-Bereich. Vielen ist die „Denkkappe“ noch aus Entenhausen bekannt. Sie wird dort von dem genialen Erfinder „Daniel Düsentrieb“ getragen, der damit seine Hirnleistung ankurbelt, um immer noch genialere Erfindungen zu kreieren.

Doch was, wenn es eine Art „Denkkappe“ auch in der realen Welt gibt? Was, wenn man Infrarot auch ganz zielgerichtet im Kopfbereich anwenden kann, durch einen Infrarot-Helm?

Genau diese Frage lasse ich mir in diesem Artikel durch den Kopf gehen 😉

Der Infrarot LED-Helm – Was ist Photo|bio|modulation?

Wer meine Erfahrungsberichte über das Thema der Photo|bio|modulation verfolgt, der weiß, dass ich mich leidenschaftlich mit dem Thema Licht, respektive Frequenzen/Schwingungen und deren Auswirkungen auf den Organismus befasse.

Alle, die meine Artikel zu diesem Thema noch nicht gelesen haben, finden im Folgenden eine Auflistung aller bis dato (Januar 2020) erschienenen Artikel:

Darüber hinaus gibt es ein Interview über meinen Erfahrungsbericht zur Weber Medical „Spectra“ Watch. Einer Laser/LED-Uhr auf meinem YouTube-Kanal (www.youtube.com/c/BerndStoesslein)

Für ein grundsätzliches Begreifen der LED-Helm Thematik ist das Lesen der genannten Artikel aber keine Voraussetzung, zum Durchdringen der „Licht-Thematik“ aber zu empfehlen.

Zum Einstieg schauen wir uns einmal an, was Photo|bio|modulation überhaupt beutetet.

An diesen Stellen bitte ich meine Leser immer um etwas Nachsicht für meine Detailverliebtheit in Bezug auf lateinisch-griechische Worte in der Medizin, aber ich bin der Auffassung, dass es von äußerster Wichtigkeit ist, alle genutzten Begrifflichkeiten auch in Gänze zu erklären.

So setzt sich der Begriff Photo|bio|modulation aus den griechischen Wörtern phos/photos = Licht und bios = Leben (Becher et al. 1995), sowie dem lateinischen Wort modulatio = Takt/Musik (Frag Cäsar, 2020) zusammen.

Die Photobiomodulation ist also „der Takt des Lichts und Lebens“, wenn man es wörtlich übersetzen würde.

Das klingt nicht nur herrlich, sondern beschreibt auch besonders gut, was der Mensch durch den Einsatz unterschiedlicher Wellenlängen des Lichts auf seinen Organismus zu erreichen probiert, eine Beeinflussung dieses Taktes des Lebens.

Wenn wir einen kurzen Blick in die Online-Enzyklopädie Wikipedia werfen, dann steht dort unter dem Begriff Takt folgendes:

Der Takt (die Taktart) eines Stückes beschreibt in der Regel ein Muster gleicher Grundschläge und Zählzeiten, wodurch die grundlegende zeitliche Struktur des Stückes entsteht. Durch die wechselnden Notenwerte, die mit den Zählzeiten eines Taktes zusammenfallen oder aber von ihnen abweichen können, entstehen die Rhythmen des Stückes. Gefühlt wird der Takt in Musik europäischer Prägung durch regelmäßige Betonungen des Grundschlags, was auch als Puls bezeichnet wird.“ (Wikipedia, 2020).

Wenn wir mal das Thema der Musik etwas beiseite lassen, stattdessen wieder zum menschlichen Organismus zurückkehren und berücksichtigen, dass Takte in einem bestimmten Rhythmus auftreten können, dann fällt einem doch gleich die Assoziation mit dem Herzen ein, oder?

Auch das Herz schlägt/pulsiert in einem bestimmten Takt. Ebenso folgt die Atmung einer bestimmten Taktung, das Gehirn arbeitet mit elektrischen Wellen, die sich auch mittels Elkektro|enzephalo|gramm (EEG) darstellen lassen usw.

Wie bereits beschrieben, zeigt sich der Takt des Lichts und Lebens“ in unserem Körper also auf mannigfaltige Art und Weise. Er folgt bestimmten Rhythmen, die z.B. von der körperlichen Leistungsfähigkeit abhängig sind.

So beschleunigen sich z.B. die Herzfrequenz/der Puls und die Atmung beim Sport und verlangsamen sich wieder, wenn wir ruhen oder schlafen. Auch die Gehirnwellen durchlaufen unterschiedliche Bereiche (Beta, Alpha, Theta und Delta), in denen das Gehirn, respektive der Mensch mal aktiver/fokussierter oder mal entspannter ist.

Ein Takt kann also hinsichtlich Geschwindigkeit variieren, was sich in unterschiedlicher Frequenz niederschlägt (wie viele „Schläge“ pro Zeiteinheit).

Somit werden also auch im menschlichen Organismus von der kleinsten Zelle bis zum gesamten menschlichen Wesen unterschiedliche Schwingungen erzeugt. Eben ganz wie in der Musik.

Man denke nur mal daran, welche Wunderwerke manche Menschen mit ihren Stimmen erzeugen können!

Schwingung existiert aber auch im Bereich von Licht! So lässt sich das Spektrum des Lichts bekanntlich in unterschiedliche Farben und Wellenlängen unterteilen. Jede Farbe „schwingt“ also mit ihrem eigenen Bereich, angegeben in Nanometer (nm).

Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist ein Regenbogen, der das Licht in seine Bestandteile zerlegt, von denen wir dann einige als unterschiedliche Farben wahrnehmen können.

Viele Bereiche des Lichts bleiben unserem menschlichen Auge jedoch verborgen, so z.B. gewisse Infrarotbereiche oder aber auch ultraviolettes Licht.

Infrarot  – nah, mittel oder fern?

Wenn wir uns mit dem Thema Infrarotlicht (Ultra|rotstrahlung) beschäftigen dann müssen wir, im wahrsten Sinne des Wortes, etwas genauer hinsehen. Denn das menschliche Auge kann – wie bereits erwähnt – auch nicht alle Bereiche des Infrarotspektrums wahrnehmen.

Zu klären bleibt zunächst auch hier wieder der Begriff „Infra|rot“ (IR) an sich. Ich reite so gerne auf Begrifflichkeiten herum, nicht weil ich ein „Erbsenfiletierer“ bin, sondern, weil ich den Anspruch habe, mich möglichst exakt auszudrücken.

Während meiner Infrarot Anwendung, mit LED Helm, Quelle: Eigenes Foto.

Medizinische Fachbegriffe sind auch nichts, wovor man sich fürchten müsste. Im Gegenteil. Wenn man einmal gelernt hat, diese zu „decodieren“ (zu entschlüsseln), dann kann man sehr viele Infos alleine aus einem einzelnen Begriff ablesen/ableiten.

Im dem Wort Infra|rot steckt also das lateinische Präfix (Vorsilbe) infra- =„unterhalb von…befindlich“ (Becher et al., 1995). Demnach ein Bereich von elektromagnetischen Wellen, der sich unterhalb des roten Lichtes befindet (zwischen sichtbarem Licht und langwelligeren Mikrowellen).

Ein Synonym für Infra|rotlicht ist Ultra|rotlicht (siehe oben) und leitet sich ab von lateinisch ultra- = jenseits, über…hinaus, das normale Maß überschreitend, äußerst, extrem, nicht mehr wahrnehmbar (Becher et al., 1995).

Man kann den IR-Bereich auch noch unterteilen. In einen nahen, mittleren und fernen IR- Bereich.

Dies ist insofern interessant, da unterschiedliche IR-Bereiche auch unterschiedliche Eindringtiefen in, respektive durch die Hautschichten aufweisen. So scheint nahes IR im Vergleich zu den drei genannten eine besonders hohe Eindringtiefe aufzuweisen.

Der LED Infrarot Helm

Wie darf man sich den Weber Medical LED Infrarot Helm vorstellen? Nun, ich würde sagen, von der Form her wie eine Art „Fahrradhelm“ (siehe Bild).

Weber Medical LED-Helm, Quelle: © Weber Medical.
Technische Spezifikationen des Weber Medical Infrarot LED Helm, Quelle: © Weber Medical.

Der Helm besitzt insgesamt 320 LED Rotlicht Dioden, arbeitet mit einer Leistung von 50mW pro Diode und liefert in Summe 16 W. Betrieben wird er in Deutschland über eine herkömmliche Steckdose mit 240W.

Die Dioden sind innerhalb des Helmes, äquivalent des menschlichen Gehirns, in eine linke und rechte Hemisphäre geteilt. Dementsprechend kann man, wenn man möchte, mittels des Bedienelementes die Dioden über zwei Kanäle (Channel 1 & 2) unterschiedlich stark aktivieren.

Über das selbe Bedienelement steuert man ebenfalls die Anwendungszeit. Diese kann jeweils in Schritten zu jeweils sechs Minuten gesteigert werden. Zur Auswahl stehen sechs, 12, 24 und 30 Minuten. Danach müsste man den Helm neu starten.

Weber Medical LED Helm “Supplies”, Quelle: © Weber Medical.

Der LED Infrarot Helm ist auch für große Köpfe geeignet. Wie bei einem Fahrradhelm werden zum Helm kleine Schaumstoffpolster mitgeliefert, die man individuell mit selbstklebenden Klettpunkten am Innenrand befestigen kann. So wird ein Hin- und Herrutschen des Helm beim Tragen verhindert.

Im Lieferumfang befindet sich eine robuste & gepolsterte Reisetasche, samt Stoffsack. So kann man den Helm problemlos und sicher auch mit auf Reisen nehmen. In der Tasche können alle Kabel und die Kontrolleinheit verstaut werden.

In diesem Video gehe ich auf den Helm,sowie alle mitgelieferten Utensilien ein. Das Video ist  auf meinem YouTube-Kanal, unter www.youtube.com/c/BerndStoesslein zu sehen.

Wie nutze ich den LED Infrarot Helm?

Ich nutze den LED-Helm in Kombination mit anderen Rotlicht-Geräten (wie z.B. der „Laser-Uhr) so gut wie täglich. Insbesondere in der dunklen Jahreszeit, in der ich nicht ausreichend Sonnenlicht „tanken“ kann.

In diesem Instagram-Beitrag siehst du mich, wie ich die „Laser-Uhr“ am Handgelenk trage und gleichzeitig Rotlichtlaser durch die Ohren und meine Nase anwende.

Während meiner Low Level Lasertherapie, mit “Laseruhr” und Nasen- & Ohrapplikatoren,
Quelle: Eigenes Bild.

Ich nutze gerne auch die Laser-Uhr in Kombination mit dem LED Infrarot Helm!

Um mir mit der „Laser-Uhr“ (Werbung) gleichzeitig die Nase UND die Ohren mit dem Rotlichtlaser bestrahlen zu können, nutze ich einfach einen 3.5mm Y-Adapter (siehe Bild). Einen Aux Adapter mit 1x 3.5mm Stecker, und 2x 3.5mm Buchsen (Affiliate Link). Dieses gibt es für wenige Euro bei Amazon.

Den Helm trage ich dann meistens 2x 20-30 Minuten täglich. In der Regel am Vormittag, weil ich der Meinung bin, dass er bei mir einen stimulierenden YIN-Effekt erzeugt.

Auf das Prinzip der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) von Yin & Yang möchte ich an dieser Stelle nicht näher im Detail eingehen, denn das würde einen ganzen eigenen Artikel füllen.  Es sei nur so viel zum besseren Begreifen erwähnt:

Yin und Yang sind Wörter, um gegensätzliche Kräfte der Natur zu beschreiben. Yang bedeutet warm, zusammenziehend und zentripetal wirkend.  Yin bedeutet kalt, ausdehnend und zentrifugal wirkend.

Ich bin davon überzeugt, dass das Gleichgewicht zwischen Yin und Yang meinen Stresslevel deutlich reduziert, positiv zu meiner spirituellen Entwicklung beiträgt, einen vorteilhaften Effekt für die meisten Enzymreaktionen in meinem Körper hat und meine Vitalität fördert!

Inwiefern Meditation bei diesem Prozess hilfreich sein kann, kannst du in meinem Artikel „Warum du meditieren solltest – Deine Gedanken erschaffen deine Realität“ nachlesen.

Fazit/Conclusio

Das Thema der Photo|bio|modulation ist nicht wirklich neu. Bereits im amerikanischen Bürgerkrieg hatten einige Ärzte mit Lichtanwendungen experimentiert. Wie so vieles, schien aber auch dieses Thema, zumindest zeitweise, in Vergessenheit geraten zu sein.

Ich selbst kenne die Rotlichtbehandlung noch von meinem Großvater, Dr. med. Artur Wagner, der diese anscheinend schon seit den 1950er Jahren sehr oft einsetzte. Seine alte Rotlichtlampe, die übrigens immer noch funktioniert, befindet sich immer noch in meinem Besitz (siehe Fotos).

Die alte Rotlichlampe von meinem Opa (Dr. med. Artur Wagner), ca. 1940/50er, Quelle: Eigenes Foto.
Immer noch funktionstüchtig. Rotlichtbehandlung “back in the day”, Quelle: Eigenes Foto.

Nicht zuletzt durch das seit einigen Jahren immer stärker in Mode geratende Phänomen des „Biohackings , rückt aber insbesondere das Thema der Rotlichtanwendung immer mehr in den Fokus von „Heimanwendern“ bzw. des Mainstream.

Weber Medical ist ursprünglich durch seine Hauptarbeit mit intravenöser/interstitieller Lasertherapie weltweit bekannt geworden. In nicht invasiven Geräten, wie dem LED Infrarothelm und der „Laser-Uhr“ (mit all ihren Applikatoren), sehe ich den großen Nutzen in besagter Heimanwendung.

So ist es auch für medizinische Laien möglich, die Geräte anzuwenden, ohne zwingend einen Arzt oder Heilpraktiker aufsuchen zu müssen. Somit kann zuhause (ggf. ergänzend zu einer intravenösen/interstitiellen Behandlung) von den Vorteilen der Laser/LED-Rotlichttherapie profitiert werden.

Des Weiteren bieten die Geräte natürlich auch Therapeuten, die nicht invasiv arbeiten dürfen (Physiotherapeuten, Osteopathen, Personal-Trainer etc.), die Möglichkeit, die Rotlichttherapie ihren Kunden/Klienten angedeihen zu lassen.

Wie wichtig das Thema Licht auch als „Nahrung“ für uns Menschen ist, postulierte schon Prof. Fritz Albert Popp, der „Vater der Biophotonenforschung“, mit seinem Satz: „Wir sind in erster Linie Lichtsäuger“.

Jedem, der sich mit dem Thema Lichtanwendung beschäftigt, dem empfehle ich Popps Werk: „Die Botschaft der Nahrung“ (Affiliate Link)

Mehr Infos über die Produkte und Anwendungsmöglichkeiten von Weber Medical sind auf der offiziellen Seite zu finden, unter: https://www.webermedical.com/ Bezüglich Anwendungsmöglichkeiten/Therapiemöglichkeiten verweise ich ebenfalls an das sehr freundliche Team von Weber Medical, mit Sitz in Lauenförde.

Zu erreichen, unter: info@webermedical.com ; Tel.: 05273/36778-0; Fax.: 05273/36778-19.

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© HP Bernd Stößlein, Master of Business Administration in Sportmanagement.


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Literatur

Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, S. 104.

Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, S. 167.

Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, S. 237.

Modulatio, Quelle: https://www.frag-caesar.de/lateinwoerterbuch/modulatio-uebersetzung.html, Zugriff v. 17.1.2020.

Takt, Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Takt_(Musik), Zugriff, v. 17.1.2020.

Wildling Shoes (Werbung) sind sogenannte „Minimalschuhe“ bzw. “Barfußschuhe” Bereits jetzt kann ich die ein oder andere Stirn meiner geschätzten Leser bis nach Kulmbach runzeln hören.

Barfußschuhe?! Ist das ein sogenanntes Oxymoron?  Also eine rhetorische Figur, bei der eine Formulierung aus zwei gegensätzlichen, einander widersprechenden oder sich gegenseitig ausschließenden Begriffen gebildet wird? So wie z.B. „bittere Süße?“. Ich würde sagen „Jein“. Denn streng genommen geht man entweder baren Fußes oder aber man trägt Schuhe. Was soll dann also bitte ein „Barfußschuh“ bzw. “Minimalschuh” sein?!

Dieser Frage gehe ich in diesem Artikel auf den Grund, oder besser gesagt, auf den Fuß! Darüber hinaus erkläre ich, was ein Tarpan ist und wie dieses mit Minimalschuhen assoziiert ist.

Wildling Tarpan – Ross und Reiter

Was wäre, wenn es eine Möglichkeit gäbe, so barfuß wie möglich und nur so besohlt wie nötig laufen zu können?

Wie würde es sich überhaupt anfühlen, die Haptik unterschiedlicher Straßenbeläge, Feldwege oder sogar Streusteinchen während des Gehens zu spüren, obwohl man Schuhe trägt? Hätte das vielleicht sogar einen Einfluss auf unsere neuronale Wahrnehmung der Umwelt, in der wir uns bewegen?

Wie wichtig ist es, „richtig“ gehen, laufen oder gar rennen zu können? Wer läuft heutzutage überhaupt noch „optimal“? Wer benutzt all die unterschiedlichen Bänder, Muskeln und Sehnen in seinen unteren Extremitäten überhaupt noch so, wie es unsere Anatomie vorsieht?

Wir tragen alle Schuhe für zum Teil Hunderte von Euro, die als Statussymbol dienen sollen, weil sie gerade „in“ oder „en vogue“ sind. Doch wer macht sich überhaupt Gedanken darüber, ob die Schuhe auch wirklich für einen selbst „geeignet“ sind (aus anatomischer/physiologischer Sicht)?

Geeignet, nicht nur für eine extreme physische Belastung, wie den Sport.

Ist ein Sportschuh automatisch gut, weil er teuer/teurer ist? Ist die Form entscheidend für die „performance“ oder mehr für die Funktionalität?

Brauche ich zwingend ein Dämpfungssystem und könnte es sein, dass auch teure und moderne Sportschuhe vielleicht sogar mehr Schaden anrichten als sie Nutzen stiften?

Fragen über Fragen, die die allermeisten Menschen beim Schuhe-Kauf wohl nie gestellt bekommen, geschweige denn sich selber stellen.

Wenn du weitere Lektüre zum Schmökern über das Barfußlaufen (auch in Minimalschuhen suchst), dann empfehel ich dieses hier:

Mal ehrlich, wer „berät“ einen denn beim Schuhe-Kauf? Verkäufer/Verkäuferinnen, die meist selbst keine Ahnung von profunder Materie haben, gerade wenn es um Belange der Podologie geht.

Deswegen sind sie ja auch keine Podologen, Ärzte, Heilpraktiker, Osteopathen etc. und in den allermeisten Fällen noch nicht mal selbst Sportler. Sie sind lediglich Verkäufer. Das soll an dieser Stelle keineswegs abwertend für all diejenigen sein, die als Verkäufer oder Verkäuferin arbeiten!

Podo/logie setzt sich  übrigens aus den griechischen Wörtern pus, podos = Fuß und dem Suffix (Nachsilbe) logia = Lehre von etwas, zusammen (Becher et al. 1995).

Ein Podologe ist demnach wörtlich ein „Fußgelehrter“, respektive jemand, der sich fachlich mit dem Thema Füße befasst.

An dieser Stelle möge man mir diese Detaillverliebtheit verzeihen, aber ich habe nun mal ein Faible für den „Lateinisch-griechischen Wortschatz in der Medizin“ (Affiliate Link) und wie man damit kompliziert klingende Begrifflichkeiten einfach dekodieren kann.

Mehr dazu findet man in meinem fast gleichnamigen Artikel: „Lateinisch-griechischer Wortschatz für Personal-Trainer“. Der Artikel ist übrigens auch etwas für all, die keine Trainer sind, aber einfach z.B. Ihre Arztbefunde besser verstehen wollen.

Darüber hinaus ist es mein Anspruch, in meinen Artikeln dem Leser mehr Wissen und Input zu liefern und ihn nicht mit mehr Fragen zurückzulassen als vorher. Daher möchte ich alle Fachbegriffe, die ich nutze, auch stets in Gänze erläutern.

Meiner Erfahrung nach habe ich in den allermeisten Schuhgeschäften aber wenig, bis keine fachkundige Beratung erlebt. Sicher, es gibt in einigen „running shops“ Laufanalysen und etwas  „Beratung“.

In Schuhläden, die auch „Sportschuhe“ verkaufen, findet Beratung aber in den allermeisten Fällen leider nicht von Fachpersonal statt. Sicher gehen diese Leute auch auf Fortbildungen, bei denen ihnen „Wissen“ an die Hand gegeben wird. Dieses ist aber wohl nicht mit dem derjenigen Leuten zu vergleichen, die Sport wirklich leben.

Nachdem man nur eine halbe Sekunde lang im Laden steht, lautet der erste Satz im Schuhladen immer: „Kann man helfen?“ ;).

Da ich Sie, liebe Leser, nicht in die Kategorie der „Allermeisten“ stecke (sonst würden Sie nicht meinen über den Tellerrand blickenden Blog lesen), möchte ich an dieser Stelle wieder einmal von meinen eigenen Erfahrungen berichten, diesmal zum Thema Minimalschuhe und damit Impulse für das eigenständige Denken, respektive Informationen für eigene Handlungen liefern.

Ein sogenanntes „unboxing video“ (muss ja heute immer alles Englisch sein, damit es „wichtig“ klingt) über die von mir getragenen Minimalschuhe „Tarpan“ der Firma Wildling (Werbung) findet man auf meiner YouTube-Seite (www.youtube.com/c/BerndStoesslein)

Das Tarpan – Der Schuh  

Was ist eigentlich ein Tarpan? Nun, wir wissen, dass die Online-Enzyklopädie Wikipedia nicht immer die Wahrheit spricht, dennoch wagen wir einen Blick, um zu sehen, was sie über das Tarpan zu berichten weiß.

Dort finden wir Folgendes:

Als Tarpan (Equus ferus ferus) wird die im 17. und 18. Jahrhundert ausgerottete westliche Form des eurasischen Wildpferds bezeichnet. Sie war westlich des Urals (vor allem in den südrussischen Steppen) verbreitet und verschwand spätestens im Laufe des 19. Jahrhunderts.“ (Wikipedia, 2020).

Das Tarpan scheint demnach eine wilde Pferdeart, Lateinisch equus = Pferd (Becher et al., 1995) und Lat. ferus = „ungezähmtes Pferd“ (Frag Cäsar, 2020) gewesen zu sein.

Ich „reite“ sprichwörtlich so lange auf dieser Wortherkunft herum, weil bei der Firma Wildling (Werbung) die Philosophie sich in jedem einzelnen Schuhmodell individuell widerspiegelt, was mir äußerst gut gefällt.

Denn wer Liebe zum Detail hat, der zeigt, dass er nicht nur ein Massenprodukt auf den Markt werfen will, sondern aus einer Überzeugung/Vision heraus etwas Neues kreieren möchte. Etwas Gutes, an dem er seine Mitmenschen partizipieren lassen will.

Natürlich sind die „Wildlinge“ sicher auch nicht nur reine Altruisten, denn in unserem vorherrschenden Wirtschaftssystem können auch sie leider nicht nur von Luft und Nächstenliebe leben.

Deshalb kosten natürlich auch die Schuhe von „Wildling“ (Werbung) Geld. Aus meiner Sicht haben Sie aber einen Wert und eben nicht nur einen Preis. Zwei grundsätzlich unterschiedliche Dinge!

Ich bin auch gerne bereit, in ein gutes Schuhwerk zu investieren, anstatt mir die Füße (und letztlich damit den gesamten aktiven und passiven Bewegungsapparat) zu ruinieren, mit irgendwelchen Billigtretern. Da könnte ich auch gleich in aufgeschnittenen Autoreifen herumlaufen.

Wie eben ein Wildpferd, das in unwirschen, kalten Regionen gelebt hat, so ist auch der Tarpan-Schuh für die kalte, karge Jahreszeit konzipiert. Ein Schuh aus Naturmaterialien, für die Natur.

Ein Schuh, der eben nicht nur als „Fashion Item“ dient. Die Investition für ein Paar Tarpane (in Erwachsenengröße) beträgt übrigens knapp 110€. Also nicht wirklich „teuer“, für ein paar handgemachte Schuhe!

Wildling (Werbung) selbst beschreibt ihren Tarpan-Schuh wie folgt:

Ein Low Cut, der wilde Füße auch an kalten Tagen wärmt. Mit seinem temperatur- und feuchtigkeitsregulierendem Futter aus Wollwalk von Nordwolle und dem seidenglänzenden Obermaterial aus robuster Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau begleitet dich der Tarpan bei jeder Gelegenheit. Die eingearbeitete Membran sowie ein Fersenpolster aus Mikrofaser bieten zusätzlichen Schutz und Komfort. Die dunkelblauen Flachsenkel aus Leinen können für mehr Individualität gegen andere farbige Baumwoll- oder Elastiksenkel ausgetauscht werden.“ (Wildling, 2020).

Ich glaub mich tritt ein Pferd – meine Impressionen

Kann der Tarpan halten, was seitens Wildlings dargeboten wird oder muss er von seinem hohen Ross herunterkommen?

Ein Low Cut, der wilde Füße auch an kalten Tagen wärmt.“ (Wildling, 2020).

Diesen Punkt kann ich absolut bestätigen. Obwohl der Schuh – im Vergleich zu konventionellen Winterschuhen – eher dünn ist, hatte ich damit kein einziges Mal kalte Füße!

Das hat mich, ehrlich gesagt, wirklich überrascht! Ich trage zwar noch Einlegesohlen in meinen Tarpans (siehe Video/Bilder), diese sind aber auch nicht wirklich dick. In Sachen Wärmeisolierung haben mich diese Minimalschuhe also wirklich überzeugt!

Einen Eindruck/Imprint hinterlassen die Tarpane bei mir übrigens jedes Mal, wenn ich damit vor die Türe gehe. Warum? Weil es eben Minimalschuhe sind. Wie soll man das erklären? Schwierig, denn man muss es erleben, respektive erfühlen!

Ich probiere an dieser Stelle trotzdem meine Impressionen in Schriftform möglichst gut wiederzugeben. Wie beschreibe ich diese Minimalschuhe am besten? Nun, ich denke, dass das Laufen/Gehen/Spazieren etc. in diesen Schuhen dem Barfußlaufen tatsächlich so nahe wie möglich kommt.

Die Zehen und die Fersen haben in den Schuhen Kontakt zum Boden, sind also nicht künstlich verbogen oder hochgebogen wie z.B. in vielen modernen Sportschuhen (dazu später mehr).

Man kann also, auch im Winter, im Prinzip Barfuß laufen ohne dass einen die Leute verdutzt anschauen. Gut, kein wirkliches Argument, denn die Leute schauen einen immer komisch an, wenn man sich nicht an Konventionen hält, denn „das macht man ja nicht“…

Ich würde sagen, dass die Minimalschuhe von Wildling (Werbung) aber die zweitbeste Option zum tatsächlichen Barfußlaufen bieten. Einziger Kritikpunkt, der im Grunde keine wirkliche Kritik darstellt, sondern einfach bauartbedingt ist, ist, dass man eben auch durch Minimalschuhe, mögen sie noch so fantastisch sein, keine „Erdung“ erfährt.

Earthing/Grounding bzw. auf Deutsch „das Erden“ steht für die (wieder) Anbindung eines menschlichen Organismus/Körpers mit einem elektromagnetischen Feld der Erde.

Jeder hat wohl schon einmal festgestellt, dass er sich wohler fühlt, wenn er barfuß über Gras, Sand oder andere natürliche Untergründe läuft. Im Prinzip ist das bereits das, was man unter „Earthing“ oder „Grounding“ begreift.

Aus Gründen der Komplexität soll in diesem Artikel nicht näher auf diese Thematik eingegangen werden.

Warum das Erden („Earthing/Grounding“) aus meiner Sicht so wichtig ist, kann im Detail in meinem Artikel: „Earthing/Grounding – Wie dich Erden zurück zur Natur führen kann“ nachgelesen werden.

Natürlich kann und will nicht jeder in der Öffentlichkeit und/oder z.B. auf der Arbeit barfuß herumlaufen. Genau dafür gibt es ja eben die „Wildlinge“.

Für die innere, uranimalische Seele, die in unser aller Brust schlägt. Die unser Wesen ausmacht. Naturwesen, die selbst, wenn sie in einer Anpassungsfabrik namens „moderne Gesellschaft“ leben müssen, sich ihre ursprüngliche Art des Laufens bewahren wollen.

Die Wildlinge und da spreche ich mal für alle Modelle (obgleich ich bis jetzt erst die Tarpane besitze) sind in meinen Augen eine tolle Möglichkeit, um den Deckel unserer angepassten Welt abzuschrauben.

Wenn auch nur ein bisschen, aber sie tragen wenigstens dazu bei, sich frei(er) zu entfalten. In einer Welt, in der man sich oft permanent unterdrücken muss, ist das ja schon fast ein revolutionärer Akt!

Auf Schusters Rappen – Die Materialien

In Sachen Material trägt man bei Wildling (Werbung) offensichtlich keine Scheuklappen, denn die Materialen der Tarpane wurden mit Bedacht gewählt. So besteht das Obermaterial zu 100% aus dunkelblauer Baumwolle, aus kontrolliert biologischem Anbau.

Da jeder Schuh in Handarbeit gefertigt wird , können die Farben minimal abweichen, hier sollte man also die Zügel im Zaum halten, bevor man sprichwörtlich die Wildpferde scheu macht.

Übrigens, die vielen Anspielungen auf Pferde sind bewusst gewählt, weil ich sie klasse und einfach super-passend finde J

Das Futter, respektive die Decksohle besteht  komplett aus Schurwolle (Wollwak), die Membran ist hingegen aus Polyester.

Der dunkelblaue Ringbesatz besteht jeweils zur Hälfte aus Polyamid und Polyurethan.

Die Hufe der Tarpans sind mit Synthetik-Gummi mit ca. 50% Recycling-Anteil sowie Kork „beschlagen“.

Auf das Design der Tarpane möchte ich nicht groß eingehen, da sich über Geschmack bekanntlich immer streiten lässt.

Mir gefallen die blauen „Wildpferde“ sehr gut. Sowohl in Bezug auf die Optik als auch das Gefühl beim Tragen. Sie sind super-leicht und trotzdem robust!

Auch sehen die Wildling-Schuhe für Minimalschuhe sehr „normal“ aus, sie unterscheiden sich auf den ersten Blick kaum von herkömmlichen Schuhen.

Wer also Wert auf das Tragen von Minimalschuhen legt, aber sich selbst nicht unbedingt als Exzentriker wahrnimmt und nicht zwanghaft auffallen möchte, der sollte sich definitiv mal bei Wildling (Werbung) umsehen.

Die passende Größe

In Sachen Größen sollte man bei den Minimalschuhen übrigens ganz genau hinschauen, respektive nachmessen.

Wenn Dein Pferd nein sagt, hast Du entweder die Frage falsch gestellt oder die falsche Frage gestellt.“ (Pat Parelli)

Doch auch in Sachen Schuhgröße besteht bei Wildling (Werbung) nicht die Gefahr sich zu vergaloppieren, denn man kann sich online eine Tabelle herunterladen und ausdrucken, um die für sich passende Schuhgröße zu ermitteln. Denn diese kann durchaus von der bis dato getragenen abweichen!

Mit dem Größenfinder kann man also die eigenen Hufe ganz genau ausmessen und bekommt angezeigt, wie viel Platz zum Abrollen der Schuhe übrig bleiben sollte.

Da die Wildling (Werbung) Minimalschuhe, wie das von mir getragene Modell Tarpan vorne viel Platz bieteen, können sich der Fuß und die Zehen richtig schön „ausbreiten“. Deshalb kann es schon mal passieren, dass man eine Schuhgröße zur aktuell getragenen dazurechnen muss.

Probleme mit „normalen“ (Sport)schuhen

Die Problem mit der – aus meiner Sicht – oft „mangelhaften“ Beratung in Sportschuh-Läden erwähnte ich bereits, doch worin bestehen mögliche Probleme in den oft so krachteuren Sportschuhen an sich?

  1. Meistens sind die Fersen durch die Sohlenform im Verhältnis zu den Zehnen erhöht bzw. zu hoch, dadurch entsteht eine „Keilstellung“
  2. Die Zehen sind zu hoch bzw. stehen durch die Sohlenform nach oben (sie haben keinen Kontakt mehr zum Boden und es entsteht ein sog. „toe spring“)
  3. Die breiteste Stelle des Schuhs ist in der Mitte und nicht im Bereich der Zehen
  4. Viele Sportschuhe sind generell zu rigide und damit zu unflexibel

Diese bauartbedingten Probleme beschränken sich – meiner Meinung nach – aber nicht nur auf den Sport, hier treten sie aber natürlich besonders potenziert auf.

Im Alltag bleibt das Problem bestehen, tritt unter Umständen lediglich nicht ganz so vehement auf, da die physiologischen Kräfte, die auf den Bewegungsapparat einwirken, naturgemäß geringer ausfallen.

Folgende Grafik fasst die erwähnten Mangel noch einmal zusammen.

Fazit/Conclusio

Zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels (Januar 2020) habe ich meine Tarpans bereits mehrere Monate getragen und kann nun aus eigener Erfahrung und nicht nur aus dem „Stegreif“ sagen, dass ich damit „aufs richtige Pferd gesetzt“ habe!

Im kontinuierlichen Einsatz während der hässlichen Winterzeit haben sich die Tarpane ihre „Sporen“ wirklich verdient. Ich habe sie aber auch nicht geschont und bei Wind und Wetter getragen. Schließlich sollten sich die Schuhe ja auch im Alltag bewähren.

Doch auch in diesem Artikel gilt: „Verlasse dich nicht auf die Reitfehler anderer, sondern mache deine eigenen“. Damit will ich sagen, dass meine Erfahrungsberichte natürlich niemals die eigenen Erlebnisse anderer, Eindrücke etc. ersetzen können.

Ich trage in meinen Tarpanen übrigens zusätzlich oft sogenannte Zehenspreizer. Was es damit auf sich hat, kann im Detail in meinem Artikel „Alignment from Head to Toes“ nachgelesen werden (z.Z. allerdings nur auf Englisch).

Somit dienen meine Artikel lediglich als Impuls für meine geschätzten Leser, ersetzen aber keine eigenen Handlungen und Entscheidungen. Das Denken sollte man sprichwörtlich ohnehin den Pferden überlassen, denn die haben schließlich die größeren Köpfe 😉

Also, sattelt eure Tarpane und „galoppiert“ los. Eure „Hufe“ werden es euch sicher danken.

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© HP Bernd Stößlein, Master of Business Administration in Sportmanagement.


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Literatur

Tarpan, Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Tarpan, Zugriff v. 15.1.2020.

Ferus, Quelle: https://www.frag-caesar.de/lateinwoerterbuch/ferus-uebersetzung-1.html, Zugriff v. 15.1.2020.

Tarpan, Quelle: https://www.wildling.shoes/collections/rewild/products/tarpan-rw?variant=16062844436546, Zugriff, v. 15.1.2020.

Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, S. 75.

Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, S. 126.

Lateinisch-griechischer Wortschatz in der Medizin, S. 183.

Herzratenvariabilität (HRV)-Messung ist eine spannende Sache. In diesem Artikel gehe ich speziell auf eine Möglichkeit ein, wie ich meine HRV über zwei Tage hinweg gemessen habe.

Ich zeige hier die Auswertung meines eigenen Gesundheitsberichtes, mit der Methode von Heartmath®, respetive mesana® (Werbung, nicht bezahlt).

Die Messung kann mittels eines selbstklebenden Gurtes durchgeführt werden, an dem ein kleines Messgerät unter dem Herzen befestigt wird.

Der vorliegende Artikel zeigt meinen Erfahrungsbericht mit der 48-Stunden HRV-Messung von mesana® und welche Messergebnisse ich damit erhalten habe.

Somit findet der geschätzte Leser hiermit die Fortsetzung zu Teil I meines Einstiegs-Artikels zur HRV-Messung, mit dem Titel: „Herzratenvariabilität messen“.

Meine 48-Stunden HRV-Messung

Im Folgenden findet der interessierte Leser die Auswertungen meiner zweitägigen Messergebnisse und die dazugehörigen Erläuterungen. Demnach mein mesana-Ergebnis im Detail!

Der 48-h-Checkup kann im Webshop von HeartMath® (Werbung, nicht bezahlt) erworben werden.

Für ein fundiertes Durchdringen der Thematik empfehle ich unbedingt meinen ersten Artikel zum Thema zu lesen: „Herzratenvariabilität messen“.

In meinem mesana-Gesundheitsbericht findet man die ausführliche Analyse aller mesana-Einzelparameter. Ich  erkläre dem Leser, was sich hinter den verschiedenen Werten verbirgt und wie ich als passionierter „Biohacker“ mal wieder „Versuchskaninchen“ gespielt habe.

Die einzelnen Parameter werden von mesana® in einem ausführlichen Ergebnisbericht geliefert, samt einer etwa 30minütigen individuellen Auswertung. Diese habe ich von Herrn Reiner Krutti bekommen, dem Geschäftsführer von Heartmath® Deutschland.

Mit Herrn Krutti habe ich übrigens einen spannenden Videocast aufgenommen:

Es besteht die Möglichkeit, zwei Auswertungen zu erhalten. Eine für „Experten“ (mit medizinischer Vorbildung) oder Otto Normalverbraucher. In beiden werden die ausgewerteten Messdaten einfach und anschaulich mit einem Ampelsystem und Grafiken dargestellt.

Ampelsystem der mesana®, zur Einordnung von Messergebnissen. Quelle: mesana®.

Im ersten Absatz werden die Parameter dargestellt. Es wird deutlich  gemacht, welche Aussagen mit deren Hilfe getroffen werden können. Es soll so anschaulich gemacht werden, was der im Ampelschema gezeigte Wert bedeutet und wie Vergleichswerte zustande kommen.

Die Markierung durch einen blauen Balken am Rand des Textes liefern eine individuelle Einordnung der Messergebnisse – wie gut oder schlecht mein Wert im Vergleich zu dem anderer Menschen ist.

Hier werden dann auch Empfehlungen seitens mesana® für Optimierungen ausgesprochen. Praktische Tipps können helfen, Aspekte der eigenen Lebensführung zu optimieren. 

Abgerundet wird der Gesundheitsbericht durch den Tagesverlauf von fünf weiteren Parametern.

Wer auf der Suche nach weiterführender Literatur zum Thema HRV ist, der findet noch weitere Infos z.B. in diesem Werk:

Man erkennt dort (im Gesundheitsbericht), wie sich diese Werte über die gesamte Messdauer verändern. Außerdem kann eine Korrelation hergestellt werden zwischen verschiedenen Parametern (z.B.: wie sich die Herzfrequenz bei sportlicher Betätigung geändert hat usw.).

Meine biometrischen Daten

Meine biometrischen Daten aus meinem mesana® Messergebnis. Quelle: mesana®.

Das waren meine biometrischen Daten, zu Beginn des Messzeitraums. Die Messdauer betrug exakt 1 Tag und 23 Stunden. Keine Vorerkrankungen, keine Medikamenteneinnahme.

Meine Messergebnisse

In der ersten Ergebnisübersicht kommt dann das bereits erwähnte Ampelsystem zum Tragen, welches wir uns jetzt im Detail ansehen werden:

Meine Messergebnisse, Quelle: mesana®.
Meine Messergebnisse vom 4.9.19, Quelle: mesana®.

Meine Schrittzahl lag während des Messzeitraums also im Mittelbereich. Natürlich kann das Gerät auch nur auswerten, was man tatsächlich gegangen ist. Das sollte berücksichtigt werden.

Es findet also im Grunde eher eine Zeitpunktbetrachtung (1 Tag und 23 Stunden), anstatt einer längeren Zeitraumbetrachtung statt, da der Messzeitraum ja „nur“ zwei Tage beträgt. Die Punkte „Aktivität und Fitness“ sollten also nicht überbewertet werden.

Wäre ich in den Tagen vor und/oder nach der Messung z.B. über 10.000 Schritte gelaufen, dann hätte das selbstverständlich ein anderes Bild auf meine Schrittzahl geworfen, was von dem Messergebnis aber natürlich nicht erfasst wird

Wer die 48-Stunden-Messung mit seinen Kunden/Patienten anwenden will, der sollte diese also besser zusätzlich nach ihren allgemeinen Aktivitäten-Index befragen und sich nicht nur auf Zahlen stützen!

Meine Alltagsaktivität & Aktivitätsvielfalt, Quelle: mesana®.
Meine Belastungsintensität, Quelle: mesana®.
Meine niedrigste Herzfrequenz & mein BMI, Quelle: mesana®.

Tja, das unliebsame Thema des Body-Mass-Index (BMI). Dieser ist für Menschen, die Muskelaufbau und/oder eine Art des Kraftsports betreiben – aus meiner Sicht – nicht repräsentativ.

Denn der BMI berücksichtigt nicht, WIE sich die Körpermasse zusammensetzt. Wobei es aber ein signifikanter Unterschied ist, ob sich das Gewicht aus Muskelmasse oder wabbeligem Walfischblubber zusammensetzt 😉

Wie ich erfahren habe, soll seitens mesana® aber diesbezüglich eine Optimierung stattfinden und ein Messwert (Taille-Hüft-Quotient) anstelle des Body-Mass-Index treten, der aussagekräftiger ist.

Meine Belastung & Entspannung sowie mein subjektives Stressempfinden, Quelle: mesana®.
Mein HRV-Alter, Quelle: mesana®.
Meine sympathovagale Balance, Quelle: mesana®.
Mein subjektiver Schlafqualitäts-Index & meine Schlafdauer, Quelle: mesana®.
Meine Erholung im Schlaf & mein Schlafapnoe-Risiko, Quelle: mesana®.
Mein Schlaganfall-& Herzinfarkt-Risikio, Quelle: mesana®.
Mein Diabetes mellitus-Risiko, Quelle: mesana®.

Nach den einzelnen Parameterauswertungen  gibt mesana® auch noch detaillierte Angaben zu den Tagesverläufen.

So lohnt es sich bei einigen Parametern, die Werte im Verlauf des Tages zu betrachten – diese Möglichkeit möchte ich im Folgenden anhand meines Gesundheitsberichts bei ausgewählten Parametern exemplarisch darstellen.

  • Wie viele Schritte bin ich gegangen? (War ich sportlich aktiv? etc.)
  • Wie sah es in dieser Zeit mit meiner Herzfrequenz aus?
  • War ich tagsüber lange am Stück inaktiv?
  • Wann bin ich zu Bett gegangen? Ist die Herzfrequenz als Zeichen der Erholung nachts gesunken?

Ausgehend vom Start meiner Messung am 04.09.2019 15:45 Uhr, sieht man zunächst den Verlauf der Werte innerhalb der ersten 24h meiner mesana-Messung („Tag 1“), auf der darauffolgenden Seite dann die der restlichen Zeit („Tag 2“).

Aktivität

Anhand der Farbcodierung erkennt man, wann bzw. wie lange ich während der mesana- Messung welcher körperlichen Aktivität nachgegangen bin (z.B. längeres Sitzen).

In der Zeile „Dauer“ unterhalb der 5 Aktivitätsklassen sieht man, wie lange ich insgesamt in der auf dieser Seite zusammengefassten Zeit (in der Regel 24h) gelegen, gesessen, gestanden etc. habe.

Mein Tagesverlauf an Tag 1, Quelle: mesana®.

Schritte

Hier wird gezeigt, wie viele Schritte ich pro Stunde während der mesana-Aufzeichnung gemacht habe. In der Überschrift steht, wie viele es insgesamt an diesem Tag waren – zur Erinnerung: 10.000 pro Tag werden empfohlen!

Meine Gesamtanzahl an Schritten, an Tag 1, Quelle: mesana®.

Herzfrequenz & Verhältnis von An- zu Entspannung

Wie schnell hat mein Herz geschlagen? Angegeben sind die Schläge pro Minute (Englisch: „beats per minute“, abgekürzt mit „bpm“). Normalerweise steigt die Herzfrequenz unter Belastung (gelbe oder rote Bereiche in der oberen Aktivitätsgrafik), in Ruhe sollte sie abnehmen (v.a. im Schlaf – blaue Bereiche).

Das Verhältnis von Anspannung zu Entspannung wird aus der HRV (s.u.) berechnet. Es zeigt, wann im Tagesverlauf bei mir Anspannung (rot) oder Entspannung (blau) überwogen haben.

Meine Herzfrequenz & mein Verhältnis von An- zu Entspannung, Quelle: mesana®.

Herzratenvariabilität (HRV)

Bei gesunden Menschen reagiert das Herz ununterbrochen auf äußere und innere Einflüsse wie Stress, körperliche Anstrengung oder Emotionen. Dieses Phänomen nennt man Herzratenvariabilität (HRV).

à Hier geht’s zu meinem Grundlagenartikel über die HRV-Messung

An dieser Stelle deshalb nur in aller Kürze:

Je stärker meine Herzfrequenz variieren kann, desto besser kann sie sich auf verschiedene Beanspruchungen einstellen. Die gezeigte Grafik ist recht komplex – vereinfacht bedeutet ausschließlich Farbe im unteren Bereich, dass ich im Messzeitraum sehr gestresst war und sich mein Herz kaum erholen konnte. Je mehr farbige Flächen auch im oberen Bereich hinzukommen, desto mehr wertvolle Erholungsphasen gab es (üblicherweise v.a. nachts).

Zusammenfassung meiner Aktivität und meiner Schritte, Quelle: mesana®.
Zusammenfassung meiner HF & des Verhältnisses von An- zu Entspannung, Quelle: mesana®.
Zusammenfassende Grafik meiner HRV, Quelle: mesana®.
Zusammenfassung meines Tagesverlaufes von Tag 2, Quelle: mesana®.
Meine Schritte und HF an Tag 2, Quelle: mesana®.
Meine An- und Entspannung, sowie meine HRV des zweiten Messtages, Quelle: mesana®.

Wie wurde gemessen?

Die Messung der 48 Stunden gestaltet sich wirklich simpel. Man bekommt von mesana® ein Päckchen (siehe Bild) zugeschickt, in dem alles enthalten ist, was man braucht, samt Anleitung.

mesana® Mess-“kit”, Quelle: Eigenes Foto.
mesana® Mess-“Kit”, Quelle: Eigenes Foto.

Das Päckchen beinhaltet den Gurt, das Aufzeichnungsgerät, sterile Wischtücher (zum Reinigen der Stelle, an dem der Gurt angebracht wird) sowie ein Maßband.

mesana® Mess-“Kit”, Quelle: Eigenes Foto.

Für die Auswertung (siehe Details weiter oben) müssen Taillen-, Hals- und Hüftumfang gemessen werden und in das beiliegende Kärtchen (siehe Foto) eingetragen werden.

Umfangmessung, für die biometrischen Daten, Quelle: Eigenes Foto.

Anschließend wird der Klebestreifen angebracht, an dem sich dann das Messgerät befindet. Eine beiliegende Anleitung führt einfach und schnell zum Ziel (siehe Bild).

Anleitung zur Anbringung des Messgurtes, Quelle: Eigenes Foto.

Mit dem Gurt kann übrigens auch geduscht werden!

Anbringung des Messsystems samt Gurt, Quelle: Eigenes Foto.

Fazit /Conclusio

Wie man diesem Artikel hoffentlich entnehmen kann, ist auch eine 48-stündige HRV-Messung für Heimanwender möglich und ganz einfach durchzuführen.

Mesana® (Werbung, nicht bezahlt) begleitet hier vom Anbringen des Gurtes bis zur anschließenden Auswertung der Messergebnisse, was es auch für Menschen ohne medizinischen Background praktikabel macht.

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© HP Bernd Stößlein, Master of Business Administration in Sportmanagement.


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